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Webspace-Anbieter vergleichenDie Kriterien, auf die es wirklich ankommt

Webhosting-Vergleiche drehen sich meist um den Preis im ersten Jahr - also genau um die Zahl, die am wenigsten aussagt. Dieser Ratgeber zeigt, welche Kriterien den Unterschied machen, welche Fallstricke in Tarifen stecken und wo MainHoster.de steht, auch dort, wo wir nicht vorn liegen.

EntscheidungshilfeOhne RankingAuch unsere Schwächen

Der Preis im ersten Jahr sagt am wenigsten aus

Im deutschen Webhosting-Markt ist der beworbene Einstiegspreis fast immer ein Aktionspreis. Üblich sind Modelle mit stark reduzierten ersten Monaten und einer Mindestlaufzeit von zwölf oder vierundzwanzig Monaten, nach deren Ablauf der reguläre Preis greift - der oft ein Vielfaches beträgt. Wer den Anbieter dann wechseln will, muss die Kündigungsfrist im Blick behalten.

Rechne beim Vergleich deshalb konsequent mit dem regulären Preis über 24 Monate, nicht mit dem Werbepreis. Achte zusätzlich auf Einrichtungsgebühren, auf die Frage, ob eine kostenlose Domain nach Ablauf der Aktion kostenpflichtig wird, und auf die Kündigungsfrist.

Die Kriterien, die im Alltag zählen

KriteriumWorauf du achten solltest
VertragsmodellMindestlaufzeit, Kündigungsfrist, automatische Verlängerung, Preis nach Ablauf der Aktion
SpeicherNVMe-SSD oder ältere Technik; ob Web- und Mailspeicher getrennt gezählt werden
PHP-VersionenWerden aktuelle Versionen angeboten und lassen sie sich pro Domain selbst umstellen?
Datenbank & ProtokollMariaDB oder MySQL, und wird mindestens HTTP/2 ausgeliefert?
BackupsAutomatisch durch den Anbieter, selbst gesteuert oder gar nicht? Wie viele Stände, wie lange aufbewahrt?
VerwaltungEtabliertes Panel wie Plesk oder eine hauseigene Oberfläche - Letzteres macht einen späteren Wechsel schwerer
Domains & DatenbankenWie viele Projekte passen ins Paket? Häufiger der Engpass als der Speicher
SupportErreichbarkeit, Sprache, und ob überhaupt ein Mensch antwortet
ServerstandortDeutschland, EU oder außerhalb - relevant für DSGVO und Latenz

Speicher: die meistgenannte, am wenigsten relevante Zahl

Große Anbieter werben mit dreistelligen Gigabyte-Angaben. In der Praxis belegt eine typische WordPress-Seite ein bis fünf Gigabyte - der Rest ist Werbefläche. Deutlich häufiger zum Engpass werden die Nebengrenzen: wie viele Domains zuweisbar sind, wie viele Datenbanken enthalten sind und wie groß eine einzelne Datei beim Upload sein darf.

Ein zweiter Punkt, der selten auffällt: Bei manchen Anbietern teilen sich Webseite und Postfächer denselben Speichertopf. Ein über Jahre gewachsenes Mailarchiv frisst dann den Platz für die Webseite. Prüfe deshalb, ob beide Kontingente getrennt ausgewiesen sind. Konkrete Anhaltspunkte für den tatsächlichen Bedarf stehen im Ratgeber Wie viel Webspace brauche ich?.

Backups: der Punkt, den man erst im Ernstfall versteht

Hier unterscheiden sich Anbieter grundlegend, und die Werbeaussage „Backups inklusive" verrät wenig. Die entscheidenden Fragen: Wie viele Stände werden aufbewahrt und wie lange? Kannst du selbst wiederherstellen oder musst du dafür ein Ticket schreiben? Und deckt die Sicherung auch die Datenbank und die Postfächer ab - oder nur die Dateien?

Wichtiger als jede dieser Antworten ist allerdings, ob du die Wiederherstellung schon einmal ausprobiert hast. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung, kein Sicherheitsnetz.

Panel und Wechselbarkeit

Ein unterschätztes Kriterium: Läuft die Verwaltung über ein etabliertes Panel wie Plesk oder über eine hauseigene Oberfläche? Etablierte Panels bringen standardisierte Export- und Importfunktionen mit, mit denen sich ein Umzug zu einem anderen Anbieter deutlich einfacher durchführen lässt.

Bei proprietären Oberflächen ist das Bedienkonzept oft schlanker, der Weg nach draußen aber steiniger - Konfigurationen, Mailkonten und Automatisierungen müssen dann von Hand nachgebaut werden. Wer sich nicht auf Jahre festlegen will, fährt mit einem Standard-Panel besser.

