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Dateimanager oder FTP-Programm?
Beide Wege führen zu denselben Dateien - sie unterscheiden sich im Komfort:
- Dateimanager in Plesk. Läuft im Browser, ohne Installation. Ideal, um schnell eine Datei zu bearbeiten, Rechte zu prüfen oder ein Archiv zu entpacken. Für viele Dateien auf einmal wird er unhandlich.
- FTP-Programm. Ein eigenes Programm auf deinem Rechner, das eine dauerhafte Verbindung aufbaut. Die richtige Wahl, sobald ganze Verzeichnisse übertragen, Übertragungen fortgesetzt oder Dateien regelmäßig abgeglichen werden sollen.
Die Faustregel: Eine einzelne Datei ändern - Dateimanager. Eine Webseite hochladen - FTP-Programm. Beim Umzug einer bestehenden Seite führt an einem FTP-Programm ohnehin kein Weg vorbei.
Zugangsdaten und zusätzliche Konten
Für jedes Abonnement gibt es bereits einen Systembenutzer mit Dateizugriff - die Zugangsdaten findest du in Plesk unter Websites & Domains im Bereich FTP-Zugang. Zusätzliche Konten legst du dort ebenfalls an:
- FTP-Zugang öffnen und auf FTP-Konto hinzufügen klicken.
- Einen Namen für das Konto vergeben - er ist später der Benutzername.
- Das Basisverzeichnis festlegen. Das ist der entscheidende Punkt: Das Konto sieht ausschließlich dieses Verzeichnis und alles darunter.
- Ein eigenes Passwort setzen.
- Speichern.
Zusätzliche Konten sind kein Selbstzweck. Wenn eine Agentur oder ein Dienstleister an einem Projekt arbeitet, bekommt sie ein Konto, dessen Basisverzeichnis genau auf dieses Projekt zeigt - und damit keinen Zugriff auf die übrigen Domains des Pakets. Dein Hauptzugang bleibt davon unberührt.
Verbindung in FileZilla einrichten
FileZilla ist der verbreitetste kostenlose Client und für Windows, macOS und Linux verfügbar. Die Einrichtung läuft über den Servermanager, nicht über die Schnellverbindungsleiste - dort lassen sich die Verschlüsselungseinstellungen nämlich gar nicht setzen.
| Feld | Eintrag |
|---|---|
| Protokoll | FTP - File Transfer Protocol |
| Server | deine Domain, z.B. deine-domain.de |
| Port | 21 (Standard, kann leer bleiben) |
| Verschlüsselung | Explizites FTP über TLS erfordern |
| Verbindungsart | Normal |
| Benutzer | Name des FTP-Kontos |
| Passwort | zugehöriges Passwort |
| Übertragungsmodus | Passiv (unter Übertragungseinstellungen) |
Die Zeile zur Verschlüsselung ist die wichtigste. Steht dort Nur einfaches FTP verwenden, gehen Benutzername und Passwort im Klartext über die Leitung. Wähle deshalb ausdrücklich Explizites FTP über TLS erfordern - dann bricht die Verbindung lieber ab, als unverschlüsselt zu übertragen.
Beim ersten Verbindungsaufbau zeigt FileZilla das Zertifikat des Servers an. Setz den Haken bei Zukünftig diesem Zertifikat vertrauen, dann erscheint die Abfrage nur einmal.
Die Verzeichnisstruktur verstehen
Nach dem Verbinden landest du nicht direkt bei deiner Webseite, sondern eine Ebene darüber. Das irritiert beim ersten Mal - die wichtigsten Verzeichnisse:
| Verzeichnis | Inhalt |
|---|---|
httpdocs | Hier liegt deine Webseite. Was hier liegt, ist über die Domain erreichbar. |
logs | Zugriffs- und Fehlerprotokolle des Webservers |
tmp | Temporäre Dateien |
anon_ftp | Nur relevant, wenn anonymes FTP genutzt wird |
Die Regel dahinter: Nur was in httpdocs liegt, ist aus dem Internet erreichbar. Eine Datei eine Ebene darüber kann niemand über den Browser abrufen - was praktisch ist, wenn du etwa eine Konfigurationsdatei oder eine Sicherung dort ablegen willst.
Ein Nachsatz zu Sicherungen: Eine Kopie auf demselben Webspace ist keine echte Sicherung. Zieh dein Backup über den Plesk-Backup-Manager und lade eine Fassung auf deinen eigenen Rechner herunter - automatische Sicherungen legen wir nicht für dich an.
Subdomains und weitere Domains
Legst du in Plesk eine Subdomain oder eine weitere Domain an, bekommt sie ein eigenes Dokumentenstammverzeichnis. Je nach Einstellung liegt es innerhalb von httpdocs - etwa httpdocs/shop - oder als eigener Zweig daneben.
Welcher Pfad tatsächlich gilt, steht in Plesk bei der jeweiligen Domain unter den Hosting-Einstellungen im Feld Dokumentenstamm. Dieser Blick lohnt sich vor dem ersten Upload: Dateien im falschen Verzeichnis sind der häufigste Grund dafür, dass nach dem Hochladen weiterhin die alte Seite oder eine Platzhalterseite erscheint.
Wenn die Verbindung nicht klappt
- Zeitüberschreitung beim Verzeichnislisting. Fast immer der aktive statt passive Übertragungsmodus. Stell in den Übertragungseinstellungen der Verbindung auf Passiv um.
- Anmeldung fehlgeschlagen (530). Benutzername oder Passwort stimmen nicht. Achte darauf, den Namen des FTP-Kontos zu verwenden, nicht deine E-Mail-Adresse und nicht den Plesk-Login.
- Verbindung wird sofort geschlossen. Häufig blockiert eine lokale Firewall oder ein Virenscanner die Datenverbindung. Zum Test kurz deaktivieren - und wenn es daran lag, eine Ausnahme für das FTP-Programm eintragen.
- Zertifikatswarnung bei jedem Verbindungsaufbau. Der Haken zum dauerhaften Vertrauen wurde nicht gesetzt. Einmal korrekt bestätigen, dann ist Ruhe.
- Upload läuft, aber die Seite ändert sich nicht. Meist das falsche Verzeichnis - prüfe, ob die Dateien wirklich unter dem Dokumentenstamm der richtigen Domain gelandet sind. Zweithäufigste Ursache ist ein Zwischenspeicher, siehe Website beschleunigen.
- Fehler 550 beim Schreiben. Keine Schreibrechte im Zielverzeichnis oder das Basisverzeichnis des Kontos endet oberhalb davon. Beides prüfst du in Plesk beim FTP-Konto.
Häufige Fragen
Dateizugriff in jedem Paket
FTP-Zugang und Dateimanager gehören zu Plesk und sind in allen Webspace-Paketen enthalten - inklusive der Möglichkeit, zusätzliche Konten mit eingeschränktem Zugriff anzulegen.
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