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MySQL-Datenbank anlegenMit phpMyAdmin verwalten

Jedes CMS und jeder Shop braucht eine Datenbank. Diese Anleitung zeigt, wie du in Plesk Obsidian eine MariaDB-Datenbank samt Benutzer anlegst, sie mit phpMyAdmin verwaltest und Daten importierst oder exportierst.

MariaDB5 bis 40 DatenbankenphpMyAdmin

Wofür du eine Datenbank brauchst

Statische Seiten aus reinen HTML-Dateien kommen ohne Datenbank aus. Sobald Inhalte dynamisch verwaltet werden - also bei WordPress, Joomla, einem Shop oder einem Forum - liegen Texte, Einstellungen und Benutzerkonten in einer Datenbank, während im Webspace nur der Programmcode und die Bilder liegen.

Als Datenbanksystem kommt auf dem Webspace MariaDB zum Einsatz - der weit verbreitete, zu MySQL kompatible Nachfolger. Anwendungen, die MySQL voraussetzen, laufen darauf unverändert; auch die Zugangsdaten und Werkzeuge sind dieselben. Aktuell setzen wir die LTS-Reihe MariaDB 10.11 ein.

Aus dem Zusammenspiel von Dateien und Datenbank folgt eine wichtige Konsequenz für Sicherungen: Eine Kopie der Dateien allein ist kein vollständiges Backup. Ohne den zugehörigen Datenbankstand fehlen sämtliche Inhalte. Mehr dazu im Ratgeber Backup erstellen und einspielen.

Datenbank in Plesk anlegen

  1. In Plesk den Bereich Datenbanken öffnen und auf Datenbank hinzufügen klicken.
  2. Einen Namen vergeben. Sprechende Namen helfen später - etwa wp_hauptseite statt db1.
  3. Die zugehörige Domain auswählen, damit die Zuordnung nachvollziehbar bleibt.
  4. Im selben Dialog einen Datenbankbenutzer anlegen und ein langes, zufälliges Passwort vergeben.
  5. Speichern und die vier Werte notieren: Datenbankname, Benutzername, Passwort und Host.

Als Host gehört in aller Regel localhost in die Konfiguration deiner Anwendung, weil Webserver und Datenbank auf demselben System laufen.

Ein Benutzer pro Datenbank

Es ist verlockend, einen einzigen Datenbankbenutzer für alle Projekte zu verwenden. Tu es nicht. Wird eine Anwendung kompromittiert, hat der Angreifer sonst Zugriff auf sämtliche Datenbanken auf dem Webspace - inklusive der Benutzerkonten und Bestelldaten aller anderen Projekte.

Lege deshalb je Datenbank einen eigenen Benutzer mit eigenem Passwort an. Der Mehraufwand beträgt wenige Sekunden pro Installation.

Zugangsdaten in der Anwendung eintragen

Nach dem Anlegen trägst du die Zugangsdaten in die Konfiguration deiner Anwendung ein:

  • WordPress: in der wp-config.php die Konstanten DB_NAME, DB_USER, DB_PASSWORD und DB_HOST.
  • Joomla: in der configuration.php die entsprechenden Felder.
  • Eigene Anwendungen: in der jeweiligen Konfigurationsdatei oder über Umgebungsvariablen.

Installierst du WordPress über das WordPress Toolkit, entfällt dieser Schritt - Datenbank, Benutzer und Konfiguration werden dabei automatisch erzeugt. Siehe WordPress installieren.

Verwalten mit phpMyAdmin

Aus der Datenbankübersicht in Plesk gelangst du mit einem Klick nach phpMyAdmin - eine grafische Oberfläche, mit der du Tabellen ansehen, Werte ändern und SQL-Abfragen ausführen kannst. Typische Aufgaben:

  • Exportieren: Über den Reiter Exportieren erzeugst du einen vollständigen SQL-Dump als Datei - die Standardeinstellungen sind für Sicherungen und Umzüge geeignet.
  • Importieren: Über Importieren spielst du einen Dump in eine leere Datenbank ein.
  • Suchen und Ersetzen: Nach einem Domainwechsel oder einer SSL-Umstellung lassen sich alte Adressen per SQL-Abfrage austauschen.
  • Aufräumen: Alte Revisionen, verwaiste Metadaten und Spam-Kommentare blähen WordPress-Datenbanken über die Jahre spürbar auf.

