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Terraria Server-BefehleKonsole in Vanilla - und was TShock zusätzlich kann

Terraria unterscheidet strikt zwischen zwei Welten: In Vanilla gibt es Befehle ausschließlich in der Serverkonsole, im Spiel selbst keine. Erst TShock bringt echte Ingame-Adminbefehle mit. Wer das nicht weiß, sucht lange nach einem Kick-Befehl, den es an dieser Stelle gar nicht gibt. Dieser Ratgeber trennt beides sauber.

Konsole statt ChatVanilla-ReferenzTShock als Erweiterung

Veröffentlicht am · zuletzt aktualisiert am

Der entscheidende Unterschied

Ein Vanilla-Terraria-Server kennt keine Ingame-Adminbefehle. Es gibt keinen Chat-Befehl zum Kicken, keine Rechteverwaltung und keinen Operator-Status. Alles läuft über die Serverkonsole im Webinterface.

Das hat eine praktische Folge: Um jemanden zu kicken, musst du an die Konsole - nicht ins Spiel. Wer Adminfunktionen aus dem Spiel heraus will, braucht TShock.

VanillaTShock
Befehle in der Konsolejaja
Befehle im Spielneinja
Benutzerkonten & Rechteneinja
Whitelistneinja
Regionen & Grief-Schutzneinja

Die Vanilla-Konsolenbefehle

Diese Befehle gibst du in der Serverkonsole im Webinterface ein - ohne Schrägstrich davor:

BefehlWirkung
helpListe aller verfügbaren Befehle
playingverbundene Spieler anzeigen
say <Text>Nachricht an alle senden
saveWelt sofort speichern
exitWelt speichern und Server beenden
kick <Spieler>Spieler trennen
ban <Spieler>Spieler sperren (Eintrag in der Bannliste)
password <Wort>Serverpasswort im laufenden Betrieb setzen
motdBegrüßungsnachricht anzeigen
time / dawn / noon / dusk / midnightUhrzeit abfragen und setzen
settleFlüssigkeiten zur Ruhe kommen lassen
versionServerversion anzeigen

Besonders nützlich im Alltag sind save vor einer Sicherung und exit zum sauberen Herunterfahren - siehe Backups erstellen. Und settle, wenn nach einem großen Bauprojekt Wasser und Lava endlos weiterfließen und den Server beschäftigen.

Ein Hinweis zu password: Der Befehl ändert das Passwort nur für die laufende Sitzung. Dauerhaft gehört es in die serverconfig.txt, siehe Server privat machen.

Befehle richtig eingeben

Die Konsole erwartet den Befehl ohne führenden Schrägstrich - also kick, nicht /kick. Die Antwort des Servers erscheint direkt unter deiner Eingabe, zwischen dem, was der Server ohnehin protokolliert: Beitritte, Verbindungsabbrüche und Speichervorgänge.

Bei allem, was einen Spielernamen erwartet, entscheidet die Schreibweise. Terraria erlaubt Leerzeichen, Umlaute und Sonderzeichen in Charakternamen, und genau daran scheitert kick am häufigsten: Passt der Name nicht exakt, meldet der Server keinen Fehler, sondern tut schlicht nichts. Ruf deshalb vorher playing auf und übernimm den Namen zeichengenau aus der Ausgabe.

  • kick trennt nur die Verbindung - der Spieler kann sofort wieder beitreten. Gedacht als Warnung, nicht als Sperre.
  • ban trennt und schreibt zusätzlich einen Eintrag in die Bannliste, die in der serverconfig.txt über den banlist-Eintrag festgelegt ist.
  • say erscheint bei allen im Chat als Servernachricht - der einzige Weg, aus der Konsole heraus ins Spiel hinein zu sprechen.

Eine Sperre nimmst du in Vanilla zurück, indem du die betreffende Zeile aus der über banlist referenzierten Datei entfernst und den Server neu startest. Der Weg über die Datei funktioniert unabhängig davon, welche Konsolenbefehle deine Serverversion mitbringt. Auf einem TShock-Server läuft dasselbe über die Benutzerverwaltung.

