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PHP-Version ändernUnd die wichtigsten PHP-Einstellungen

Auf dem Webspace stehen alle aktuellen PHP-Versionen zur Verfügung, und du stellst sie pro Domain selbst ein. Diese Anleitung zeigt, wie der Wechsel funktioniert, worauf du vorher achten solltest und welche PHP-Einstellungen in der Praxis wirklich zählen.

Alle aktuellen VersionenPro Domain einstellbarMemory-Limit & Upload

Warum die PHP-Version zählt

PHP ist die Sprache, in der WordPress, Joomla, TYPO3 und die meisten Shop-Systeme geschrieben sind. Die eingesetzte Version entscheidet über drei Dinge:

  • Sicherheit. Für ältere PHP-Versionen gibt es irgendwann keine Sicherheitsupdates mehr. Eine Seite auf einer abgelaufenen Version ist dauerhaft angreifbar, egal wie aktuell das CMS darüber ist.
  • Geschwindigkeit. Zwischen den PHP-Generationen liegen deutliche Leistungssprünge. Ein Versionswechsel ist oft die günstigste Performance-Verbesserung überhaupt - ohne eine Zeile Code zu ändern.
  • Kompatibilität. Aktuelle CMS-Versionen setzen eine Mindestversion voraus. Umgekehrt laufen ältere Plugins manchmal nur bis zu einer bestimmten Version.

Auf dem Webspace stehen dir alle aktuellen PHP-Versionen zur Verfügung, und du wählst sie pro Domain - eine ältere Seite kann also weiterlaufen, während dein neues Projekt daneben auf der aktuellsten Version läuft.

Vor dem Wechsel: Kompatibilität prüfen

Ein Versionssprung ist in Sekunden erledigt, kann eine schlecht gepflegte Seite aber sofort lahmlegen. Drei Vorbereitungsschritte:

  1. Backup ziehen. Über den Backup-Manager in Plesk, inklusive Datenbank. Siehe Backup erstellen und einspielen.
  2. CMS, Themes und Plugins aktualisieren. Die meisten Kompatibilitätsprobleme verschwinden allein dadurch.
  3. Auf einer Kopie testen. Wenn du WordPress nutzt, klone die Seite über das WordPress Toolkit auf eine Subdomain und stelle dort zuerst um. Erst wenn die Kopie sauber läuft, ziehst du auf der Live-Seite nach.

Umstellung in Plesk

  1. In Plesk die betreffende Domain öffnen.
  2. PHP-Einstellungen aufrufen.
  3. Im Auswahlfeld für die PHP-Version die gewünschte Version wählen.
  4. Speichern - die Änderung greift sofort.

Die Einstellung gilt jeweils für eine Domain oder Subdomain. Betreibst du mehrere Projekte auf einem Webspace, musst du den Wechsel für jedes einzeln vornehmen.

Danach: die Seite gezielt prüfen

Ruf nach der Umstellung nicht nur die Startseite auf. Die Fehler zeigen sich meist woanders:

  • Backend-Login und Adminbereich
  • Kontakt- und Bestellformulare
  • Seiten mit Erweiterungen wie Slidern, Karten oder Kalendern
  • Der Bestellprozess, wenn du einen Shop betreibst

Bleibt eine Seite weiß, ist das fast immer ein PHP-Fehler in einem Plugin. Stell in dem Fall die vorherige Version zurück - die Seite ist damit sofort wieder erreichbar - und suche in Ruhe die Ursache.

Die relevanten PHP-Einstellungen

Im selben Dialog lassen sich weitere Werte anpassen, die in der Praxis häufig gebraucht werden:

  • memory_limit: Wie viel Arbeitsspeicher ein PHP-Skript nutzen darf. Zu niedrig gesetzt bricht der Import großer Inhalte oder ein Seiten-Builder mitten im Vorgang ab.
  • upload_max_filesize und post_max_size: Die maximale Größe eines Uploads. Relevant beim Import von Datenbanken oder großen Mediatheken. Je nach Paket sind 10 bis 100 MB möglich - beide Werte müssen zueinander passen, post_max_size sollte mindestens so groß sein wie upload_max_filesize.
  • max_execution_time: Wie lange ein Skript laufen darf. Zu knapp bemessen scheitern langlaufende Importe.
  • display_errors: Auf einer Live-Seite ausgeschaltet lassen. Fehlermeldungen verraten sonst Pfade und Versionen, die niemand von außen sehen muss.

Welche Version soll ich nehmen?

Als Faustregel: die neueste Version, die dein CMS offiziell unterstützt - nicht zwingend die allerneueste verfügbare. Direkt nach dem Erscheinen einer neuen PHP-Generation hinken Plugins häufig noch hinterher.

Für eine neue Installation nimmst du die aktuellste angebotene Version. Bei einer bestehenden Seite orientierst du dich an der Empfehlung deines CMS und arbeitest dich in Schritten nach oben, statt mehrere Generationen auf einmal zu überspringen.

Häufige Fragen

Es stehen alle aktuellen PHP-Versionen zur Verfügung. Welche davon für eine Domain oder Subdomain aktiv ist, stellst du in Plesk selbst ein und kannst jederzeit wechseln. Aufpreise für neuere Versionen gibt es nicht.

Ja. Die Einstellung gilt pro Domain beziehungsweise Subdomain. Ein älteres Projekt kann damit auf einer älteren Version weiterlaufen, während eine neue Seite auf demselben Webspace die aktuellste Version nutzt.

Stelle in Plesk einfach die vorherige Version wieder ein - die Seite ist damit sofort wieder erreichbar. Danach kannst du in Ruhe herausfinden, welches Plugin oder Theme die Ursache ist. Deshalb ist es sinnvoll, den Wechsel zuerst auf einer geklonten Kopie zu testen.

Beide Werte findest du in Plesk in den PHP-Einstellungen der jeweiligen Domain. Achte darauf, upload_max_filesize und post_max_size gemeinsam anzupassen - post_max_size muss mindestens so groß sein wie der maximale Upload. Die Obergrenze hängt vom gebuchten Paket ab und reicht von 10 bis 100 MB.

Häufig ja, teils deutlich - zwischen den PHP-Generationen liegen erhebliche Leistungssprünge, und der Wechsel erfordert keine Codeänderung. Bei einer langsamen Seite sind Caching, Bildgrößen und die Zahl der Plugins aber meist die größeren Hebel.

Alle aktuellen PHP-Versionen inklusive

Du entscheidest je Domain und Subdomain selbst, welche PHP-Version läuft - und kannst jederzeit wechseln. Aufpreise für neuere Versionen gibt es nicht.

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