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E-Mail-Konten einrichtenPostfächer unter der eigenen Domain

Zu jedem Webspace gehören Mailkonten unter deiner eigenen Domain. Diese Anleitung zeigt, wie du Postfächer in Plesk anlegst, sie in Outlook, Thunderbird oder auf dem Smartphone einrichtest und typische Zustellprobleme vermeidest.

IMAP & POP3Webmail inklusive5 bis 80 Konten

Warum eine Adresse unter der eigenen Domain

Eine Adresse wie info@deinedomain.de wirkt nicht nur professioneller als eine Freemail-Adresse - sie gehört dir auch dauerhaft. Wechselst du den Mailanbieter, bleibt die Adresse. Und du kannst beliebig viele Postfächer für Bereiche oder Mitarbeiter anlegen, statt Konten bei einem fremden Dienst zu verwalten.

Voraussetzung ist, dass die Domain auf deinen Webspace zeigt und die MX-Einträge auf unseren Mailserver verweisen. Bei einer bei uns registrierten Domain ist das automatisch der Fall.

Postfach in Plesk anlegen

  1. In Plesk den Bereich E-Mail öffnen und auf E-Mail-Adresse erstellen klicken.
  2. Den Teil vor dem @ eintragen und die Domain auswählen.
  3. Ein Passwort vergeben. Mailkonten werden systematisch angegriffen - nimm ein langes, zufälliges Passwort, kein abgewandeltes Domainwort.
  4. Optional eine Speicherbegrenzung für das Postfach setzen, damit ein einzelnes Konto nicht den gesamten Mailspeicher belegt.
  5. Speichern - das Konto ist sofort nutzbar.

Wie viele Konten möglich sind, hängt vom Paket ab: 5 im Paket S, 20 im Paket M, 40 im Paket L und 80 im Paket XL.

Zugangsdaten für Mailprogramme

Zum Einbinden in Outlook, Thunderbird, Apple Mail oder auf dem Smartphone brauchst du diese Angaben:

  • Benutzername: die vollständige E-Mail-Adresse, nicht nur der Teil vor dem @
  • Posteingangsserver (IMAP): mail.deinedomain.de, Port 993 mit SSL/TLS
  • Postausgangsserver (SMTP): mail.deinedomain.de, Port 465 mit SSL/TLS
  • Authentifizierung: für den Postausgang zwingend aktivieren - ohne sie lehnt der Server den Versand ab

Die exakten Serveradressen und Ports zeigt Plesk in den Einstellungen des jeweiligen Kontos an. Nutze sie im Zweifel von dort, statt sie zu raten.

IMAP oder POP3?

IMAP ist in fast allen Fällen die richtige Wahl. Die Mails bleiben auf dem Server, und alle Geräte sehen denselben Stand: Was du am Notebook liest oder verschiebst, ist auch auf dem Smartphone gelesen und verschoben.

POP3 lädt die Nachrichten auf ein Gerät herunter und löscht sie üblicherweise vom Server. Das spart Serverspeicher, funktioniert aber nur sinnvoll, wenn du genau ein Gerät nutzt - und deine Mails liegen dann ausschließlich lokal, also auch nur so sicher wie dein Rechner.

Webmail, Aliase und Weiterleitungen

  • Webmail: Jedes Konto lässt sich ohne Einrichtung direkt im Browser nutzen - praktisch unterwegs oder zum schnellen Prüfen, ob ein Zustellproblem am Mailprogramm oder am Server liegt.
  • Aliase: Zusätzliche Adressen, die in dasselbe Postfach zustellen. So bekommst du kontakt@, hallo@ und info@, ohne drei Konten zu verwalten - und ohne dass es auf dein Kontingent geht.
  • Weiterleitungen: Leiten eingehende Mails an eine andere Adresse weiter. Achte darauf, ob eine Kopie im Postfach bleiben soll - sonst hast du keinen eigenen Nachweis mehr.
  • Abwesenheitsnotiz: Lässt sich pro Konto mit Zeitraum und Text hinterlegen.

Damit deine Mails ankommen

Landen ausgehende Mails im Spam-Ordner der Empfänger, liegt es fast nie am Text, sondern an fehlenden Authentifizierungseinträgen im DNS. Drei Einträge sind entscheidend:

  • SPF legt fest, welche Server für deine Domain versenden dürfen.
  • DKIM signiert ausgehende Mails kryptografisch, sodass Empfänger die Echtheit prüfen können.
  • DMARC sagt Empfängern, wie sie mit Mails umgehen sollen, die SPF oder DKIM nicht bestehen.

Liegt die DNS-Verwaltung bei uns, sind die Grundeinträge vorhanden. Versendest du zusätzlich über einen externen Dienst - etwa einen Newsletter-Versender oder ein Kontaktformular-Gateway - musst du dessen Server im SPF-Eintrag ergänzen, sonst gelten diese Mails als nicht autorisiert.

Typische Probleme

  • Empfang funktioniert, Versand nicht: Im Mailprogramm ist die Authentifizierung für den Postausgangsserver nicht aktiviert.
  • Zertifikatswarnung beim Verbinden: Das SSL-Zertifikat der Domain deckt den Mailserver nicht mit ab. Beim Anfordern in Plesk die Option für Mail mit auswählen - siehe SSL-Zertifikat einrichten.
  • Postfach nimmt nichts mehr an: Speichergrenze erreicht. Alte Anhänge löschen oder das Limit in Plesk anheben.
  • Nach einem Umzug kommt nichts an: Die MX-Einträge zeigen noch auf den alten Anbieter. Wie du das prüfst, steht im Ratgeber Domain mit dem Webspace verbinden.

Häufige Fragen

Das Paket S enthält 5 Mailkonten und 5 GB Mailspeicher, das Paket M 20 Konten und 10 GB, das Paket L 40 Konten und 20 GB, das Paket XL 80 Konten und 40 GB. Aliase zählen nicht gegen dieses Kontingent.

Ja, Webmail ist in allen Paketen enthalten. Du meldest dich mit der vollständigen E-Mail-Adresse und dem Kontopasswort an und kannst ohne jede Einrichtung Mails lesen und schreiben - praktisch unterwegs oder zur Fehlersuche.

In aller Regel IMAP. Damit bleiben die Mails auf dem Server und alle Geräte zeigen denselben Stand. POP3 lädt die Nachrichten auf ein einzelnes Gerät herunter und löscht sie meist vom Server - das ist nur sinnvoll, wenn du ausschließlich mit einem Gerät arbeitest.

Meist fehlen oder stimmen die DNS-Einträge für SPF, DKIM und DMARC nicht. Besonders häufig ist der Fall, dass zusätzlich über einen externen Dienst versendet wird - etwa einen Newsletter-Anbieter - dessen Server aber nicht im SPF-Eintrag steht. Dann gelten diese Mails als nicht autorisiert.

Ja. In Plesk gibt es einen E-Mail-Import, der vorhandene Nachrichten per IMAP überträgt und dabei die Ordnerstruktur erhält. Wichtig ist, den Import abzuschließen, bevor du die Domain umstellst - der Ablauf steht im Ratgeber zum Umzug.

Mailspeicher zählt separat

Jedes Paket bringt eigenen Mailspeicher mit - 5 GB und 5 Konten im Paket S, bis zu 40 GB und 80 Konten im Paket XL. Ein volles Postfach geht nie zulasten deiner Webseite.

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