Drei Abläufe aus dem Alltag

Einzelne Befehle sind schnell nachgeschlagen - nützlich werden sie in Kombination. Diese drei Abläufe decken den Großteil dessen ab, wofür die Konsole im Alltag überhaupt gebraucht wird.

  1. Sicherung ohne Neustart. Mit say kurz ankündigen, dann save ausführen und erst danach die Weltdatei per WebFTP oder SFTP herunterladen. Ohne das save erwischst du den Stand des letzten automatischen Speicherns statt des aktuellen - Sicherungen sind bei uns durchgehend Self-Service, siehe Backups erstellen.
  2. Sauber herunterfahren. say als Vorwarnung, kurz warten, dann exit. Der Befehl speichert die Welt und beendet den Server; starten kannst du ihn anschließend wieder im Panel. Wer den Prozess stattdessen hart beendet, riskiert den Stand von vor dem letzten Speichern.
  3. Server wird nach einem Bauprojekt träge. settle ausführen, die Rückmeldung abwarten, danach save. Fließende Flüssigkeiten werden dauerhaft berechnet, auch wenn niemand in der Nähe ist.

Vor einem Versionswechsel gehören die ersten beiden zusammen: erst sichern, dann sauber beenden, dann aktualisieren - die vollständige Reihenfolge steht in Server updaten. Und wenn im Anschluss eine andere Welt laufen soll, lädst du sie hoch und trägst sie in der Konfiguration ein, beschrieben unter Welt hochladen.

Was TShock zusätzlich bringt

TShock ersetzt den Vanilla-Server und bringt ein vollständiges Verwaltungssystem mit. Die Befehle gibst du dort im Spiel mit vorangestelltem Schrägstrich ein, nachdem du dich angemeldet hast.

  • Benutzerkonten statt anonymer Spieler - jeder meldet sich mit eigenem Konto an.
  • Gruppen und Rechte, fein abstufbar bis zum einzelnen Befehl.
  • Regionen, die vor fremdem Zugriff geschützt sind.
  • Whitelist - die es in Vanilla gar nicht gibt.
  • Plugins, die weitere Befehle mitbringen.

Die erste Anmeldung und der Weg zum Superadmin sind in TShock einrichten beschrieben. Wichtig: Auf einem TShock-Server bleibt die Serverkonsole zusätzlich nutzbar - du hast also beide Wege.

Was auf einem tModLoader-Server gilt

Ein tModLoader-Server verhält sich in dieser Frage wie Vanilla: Konsolenbefehle ja, Ingame-Adminbefehle nein. Einzelne Mods können eigene Befehle mitbringen, das ist aber Sache der jeweiligen Mod und nicht Teil des Servers.

TShock und tModLoader lassen sich nicht kombinieren - es sind zwei verschiedene Servervarianten. Wer Mods und eine ausgebaute Verwaltung will, muss sich entscheiden. Die Abgrenzung steht in Verbindungsprobleme und in tModLoader & Calamity.

Häufige Fragen

In Vanilla nicht. Ein Vanilla-Terraria-Server kennt Befehle ausschließlich in der Serverkonsole, im Spiel gibt es weder Kick-Befehl noch Rechteverwaltung. Echte Ingame-Befehle bringt erst TShock mit.

Auf einem Vanilla-Server über die Serverkonsole im Webinterface mit kick und dem Spielernamen. Auf einem TShock-Server geht das zusätzlich im Spiel, nachdem du dich als Admin angemeldet hast.

Er lässt Wasser und Lava zur Ruhe kommen. Nach großen Bauprojekten fließen Flüssigkeiten manchmal endlos weiter und beschäftigen den Server - settle beendet das.

Nein, das sind zwei getrennte Servervarianten. TShock erweitert den Vanilla-Server um Verwaltung, tModLoader lädt stattdessen Mods - du entscheidest dich beim Aufsetzen für einen der beiden Wege.

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