Wo MainHoster.de steht

Der Vollständigkeit halber und ohne Schönfärberei:

Unsere Stärken. Vollständig prepaid ohne Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist oder automatische Verlängerung - der Preis ist vom ersten Monat an derselbe, es gibt keinen Aktionsrabatt, der später umschlägt. Verwaltung über Plesk Obsidian mit vollem Funktionsumfang, also WordPress Toolkit inklusive Staging, Aufgabenplaner für Cronjobs, Git-Anbindung und alle aktuellen PHP-Versionen zum selbst Umstellen. Technisch: NVMe-SSD-Speicher im RAID 1, MariaDB als Datenbanksystem, Auslieferung über nginx mit HTTP/2, kostenloses SSL, Web- und Mailspeicher getrennt gezählt, DDoS-Schutz bis 250 GBit/s, Serverstandort ausschließlich Deutschland. Bereitstellung in rund 120 Sekunden, Support rund um die Uhr über das Ticketsystem.

Wo andere mehr bieten. Wir erstellen keine automatischen Backups - die Sicherung liegt bei dir, allerdings mit dem vollständigen Plesk-Backup-Manager als Werkzeug. Große Anbieter werben mit deutlich höheren Speichermengen und mit einer garantierten Verfügbarkeit als Zusage; eine solche Zahl nennen wir bewusst nicht. HTTP/3 bieten wir derzeit nicht an, ebenso wenig ein integriertes CDN, einen Malware-Scanner oder einen Website-Baukasten. Und wir sind ein kleiner Anbieter - wer Konzernstrukturen, Telefon-Hotline und Auszeichnungen als Auswahlkriterium braucht, ist bei den großen Häusern richtiger aufgehoben.

Für wen wir passen. Für alle, die eine überschaubare Zahl von Webseiten betreiben, kein Interesse an Vertragslaufzeiten haben, ihre Umgebung selbst in der Hand behalten wollen und Wert auf einen deutschen Serverstandort legen.

So gehst du beim Vergleich praktisch vor

  1. Bedarf festlegen, bevor du Tarife ansiehst. Wie viele Webseiten, wie viele Postfächer, welches CMS? Ohne diese drei Antworten vergleichst du Zahlen ohne Bezug.
  2. Auf 24 Monate rechnen. Regulärer Preis, Einrichtungsgebühr, Domainkosten nach Ablauf der Aktion.
  3. Die Nebengrenzen prüfen. Domains, Datenbanken, Upload-Größe, getrennter Mailspeicher.
  4. Backup- und Ausstiegsfrage stellen. Wie komme ich wieder raus, und wie komme ich an meine Daten?
  5. Den Support testen. Stell vor der Bestellung eine konkrete Frage und schau, wie und wie schnell geantwortet wird. Das ist aussagekräftiger als jede Bewertungsskala.

Häufige Fragen

Auf das Vertragsmodell. Der beworbene Einstiegspreis ist meist ein Aktionspreis mit Mindestlaufzeit, nach deren Ablauf ein deutlich höherer Regelpreis greift. Rechne deshalb konsequent mit dem regulären Preis über 24 Monate und prüfe Einrichtungsgebühr, Kündigungsfrist und die Kosten der Domain nach Ablauf der Aktion.

Nein. Eine typische WordPress-Seite belegt ein bis fünf Gigabyte - dreistellige Angaben sind für die meisten Projekte Werbefläche. Häufiger zum Engpass werden die Anzahl zuweisbarer Domains, die Zahl der Datenbanken und die maximale Upload-Größe. Achte außerdem darauf, ob Web- und Mailspeicher getrennt gezählt werden.

Du lädst Guthaben auf und bezahlst damit die gebuchte Laufzeit. Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit, keine automatische Verlängerung und keine Kündigungsfrist - läuft das Guthaben aus, endet der Dienst. Damit entfallen auch Mahnungen und Zahlungserinnerungen, dafür musst du selbst rechtzeitig aufladen.

Für die DSGVO ist er das zentrale Kriterium: Bei einem Standort in Deutschland gilt deutsches Datenschutzrecht und es findet keine Übermittlung in Drittstaaten statt. Technisch wirkt sich der Standort auf die Latenz aus - für deutschsprachige Zielgruppen ist ein Server in Deutschland spürbar näher als einer in Übersee.

Das hängt stark vom eingesetzten Panel ab. Etablierte Oberflächen wie Plesk bringen standardisierte Export- und Importfunktionen mit, sodass Dateien, Datenbanken und Postfächer übertragbar bleiben. Bei hauseigenen Oberflächen muss oft von Hand nachgebaut werden. Der Ablauf eines Umzugs ist im Ratgeber zum Webseiten-Umzug beschrieben.

Prepaid statt Aktionspreis

Bei uns gibt es keinen Lockpreis, der nach zwölf Monaten umschlägt: Du zahlst von Anfang an denselben Betrag, prepaid und ohne Mindestlaufzeit. Was das im Detail bedeutet, steht unten.

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