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Website Builder nutzenDer Sitejet Builder in Plesk - Webseite bauen ohne Code

In jedem Webspace-Paket steckt ein vollwertiger Website-Baukasten: Der Sitejet Builder ist Teil von Plesk, kostet keinen Aufpreis und braucht keine gesonderte Lizenz. Diese Anleitung zeigt, wie du damit eine Seite aufsetzt, was beim Veröffentlichen passiert und wo die Grenzen des Baukastens liegen.

In Plesk enthaltenOhne AufpreisDrag & Drop

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Was der Website Builder ist

Der Website Builder ist ein grafischer Baukasten: Du wählst eine Vorlage, ersetzt Texte und Bilder und schiebst Bausteine an die richtige Stelle - Quelltext schreibst du dabei nicht. Er ist direkt in Plesk eingebaut, du musst also nichts installieren, nichts freischalten und nichts zusätzlich bezahlen.

Das unterscheidet ihn von einem klassischen CMS wie WordPress: Dort setzt du eine Anwendung auf deinem Webspace auf, die du anschließend selbst aktuell halten musst - Core, Theme und Plugins. Beim Baukasten entfällt diese Pflege komplett, dafür bist du auf das festgelegt, was der Builder mitbringt. Welcher Weg der passende ist, klärt der Vergleich Builder oder WordPress.

Typisch gut geeignet ist der Baukasten für:

  • Vereins-, Praxis- und Handwerkerseiten mit überschaubarem Umfang
  • Portfolios, Landing- und Visitenkartenseiten
  • Eine Übergangsseite, solange das eigentliche Projekt noch entsteht
  • Alle Fälle, in denen niemand da ist, der regelmäßig Updates einspielen möchte

Voraussetzung: die Domain muss stehen

Bevor du den Builder öffnest, sollte die Domain bereits auf den Webspace zeigen und ein Zertifikat aktiv sein. Der Grund ist derselbe wie bei einer CMS-Installation: Die fertige Seite verweist intern auf ihre eigene Adresse. Wird die erst danach umgestellt, stimmen die Verweise nicht mehr.

Die richtige Reihenfolge lautet also:

  1. Domain aufschalten und abwarten, bis sie tatsächlich auf den Webspace zeigt.
  2. Let's-Encrypt-Zertifikat ausstellen - das geht erst, wenn Schritt 1 durch ist.
  3. Erst dann den Website Builder öffnen.

Für einen Testlauf, der noch niemanden erreichen soll, ist eine Subdomain der bequemste Weg. Sie bekommt ein eigenes Zertifikat und lässt sich später löschen, ohne dass die Hauptseite etwas davon merkt.

Seite anlegen und bearbeiten

  1. In Plesk unter Websites & Domains die gewünschte Domain aufklappen.
  2. Den Eintrag für den Website Builder öffnen.
  3. Eine Vorlage auswählen. Es stehen über 140 Vorlagen bereit, nach Branchen sortiert - der Aufbau lässt sich danach ohnehin frei ändern, die Vorlage bestimmt vor allem Farbklima und Grundraster.
  4. Im Editor die Inhalte ersetzen: Texte direkt anklicken und überschreiben, Bilder austauschen, Abschnitte per Drag & Drop verschieben oder entfernen.
  5. Die Ansicht für Mobilgeräte prüfen. Der Editor hat dafür eine eigene Umschaltung - lange deutsche Wörter und mehrspaltige Abschnitte sehen auf dem Handy oft anders aus als gedacht.
  6. Speichern und veröffentlichen.

Speichern und Veröffentlichen sind zwei verschiedene Dinge: Gespeicherte Änderungen bleiben zunächst im Editor und sind für Besucher nicht sichtbar. Erst das Veröffentlichen schreibt sie auf den Webspace.

Was beim Veröffentlichen passiert

Deshalb gehört vor die erste Veröffentlichung immer ein Backup über den Plesk-Backup-Manager. Das gilt besonders, wenn du den Baukasten auf einer Domain ausprobieren willst, unter der schon etwas läuft. Wir legen keine automatischen Sicherungen für dich an - die Sicherung vorher ist deine.

Umgekehrt gilt dasselbe: Sobald eine Seite vom Builder verwaltet wird, sind Änderungen, die du per FTP an den Dateien vornimmst, beim nächsten Veröffentlichen wieder verschwunden. Der Builder ist die führende Quelle, nicht das Verzeichnis auf dem Webspace.

