Privatkunde Geschäftskunde

Website Builder oder WordPress?Zwei Wege zur eigenen Seite - und wann welcher passt

Auf dem Webspace stehen beide Wege offen: der Baukasten in Plesk oder eine WordPress-Installation. Beide sind ohne Aufpreis nutzbar, beide führen zu einer ordentlichen Webseite - der Unterschied liegt im Aufwand danach. Diese Entscheidungshilfe zeigt, welcher Weg zu welchem Vorhaben passt.

EntscheidungshilfeBeides inklusiveOhne Aufpreis

Veröffentlicht am

Die eine Frage, die alles entscheidet

Beim Vergleich von Baukasten und CMS wird meist über Funktionen geredet. Das führt in die Irre, denn beide können mehr, als die allermeisten Projekte je brauchen. Die Frage, an der die Entscheidung tatsächlich hängt, lautet:

Wer kümmert sich in zwei Jahren um diese Seite - und wie oft?

WordPress ist Software, die auf deinem Webspace läuft. Software bekommt Updates, und Updates müssen eingespielt werden: Core, Theme und jedes Plugin. Passiert das über Monate nicht, wird die Seite zum Sicherheitsrisiko - nicht theoretisch, sondern regelmäßig und automatisiert ausgenutzt. Der Baukasten kennt dieses Problem nicht, weil du dort keine Software betreibst.

Wer diese Frage ehrlich beantwortet, hat die Entscheidung meist schon getroffen. Eine Vereinsseite, um die sich niemand hauptamtlich kümmert, ist im Baukasten besser aufgehoben als in einem CMS, das gepflegt werden müsste und es nicht wird.

Direkter Vergleich

KriteriumWebsite BuilderWordPress
EinstiegVorlage wählen, Texte ersetzenInstallation, Theme, Grundeinstellungen
Laufende Pflegekeine technischen UpdatesCore, Theme und Plugins regelmäßig
Erweiterbarkeitauf den Funktionsumfang begrenztsehr groß über Plugins
Redaktion im TeameingeschränktRollen und Rechte eingebaut
Blog mit vielen Beiträgenmöglich, nicht die StärkeKerndisziplin
Eigener Codeneinja, bis auf PHP-Ebene
Umzug zu anderem AnbieterInhalte ja, Aufbau neinvollständig, als Datei- und Datenbankkopie
Datenbank nötigneinja, eine je Installation
Kosten bei unsim Paket enthaltenim Paket enthalten

Die letzte Zeile ist wichtig, weil sie anderswo oft anders aussieht: Bei uns kostet weder der Baukasten noch das WordPress Toolkit einen Aufpreis. Die Entscheidung ist damit rein inhaltlich, nicht finanziell.

Nimm den Website Builder, wenn ...

  • die Seite überschaubar bleibt - Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum
  • sie ein paarmal im Jahr aktualisiert wird, nicht wöchentlich
  • niemand da ist, der zuverlässig Updates einspielt
  • du schnell online sein willst und Gestaltung wichtiger ist als Funktionsumfang
  • es eine Landing- oder Übergangsseite ist, die ohnehin nicht ewig steht

Typische Fälle: Handwerksbetrieb, Praxis, Kanzlei, Verein, Portfolio, Restaurant mit Speisekarte. Die Anleitung dazu steht im Ratgeber Website Builder nutzen.

Nimm WordPress, wenn ...

  • regelmäßig Beiträge erscheinen und die Seite als Blog oder Magazin funktioniert
  • mehrere Personen mit unterschiedlichen Rechten Inhalte pflegen
  • du eine bestimmte Erweiterung brauchst - Shop, Buchung, Mitgliederbereich, Formularlogik
  • die Seite mitwachsen soll und du dich nicht früh festlegen willst
  • du den Umzug zu einem anderen Anbieter jederzeit offenhalten möchtest

Das WordPress Toolkit in Plesk nimmt dabei einen guten Teil des Pflegeaufwands ab: Updates lassen sich automatisieren, und über die Klon-Funktion legst du eine Staging-Kopie an, auf der du Änderungen testest, bevor sie live gehen. Wenn doch etwas schiefgeht, hilft der Ratgeber WordPress-Fehler beheben weiter.

