Wie die Backups beim Webspace geregelt sind
Klare Ansage vorweg, damit es keine Missverständnisse gibt: Wir erstellen keine automatischen Backups deines Webspace. Die Sicherung deiner Inhalte liegt bei dir - dafür steht dir der Backup-Manager in Plesk uneingeschränkt zur Verfügung, und du entscheidest selbst, was wann gesichert wird und wo die Kopien landen.
In der Praxis ist das kein Nachteil, sondern eine Frage der Gewohnheit: Wer vor jedem größeren Eingriff eine Sicherung zieht und zusätzlich in regelmäßigen Abständen eine Kopie außerhalb des Webspace ablegt, ist besser aufgestellt als jemand, der sich auf eine automatische Sicherung verlässt, die er noch nie zurückgespielt hat.
Was zu einem vollständigen Backup gehört
Eine Kopie der Dateien allein reicht nicht. Ein brauchbares Backup umfasst drei Bestandteile:
- Dateien: der Inhalt des Dokumentenstammverzeichnisses - also CMS, Theme, Plugins und alle hochgeladenen Bilder.
- Datenbank: sämtliche Inhalte, Einstellungen und Benutzerkonten. Ohne sie ist eine wiederhergestellte Seite leer.
- Mailkonten: falls du Postfächer unter deiner Domain nutzt und die Nachrichten per IMAP auf dem Server liegen.
Der Backup-Manager in Plesk deckt alle drei Bereiche in einem Durchgang ab - das ist der wesentliche Vorteil gegenüber einem reinen Datei-Download per FTP.
Backup in Plesk erstellen
- In Plesk den Backup Manager öffnen.
- Auf Sichern klicken.
- Den Umfang wählen: Konfiguration, Inhalte oder beides. Für eine vollständige Sicherung nimmst du Konfiguration und Inhalt.
- Bei Bedarf eine Beschreibung eintragen - bei mehreren Sicherungen findest du die richtige später deutlich schneller wieder.
- Sicherung starten. Je nach Datenmenge dauert der Vorgang von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten.
Achte auf deinen freien Speicherplatz: Eine Sicherung, die auf dem Webspace selbst liegt, belegt dort Platz. Wenn der Vorgang ohne Meldung abbricht, ist das die wahrscheinlichste Ursache.
Sicherungen außerhalb des Webspace ablegen
Eine Sicherung, die auf demselben Webspace liegt wie das Original, schützt gegen den häufigsten Fall - ein fehlgeschlagenes Update oder eine versehentlich gelöschte Datei. Sie schützt nicht gegen den seltenen, aber teuren Fall, dass der Webspace selbst betroffen ist.
Lade deine wichtigen Sicherungen deshalb zusätzlich herunter. Im Backup Manager kannst du eine erstellte Sicherung direkt als Datei abrufen und lokal oder in einem separaten Speicher ablegen. Für kleine Seiten reicht es völlig, das einmal im Monat und vor jeder größeren Änderung zu tun.
Wiederherstellen
- Im Backup Manager die gewünschte Sicherung auswählen.
- Auf Wiederherstellen klicken.
- Den Umfang wählen - du kannst wahlweise alles zurückspielen oder gezielt nur eine Datenbank beziehungsweise nur einzelne Objekte.
- Bestätigen und den Vorgang abwarten.
Wichtig: Beim Wiederherstellen werden die aktuellen Daten überschrieben. Alles, was seit der Sicherung entstanden ist - neue Beiträge, Bestellungen, Kommentare - geht dabei verloren. Zieh deshalb, wenn es die Situation zulässt, unmittelbar vor der Wiederherstellung noch eine Sicherung des aktuellen Zustands.
Bei Problemen, die du selbst nicht zurückbekommst, hilft der Support über das Ticketsystem weiter.
Eine Strategie, die im Alltag funktioniert
- Vor jedem Eingriff. PHP-Wechsel, CMS-Update, neues Plugin, Theme-Wechsel: vorher sichern. Das ist die Sicherung, die du am häufigsten wirklich brauchst.
- Regelmäßig nach Änderungshäufigkeit. Eine Firmenseite, die sich selten ändert, braucht keinen täglichen Stand. Ein Blog mit mehreren Beiträgen pro Woche schon.
- Mehrere Stände aufbewahren. Manche Schäden fallen erst nach Tagen auf. Existiert nur die letzte Sicherung, ist der Fehler dort längst mit drin.
- Eine Kopie außerhalb. Siehe oben.
- Einmal testen. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung. Probier die Wiederherstellung einmal auf einer Subdomain aus, bevor du sie im Ernstfall zum ersten Mal brauchst.
Backup-Plugins im CMS
WordPress-Plugins wie sie für Sicherungen verbreitet sind funktionieren auf dem Webspace ebenfalls. Zwei Dinge solltest du dabei beachten:
- Viele Plugins legen ihre Archive standardmäßig im Webspace ab und räumen alte Stände nicht auf. Nach einigen Monaten sind das oft mehrere Gigabyte - und im Schadensfall liegt die Sicherung genau dort, wo auch das Problem ist. Konfiguriere deshalb einen externen Ablageort.
- Ein Plugin sichert nur, was innerhalb der WordPress-Installation liegt. Mailkonten und weitere Domains auf demselben Webspace erfasst es nicht - dafür bleibt der Plesk-Backup-Manager zuständig.
Häufige Fragen
Backups gehören dir
Wir legen keine automatischen Sicherungen für dich an - dafür hast du die volle Kontrolle darüber, was wann gesichert wird und wo die Kopien liegen. Der Backup-Manager ist in allen Paketen enthalten.
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