Grenzen des Baukastens

Ein Baukasten nimmt dir Arbeit ab, indem er Entscheidungen vorwegnimmt. Genau daraus entstehen seine Grenzen:

  • Kein Plugin-Ökosystem. Du nutzt die Funktionen, die der Builder mitbringt. Eine bestimmte Buchungs- oder Mitgliederverwaltung, wie es sie für WordPress als Erweiterung gibt, lässt sich nicht einfach nachrüsten.
  • Umzug ist keine Kopie. Eine Baukastenseite wandert nicht als Projektdatei zu einem anderen Anbieter. Was du mitnehmen kannst, sind die Inhalte - Texte und Bilder -, nicht der Aufbau.
  • Redaktionelle Arbeit im Team. Wer viele Beiträge von mehreren Personen pflegen lässt, ist mit einem CMS und dessen Rollen- und Rechteverwaltung meist besser bedient.
  • Eigener Code. Wer eigene PHP-Skripte einbinden oder tief ins Markup eingreifen will, arbeitet an einem Baukasten vorbei statt mit ihm.

Keiner dieser Punkte spricht grundsätzlich gegen den Builder - sie beschreiben nur, wann etwas anderes passender ist. Für eine fünfseitige Vereinsseite, die zweimal im Jahr aktualisiert wird, ist ein CMS mit monatlichem Update-Bedarf der deutlich mühsamere Weg.

Mehrere Seiten auf einem Paket

Der Builder ist nicht auf eine Seite beschränkt. Jede Domain und jede Subdomain deines Pakets kann eine eigene Baukastenseite bekommen - und du kannst beides mischen: die Hauptdomain mit WordPress, eine Subdomain wie info.deine-domain.de mit dem Builder.

Wie viele Domains und Subdomains dir zur Verfügung stehen, hängt vom Paket ab: Von 2 Domains und 10 Subdomains im Paket S bis zu unbegrenzt vielen ab Paket L. Der Speicherbedarf einer Baukastenseite ist dabei gering - was Platz belegt, sind fast immer die Bilder, nicht die Seite selbst.

Ein praktischer Hinweis zu Bildern: Lade sie in der Größe hoch, in der sie tatsächlich angezeigt werden. Ein 6-Megapixel-Foto aus der Kamera bremst die Seite spürbar aus - mehr dazu im Ratgeber Website beschleunigen.

Häufige Fragen

Ja. Der Sitejet Builder ist Bestandteil von Plesk und damit in jedem Webspace-Paket enthalten - auch im kleinsten. Es fällt kein Aufpreis an, du brauchst keine gesonderte Lizenz, und die Zahl der veröffentlichten Seiten ist nicht begrenzt.

Nein. Du wählst eine Vorlage, ersetzt Texte und Bilder und verschiebst Bausteine per Drag and Drop. HTML oder CSS musst du dafür nicht schreiben. Auch die Anpassung an Mobilgeräte übernimmt der Builder, du solltest das Ergebnis aber in der mobilen Ansicht kurz prüfen.

Ja, beim Veröffentlichen. Der Builder schreibt die fertige Seite in das Dokumentenstammverzeichnis der Domain, üblicherweise httpdocs, und ersetzt dabei den bisherigen Inhalt. Erstelle deshalb vorher ein Backup über den Plesk-Backup-Manager - besonders dann, wenn unter der Domain schon eine Seite läuft.

Ja, aber nicht auf derselben Domain. Du kannst die Hauptdomain mit WordPress betreiben und eine Subdomain mit dem Builder - oder umgekehrt. Innerhalb eines Verzeichnisses schließen sich beide aus, weil der Builder beim Veröffentlichen die vorhandenen Dateien ersetzt.

Die Inhalte ja, den Aufbau nicht. Texte und Bilder lassen sich übernehmen, das Layout musst du in WordPress neu aufbauen. Wer absehbar zu einem CMS wechseln will, sollte deshalb gleich dort anfangen - der Vergleich Builder oder WordPress hilft bei der Entscheidung.

Ja. Das kostenlose Let's-Encrypt-Zertifikat gilt für die Domain, unabhängig davon, womit die Seite erstellt wurde. Stelle es aus, bevor du die Seite veröffentlichst, damit von Anfang an alle Verweise auf HTTPS zeigen.

Baukasten ohne Aufpreis

Der Website Builder ist Bestandteil von Plesk und damit in jedem Webspace-Paket enthalten - auch im kleinsten. Es gibt keine gesonderte Baukasten-Gebühr und keine Begrenzung auf eine bestimmte Zahl veröffentlichter Seiten.

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