Voraussetzungen
Für eine WordPress-Installation brauchst du drei Dinge: einen Webspace, eine Domain, die auf diesen Webspace zeigt, und einen Zugang zu Plesk. Alle drei bekommst du nach der Bestellung automatisch - der Webspace wird in rund 120 Sekunden bereitgestellt, den Plesk-Zugang erreichst du anschließend direkt aus dem Kundeninterface.
Eine Datenbank musst du vorab nicht anlegen. Das WordPress Toolkit erstellt Datenbank und Datenbankbenutzer während der Installation selbst. Wie du die Domain aufschaltest, erklärt der Ratgeber Domain mit dem Webspace verbinden.
Speicherbedarf: Eine frische WordPress-Installation belegt rund 100 MB. Der Platz wird erst durch Bilder, Plugins und Backups relevant - Anhaltspunkte dazu im Ratgeber Wie viel Webspace brauche ich?.
Installation über das WordPress Toolkit
- In Plesk anmelden und links im Menü WordPress öffnen.
- Auf Installieren klicken.
- Die Domain auswählen, unter der WordPress laufen soll. Soll die Seite direkt unter
deinedomain.deerreichbar sein, muss das Verzeichnis-Feld leer bleiben - ein Eintrag wieblogwürde die Installation nachdeinedomain.de/bloglegen. - Website-Titel, Sprache und die Zugangsdaten für den Administrator festlegen. Vergib hier bewusst keinen Benutzernamen wie
adminund ein langes, zufälliges Passwort - beides ist die häufigste Angriffsfläche bei WordPress. - Unter den erweiterten Einstellungen kannst du die PHP-Version prüfen. Für eine neue Installation nimmst du die aktuellste angebotene Version.
- Auf Installieren klicken. Nach etwa einer Minute ist die Seite erreichbar und erscheint als Karte in der Toolkit-Übersicht.
Die ersten Schritte nach der Installation
Drei Einstellungen solltest du direkt erledigen, bevor du mit den Inhalten anfängst:
- SSL aktivieren und erzwingen. Das kostenlose Zertifikat von Let's Encrypt richtest du in Plesk ein; anschließend stellst du in WordPress unter Einstellungen > Allgemein beide Adressen auf
https://um. Details im Ratgeber SSL-Zertifikat einrichten. - Permalinks umstellen. Unter Einstellungen > Permalinks von der Standard-Einstellung auf Beitragsname wechseln. Sprechende URLs sind für Suchmaschinen deutlich besser und lassen sich später nur mit Weiterleitungen ändern.
- Suchmaschinen freigeben. Prüfe unter Einstellungen > Lesen, dass die Option „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren" nicht gesetzt ist - sonst bleibt die fertige Seite unsichtbar.
Updates, Absicherung und Staging
Die eigentliche Stärke des WordPress Toolkits zeigt sich nach der Installation. In der Karte deiner Seite findest du unter anderem:
- Updates: Core, Themes und Plugins lassen sich zentral aktualisieren, auf Wunsch automatisch. Sicherheitsupdates des Cores solltest du in jedem Fall automatisch einspielen lassen.
- Absicherung: Eine Prüfung listet typische Schwachstellen auf - etwa erreichbare Konfigurationsdateien oder eine aktive Datei-Bearbeitung im Backend - und behebt sie auf Klick.
- Klonen: Damit erstellst du eine vollständige Kopie deiner Seite, üblicherweise auf einer Subdomain. Auf dieser Staging-Kopie testest du größere Updates, ein neues Theme oder einen Plugin-Wechsel, ohne die Live-Seite zu gefährden.
- Daten kopieren: Getestete Änderungen überträgst du anschließend von der Kopie zurück auf die Live-Seite.
Vor jedem größeren Eingriff gilt trotzdem: erst ein Backup ziehen. Wie das über den Plesk-Backup-Manager funktioniert, steht im Ratgeber Backup erstellen und einspielen.
Manuelle Installation als Alternative
Wenn du eine bestehende Installation übernimmst oder bewusst alles selbst kontrollieren willst, geht auch der klassische Weg:
- WordPress von de.wordpress.org herunterladen und entpacken.
- In Plesk unter Datenbanken eine neue MySQL-Datenbank samt Benutzer anlegen und die Zugangsdaten notieren (siehe Datenbank anlegen).
- Die Dateien per FTP oder über den Dateimanager in das Dokumentenstammverzeichnis der Domain hochladen - üblicherweise
httpdocs. - Die Domain im Browser aufrufen. Der WordPress-Installationsassistent fragt die Datenbankdaten ab und schreibt die
wp-config.phpselbst.
Manuell installierte Seiten kannst du in Plesk nachträglich ins WordPress Toolkit aufnehmen und danach genauso komfortabel verwalten.
Typische Fehler und ihre Ursache
- „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung": Datenbankname, Benutzer oder Passwort in der
wp-config.phpstimmen nicht. Als Host gehört in aller Regellocalhostins Feld. - Weiße Seite nach einem Update: Meist ein Plugin- oder Theme-Konflikt. Benenne den betroffenen Plugin-Ordner per FTP um - damit wird das Plugin deaktiviert und das Backend wieder erreichbar.
- Speicherfehler oder Abbrüche beim Import: Memory-Limit und maximale Upload-Größe lassen sich in Plesk in den PHP-Einstellungen der Domain anheben.
- Gemischte Inhalte trotz SSL: In der Datenbank stehen noch alte
http://-Adressen. Ein Such-und-Ersetzen-Plugin oder ein SQL-Update über phpMyAdmin räumt das auf.
Häufige Fragen
Webspace für WordPress
Alle Webspace-Pakete enthalten Plesk mit dem WordPress Toolkit, NVMe-SSD-Speicher und ein kostenloses SSL-Zertifikat. Für eine typische WordPress-Seite reicht bereits das Paket S.
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