Vor jedem direkten Eingriff in die Datenbank gilt ausnahmslos: erst exportieren, dann ändern. Ein fehlerhaftes UPDATE lässt sich nicht rückgängig machen.

Große Dumps importieren

Der Import über phpMyAdmin ist an die maximale Upload-Größe von PHP gebunden. Die liegt je nach Paket bei 10 bis 100 MB - größere Dumps brechen dabei ab.

Zwei Auswege: Erhöhe in den PHP-Einstellungen der Domain die Werte für Upload-Größe und maximale Ausführungszeit (siehe PHP-Version und Einstellungen ändern), oder teile den Dump beim Export in mehrere Dateien auf. Bei sehr großen Datenbanken hilft dir der Support weiter.

Typische Fehlermeldungen

  • „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung": Ein Wert in der Konfiguration stimmt nicht. Prüfe Datenbankname, Benutzer und Passwort - und dass als Host localhost eingetragen ist.
  • „Access denied for user": Der Benutzer existiert, hat aber keine Rechte an dieser Datenbank. In Plesk die Zuordnung prüfen.
  • Import bricht ohne Meldung ab: Datei zu groß oder Zeitlimit erreicht - siehe Abschnitt oben.
  • Zeichensalat nach dem Import: Beim Export wurde eine andere Zeichenkodierung verwendet als beim Import. In beiden Schritten utf8mb4 nutzen.

Häufige Fragen

Auf dem Webspace läuft MariaDB, aktuell in der LTS-Reihe 10.11. MariaDB ist der zu MySQL kompatible Nachfolger: Anwendungen wie WordPress, Joomla oder gängige Shop-Systeme, die MySQL voraussetzen, laufen darauf unverändert. Auch Werkzeuge und Zugangsdaten sind identisch, du verwaltest die Datenbanken wie gewohnt über phpMyAdmin.

Das Paket S enthält 5 Datenbanken, das Paket M 10, das Paket L 20 und das Paket XL 40. Jede CMS- oder Shop-Installation belegt genau eine Datenbank - danach richtet sich, wie viele Projekte auf einen Webspace passen.

In aller Regel localhost, weil Webserver und Datenbank auf demselben System laufen. Nur wenn deine Anwendung ausdrücklich etwas anderes verlangt, weicht das ab - die verbindlichen Werte zeigt Plesk in der Datenbankübersicht an.

Ja. Exportiere die Datenbank beim bisherigen Anbieter über phpMyAdmin als SQL-Datei, lege bei uns eine leere Datenbank an und importiere den Dump dort. Achte darauf, in beiden Schritten dieselbe Zeichenkodierung zu verwenden, sonst entstehen fehlerhafte Umlaute.

Entweder über den Backup-Manager in Plesk, der Dateien und Datenbanken gemeinsam sichert, oder gezielt über den Export in phpMyAdmin. Wichtig ist, dass eine Sicherung immer Dateien und Datenbank umfasst - eine Kopie der Dateien allein enthält keine Inhalte.

Empfehlenswert ja. Ein gemeinsamer Benutzer für alle Datenbanken bedeutet, dass eine kompromittierte Anwendung Zugriff auf sämtliche Projekte auf dem Webspace hätte. Ein eigener Benutzer je Datenbank kostet wenige Sekunden und begrenzt den Schaden.

Datenbanken je nach Paket

Im Paket S sind 5 Datenbanken enthalten, im Paket XL 40. Jede CMS-Installation belegt genau eine - danach richtet sich, wie viele Projekte auf einen Webspace passen.

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