Webspace ist gemieteter Speicherplatz auf einem Server, der bereits fertig eingerichtet ist: Webserver, PHP, Datenbank und Mailserver laufen, verwaltet wird das alles über die grafische Oberfläche von Plesk Obsidian. Eine Kommandozeile brauchst du dafür nicht - und genau darin unterscheidet sich der Webspace vom vServer, bei dem du diese Schicht selbst aufbaust und dauerhaft pflegst.
Zwei Dinge solltest du wissen, bevor du loslegst. Erstens gehört zu einem Webspace immer eine Domain: Der Speicherplatz allein ist unter keinem Namen erreichbar. Sie kann bei uns registriert oder von einem anderen Anbieter aufgeschaltet werden. Zweitens sind Backups Self-Service - der Plesk-Backup-Manager erstellt sie auf Knopfdruck, aber niemand tut das für dich. Zieh eine Sicherung vor jedem größeren Update und bewahre eine Kopie außerhalb des Webspace auf, etwa lokal auf deinem Rechner.
Die typische Reihenfolge bei einem neuen Webspace: Domain aufschalten, Zertifikat einrichten, Anwendung installieren. Danach werden Mailkonten, Datenbanken und Cronjobs interessant. Genau so sind die Ratgeber unten gruppiert - Umzug und Kaufberatung stehen als eigene Blöcke daneben. Wer noch gar keinen Webspace hat, liest sinnvollerweise von unten nach oben.
Einrichten
Die ersten Schritte nach der Bestellung - und die Reihenfolge ist hier keine Geschmacksfrage, sondern technisch bedingt. Ein Let's-Encrypt-Zertifikat lässt sich erst ausstellen, wenn die Domain bereits auf den Webspace zeigt: Die Zertifizierungsstelle prüft genau das. Und eine WordPress-Installation, die vor dem Zertifikat entsteht, trägt hinterher die falschen URLs in der Datenbank.
Rechne beim ersten Schritt mit Wartezeit. DNS-Änderungen greifen nicht sofort, sondern erst, wenn die alte Antwort aus den Zwischenspeichern der Resolver gefallen ist - die TTL des Eintrags bestimmt, wie lange das dauert. Wer die TTL ein bis zwei Tage vor der Umstellung heruntersetzt, verkürzt dieses Fenster spürbar.
Die drei Wege, eine Domain auf den Webspace aufzuschalten - mit und ohne Anbieterwechsel.
Kostenloses Let's-Encrypt-Zertifikat in Plesk ausstellen und auf HTTPS umleiten.
Über das WordPress Toolkit in wenigen Minuten - inklusive Staging-Kopie.
Verwaltung
Was im laufenden Betrieb regelmäßig gebraucht wird. Mailkonten und Datenbanken legst du direkt in Plesk an; der Mailspeicher wird dabei getrennt vom Webspeicher gezählt, große Postfächer gehen also nicht zulasten deiner Webseite. Als Datenbanksystem kommt MariaDB zum Einsatz, verwaltet wird es über phpMyAdmin - jede CMS-Installation belegt genau eine Datenbank.
Die PHP-Version ist pro Domain umschaltbar. Das ist praktisch, wenn ein älteres Projekt und ein aktuelles CMS auf demselben Paket liegen. Vor einem Versionssprung gehört allerdings ein Backup dazu: Plugins, die eine entfernte Funktion nutzen, fallen sonst ohne Vorwarnung aus. Cronjobs richtest du über den Aufgabenplaner ein; bei WordPress lohnt es sich, den internen WP-Cron abzuschalten und stattdessen einen echten Cronjob laufen zu lassen - der läuft dann nach Zeitplan statt nur bei Besucherzugriffen.
Postfächer unter eigener Domain anlegen und in Mailprogrammen einbinden.
MariaDB-Datenbank samt Benutzer in Plesk erstellen und mit phpMyAdmin verwalten.
Pro Domain umschaltbar - und worauf du vor einem Versionssprung achten solltest.
Zeitgesteuerte Aufgaben über den Aufgabenplaner, inklusive WP-Cron.
Dateien, Datenbanken und Mailkonten über den Plesk-Backup-Manager selbst sichern.
Umzug
Ein Anbieterwechsel ist unkritisch, solange die Reihenfolge stimmt. Der Fehler, der einen Umzug teuer macht, ist immer derselbe: zuerst die Domain umstellen und dann die Dateien kopieren. Dazwischen liegt die Zeit, in der Besucher auf einem leeren Verzeichnis landen und Mails ins Nichts laufen.
Richtig herum lautet die Reihenfolge: Inhalte übertragen, die Seite über eine Vorschau-Adresse testen, und erst danach die DNS-Einträge umschalten. So bleibt die alte Seite bis zum Umschalten erreichbar. Für den ersten Schritt bringt Plesk einen Website- und einen E-Mail-Import mit, die Dateien, Datenbanken und Postfächer vom bisherigen Anbieter übernehmen.
Erst übertragen und testen, dann die Domain umstellen - Schritt für Schritt.
Vor der Bestellung
Kaufberatung, bevor du dich auf ein Paket festlegst. Der Speicherbedarf wird dabei fast immer überschätzt: Eine typische Vereins- oder Firmenseite bleibt deutlich unter dem, was schon das kleinste Paket bietet. Groß werden erst Mediatheken, Shops mit vielen Produktbildern und Postfächer, die seit Jahren nichts löschen. Prüf deshalb eher die Zahl der Datenbanken und Mailkonten als die reinen Gigabyte - die Datenbanken sind es, die bei mehreren Projekten zuerst knapp werden.
Die zweite Frage ist, ob es überhaupt ein Webspace sein soll. Sobald eigene Serverdienste, ein Docker-Stack oder frei wählbare Software ins Spiel kommen, endet der Funktionsumfang einer geteilten Umgebung - dann führt der Weg zum vServer. Und beim Anbietervergleich lohnt der Blick auf den Preis nach dem ersten Jahr: Aktionspreise für Neukunden sagen wenig über die laufenden Kosten aus.
Wie viel Webspace brauche ich?
Realistische Richtwerte - die meisten Seiten belegen weniger als vermutet.
Fertige Umgebung gegen volle Kontrolle - wofür beides gedacht ist.
Worauf sich beim Vergleich zu achten lohnt - jenseits des Preises im ersten Jahr.
Häufige Fragen
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Vier Pakete mit NVMe-SSD-Speicher, getrennt gezähltem Mailspeicher, Plesk Obsidian samt WordPress Toolkit und kostenlosem SSL - Prepaid ohne Vertragsbindung, Standort Frankfurt am Main.
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