Rechne bei WordPress eine Datenbank pro Installation ein. Je nach Paket stehen dir 5 bis 40 zur Verfügung - bei mehreren Projekten wird das eher knapp als der Speicherplatz, siehe Wie viel Webspace brauche ich.

Der Mittelweg: beides parallel

Du musst dich nicht für eine Variante entscheiden - nur pro Domain beziehungsweise Subdomain. Auf einem Paket können beide nebeneinander laufen, und das ist häufiger sinnvoll, als es klingt:

  • Hauptdomain mit WordPress als Blog, eine Subdomain mit dem Baukasten für eine Kampagnenseite
  • Baukastenseite als schneller Start, WordPress parallel auf einer Subdomain aufbauen und später umschalten
  • Firmenseite im Baukasten, Kundenbereich oder Shop in WordPress

Was nicht geht, ist beides im selben Verzeichnis: Der Baukasten ersetzt beim Veröffentlichen den Inhalt des Dokumentenstammverzeichnisses. Eine WordPress-Installation, die dort liegt, wäre danach überschrieben - deshalb vorher immer ein Backup ziehen.

Und wenn die Entscheidung falsch war?

Der Wechsel ist in beide Richtungen möglich, aber unterschiedlich aufwendig.

Von WordPress zum Baukasten ist der einfachere Weg: Inhalte liegen als Text und Bild vor, du baust die Seite im Builder neu auf. Das ist bei einer kleinen Seite eine Abendaufgabe.

Vom Baukasten zu WordPress bedeutet ebenfalls Neuaufbau des Layouts - eine Baukastenseite lässt sich nicht als Theme exportieren. Die Inhalte übernimmst du per Kopieren und Einfügen, die Bilder lädst du erneut hoch.

In beiden Fällen gilt: Leg die neue Fassung zuerst auf einer Subdomain an, prüfe sie in Ruhe und schalte erst dann um. So bleibt die bestehende Seite bis zum letzten Moment erreichbar - dasselbe Prinzip wie beim Anbieterwechsel.

Häufige Fragen

Der Website Builder. Du wählst eine Vorlage und ersetzt Inhalte, technische Pflege entfällt vollständig. WordPress ist mächtiger, verlangt dafür aber regelmäßige Updates von Core, Theme und Plugins - und genau daran scheitern Seiten, um die sich niemand dauerhaft kümmert.

Nein. Sowohl das WordPress Toolkit als auch der Website Builder sind Teil von Plesk und in jedem Webspace-Paket enthalten. Die Wahl zwischen beiden ist damit eine rein inhaltliche Entscheidung.

Möglich ja, ideal nein. Sobald regelmäßig Beiträge erscheinen, Kategorien und Archive gebraucht werden oder mehrere Personen schreiben, spielt WordPress seine Stärken aus. Für eine Seite mit gelegentlichen Neuigkeiten reicht der Baukasten.

Ja, aber das Layout muss jeweils neu aufgebaut werden - eine Baukastenseite lässt sich nicht als WordPress-Theme exportieren und umgekehrt. Die Inhalte übernimmst du manuell. Bau die neue Fassung am besten auf einer Subdomain auf und schalte erst nach dem Testen um.

Nein. Der Baukasten kommt ohne Datenbank aus, WordPress braucht eine je Installation. Bei mehreren Projekten auf einem Paket ist das ein Punkt, den man einplanen sollte: Je nach Paket stehen 5 bis 40 Datenbanken zur Verfügung.

Beides in jedem Paket enthalten

Website Builder und WordPress Toolkit sind beide Teil von Plesk und in jedem Webspace-Paket enthalten. Du musst dich beim Bestellen nicht festlegen - und kannst beide auf demselben Paket parallel betreiben.

Webspace-Pakete & Preise ansehen