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Was eine Subdomain ist
Eine Subdomain stellt einen Namensteil vor deine Domain: Aus deine-domain.de wird shop.deine-domain.de oder blog.deine-domain.de. Technisch ist das ein eigener Auftritt - mit eigenem Verzeichnis auf dem Webspace, eigenem SSL-Zertifikat und eigenen Einstellungen -, der aber unter deiner bestehenden Domain hängt und keine zweite Registrierung braucht.
Davon zu unterscheiden sind zwei Dinge, die oft damit verwechselt werden:
- Ein Unterverzeichnis wie
deine-domain.de/shopliegt innerhalb derselben Installation und teilt sich deren Einstellungen. - Eine weitere Domain wie
dein-shop.deist eine eigene Registrierung mit eigenen Kosten und eigener Laufzeit.
Wie viele Subdomains dir zur Verfügung stehen, hängt vom Paket ab: 10 im Paket S, 20 im Paket M, ab Paket L unbegrenzt. Eigener Speicherplatz wird ihnen nicht zugewiesen - alle teilen sich den Speicher des Pakets.
Subdomain in Plesk anlegen
- In Plesk auf Websites & Domains gehen.
- Auf Subdomain hinzufügen klicken.
- Den Namen eintragen - also den Teil vor dem Punkt, etwa
shop. Erlaubt sind Buchstaben, Ziffern und Bindestriche; Umlaute und Unterstriche vermeidest du besser. - Die übergeordnete Domain auswählen, falls mehrere im Paket liegen.
- Das Dokumentenstammverzeichnis festlegen. Plesk schlägt einen Pfad vor, der sich am Namen orientiert - den kannst du übernehmen. Wichtig ist nur, dass er sich vom Verzeichnis der Hauptdomain unterscheidet.
- Speichern.
Danach ist die Subdomain in aller Regel binnen weniger Minuten erreichbar und zeigt eine Platzierungsseite an. Was du in ihr Verzeichnis legst - per FTP oder über den Dateimanager -, erscheint unter der neuen Adresse.
Wenn die Domain woanders registriert ist
Der Unterschied liegt beim DNS. Läuft deine Domain über unsere Nameserver, legt Plesk den nötigen Eintrag automatisch mit an - du musst nichts weiter tun.
Zeigt deine Domain dagegen nur per A-Record auf den Webspace, während die DNS-Verwaltung beim bisherigen Anbieter liegt, kennt dieser Anbieter deine neue Subdomain nicht. Dann trägst du sie dort selbst nach:
- Einen A-Record für den Namen der Subdomain anlegen, der auf dieselbe IP-Adresse zeigt wie deine Hauptdomain.
- Alternativ einen CNAME auf die Hauptdomain setzen - beides funktioniert.
Rechne auch hier mit Wartezeit: DNS-Änderungen greifen erst, wenn die alte Antwort aus den Zwischenspeichern gefallen ist. Die Details dazu stehen im Ratgeber Domain verbinden.
SSL-Zertifikat nicht vergessen
Eine Subdomain ist nicht automatisch vom Zertifikat der Hauptdomain abgedeckt. Ein Zertifikat für deine-domain.de gilt nicht für shop.deine-domain.de - Besucher bekämen dort eine Sicherheitswarnung.
Stell deshalb nach dem Anlegen ein eigenes Let's-Encrypt-Zertifikat für die Subdomain aus. Das ist kostenlos, in jedem Paket enthalten und dauert keine Minute. Voraussetzung ist, dass die Subdomain bereits erreichbar ist - die Zertifizierungsstelle prüft genau das.
Reihenfolge also: Subdomain anlegen, warten bis sie antwortet, Zertifikat ausstellen, dann erst Inhalte einrichten. Wer eine Anwendung installiert, bevor das Zertifikat steht, trägt sich die falschen Adressen in die Datenbank ein und muss sie hinterher korrigieren.
Wofür Subdomains sich lohnen
| Anwendungsfall | Warum als Subdomain |
|---|---|
| Testumgebung | Eine Kopie unter test. oder staging. lässt sich gefahrlos umbauen, ohne die Hauptseite anzufassen. |
| Zweites System | Shop, Forum oder Wiki laufen als eigene Anwendung mit eigener Datenbank und eigener PHP-Version. |
| Relaunch | Die neue Seite entsteht in Ruhe unter neu. und wird erst umgeschaltet, wenn sie fertig ist. |
| Baukasten neben CMS | Hauptdomain mit WordPress, Kampagnenseite mit dem Website Builder - beides parallel auf einem Paket. |
| Getrennte Zugriffe | Ein FTP-Konto, dessen Basisverzeichnis auf die Subdomain zeigt, sieht den Rest des Pakets nicht. |
Ein praktischer Vorteil im laufenden Betrieb: Die PHP-Version lässt sich pro Subdomain getrennt einstellen. Ein älteres Projekt, das eine bestimmte Version braucht, blockiert dadurch nicht das Update der Hauptseite.
Subdomain oder Unterverzeichnis?
Für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen gilt als Faustregel: Inhalte, die inhaltlich zur Hauptseite gehören, gehören auch in ein Unterverzeichnis. Ein Blog unter deine-domain.de/blog zahlt auf dieselbe Domain ein, während blog.deine-domain.de als eigenständiger Auftritt bewertet wird und sich seine Sichtbarkeit erst selbst erarbeiten muss.
Für eine Subdomain sprechen dagegen technische Gründe:
- Es ist eine eigene Anwendung mit eigener Datenbank
- Sie braucht eine andere PHP-Version
- Sie soll getrennt zugänglich oder getrennt gesichert sein
- Sie soll gar nicht gefunden werden - Testumgebungen etwa gehören per
robots.txtund Passwortschutz aus dem Index gehalten
Der letzte Punkt wird oft vergessen: Eine öffentlich erreichbare Testkopie wird indexiert wie jede andere Seite - und konkurriert dann mit der echten Seite um dieselben Inhalte. Schütze Testumgebungen über den Verzeichnisschutz in Plesk, dann erledigt sich das Problem von selbst.
Häufige Fragen
Subdomains in jedem Paket
Von 10 Subdomains im Paket S über 20 im Paket M bis unbegrenzt ab Paket L - angelegt werden sie in Plesk mit wenigen Klicks, ein Zertifikat inklusive.
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