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Serverpasswort setzen
Der wirksamste und einfachste Schutz. Der Wert steht in der serverconfig.txt:
password=deinPasswort
Danach fragt Terraria beim Beitritt danach. Wichtig für den Ablauf: Das Spiel fragt Adresse, Port und Passwort nacheinander in getrennten Feldern ab - das Passwort gehört also nicht an die Adresse angehängt. Der Weg im Detail steht in Server beitreten.
- Änderungen an der Datei nur bei gestopptem Server - sonst überschreibt er sie beim Beenden.
- Für eine schnelle Änderung im laufenden Betrieb gibt es den Konsolenbefehl
password. Er gilt aber nur für die laufende Sitzung, siehe Server-Befehle. - Ein leeres
password=bedeutet: offen für alle, die die Adresse haben.
Passwort wechseln und weitergeben
Ein Serverpasswort ist kein Kontopasswort - es wird geteilt, und geteilte Geheimnisse veralten. Für den Wechsel gibt es zwei Wege mit unterschiedlicher Reichweite:
- Dauerhaft: Server stoppen,
password=in der serverconfig.txt ändern, Server starten. Nur so übersteht die Änderung den nächsten Neustart. - Sofort: der Konsolenbefehl
passwordim laufenden Betrieb. Er wirkt ab dem nächsten Beitrittsversuch, überlebt aber keinen Neustart - danach gilt wieder der Wert aus der Datei.
In der Praxis nutzt man beides nacheinander: erst den Konsolenbefehl, damit die Änderung sofort greift, und beim nächsten geplanten Neustart die Datei nachziehen. Wer nur den Befehl absetzt, wundert sich später, warum das alte Passwort plötzlich wieder funktioniert.
Ein Punkt, den man dabei leicht übersieht: Das Passwort steht im Klartext in der Konfigurationsdatei. Jeder, dem du WebFTP- oder SFTP-Zugang gibst, kann es lesen - Dateizugriff ist immer auch Zugriff auf die Zugangsdaten des Servers. Gib deshalb lieber die Dateizugänge sparsam heraus als das Spielpasswort. Und behandle das Passwort getrennt vom Rest: Es landet in Chatverläufen und auf Notizzetteln, es sollte also nirgends sonst gelten.
Warum es keine Whitelist gibt
Der Vanilla-Terraria-Server kennt keine Whitelist. Es gibt keinen Eintrag in der serverconfig.txt und keinen Konsolenbefehl dafür - eine Namensliste wie in Minecraft existiert an dieser Stelle nicht.
Was es gibt, ist die Gegenrichtung: eine Bannliste. Sie wird in der serverconfig.txt über den banlist-Eintrag auf eine Datei verwiesen, standardmäßig banlist.txt, und über den Konsolenbefehl ban gefüllt.
Daraus folgt die praktische Aufteilung:
| Ziel | Vanilla |
|---|---|
| Nur bestimmte Leute reinlassen | über das Passwort |
| Einzelne aussperren | über die Bannliste |
| Namentliche Zugangsliste | nicht möglich |
Für eine feste Freundesrunde reicht das Passwort völlig. Es hat nur eine bekannte Schwäche: Wer es einmal hat, gibt es weiter - und du merkst es nicht.
Mit TShock: echte Whitelist und Konten
Sobald du mehr brauchst als ein geteiltes Passwort, führt der Weg über TShock. Es ersetzt den Vanilla-Server und bringt genau die fehlenden Bausteine mit:
- Whitelist - eine echte Zugangsliste statt eines geteilten Passworts.
- Benutzerkonten - jeder meldet sich mit eigenem Konto an, statt anonym zu verbinden.
- Gruppen und Rechte - Moderatoren müssen nicht gleich alles dürfen.
- Nachvollziehbarkeit - man sieht, wer was getan hat.
Der Preis dafür: TShock ist ein anderer Servertyp. Er ist mit dem normalen Terraria-Client kompatibel - deine Spieler merken davon nichts -, aber nicht mit tModLoader kombinierbar. Wer Mods fahren will, kann TShock nicht nutzen und bleibt beim Passwort.
Was das Passwort nicht abdeckt
Das Passwort beantwortet genau eine Frage: wer hereinkommt. Was drinnen passiert, regelt es nicht - und in Vanilla regelt das gar nichts. Wer beigetreten ist, darf alles: bauen, abbauen, Truhen leeren, Bosse rufen. Unter Freunden ist das kein Problem und wird eines in dem Moment, in dem jemand das Passwort weitergibt.
- Kein Rückgängig. Abgerissene Bauten und geleerte Truhen holt nur ein eigenes Backup zurück. Sicherungen sind Self-Service über WebFTP und SFTP - der Ablauf steht in Backups erstellen.
- Kein Nachweis. Vanilla protokolliert nicht, wer was verändert hat. Nachvollziehbar wird das erst über TShock-Konten - vorher bleibt nur der Verdacht.
- Kein Schutz vor herbeigeschummelten Gegenständen. Dagegen richtet sich
secure=1in der serverconfig.txt, Terrarias eigener Cheat-Schutz. Er ersetzt keine Moderation, kostet aber nichts.
Wer viel Zeit in eine Welt gesteckt hat, sollte deshalb zwei Dinge parallel tun: den Zugang über das Passwort schmal halten und die Weltdatei regelmäßig sichern. Auf einem modded Server ist das ohnehin Pflicht, weil dort schon eine geänderte Mod-Zusammenstellung die Welt verändert - nachzulesen unter tModLoader & Calamity.
Was zu welcher Runde passt
- Feste Freundesrunde, Vanilla: Passwort setzen, Adresse aus IP und Port weitergeben - fertig.
- Feste Runde, modded: ebenfalls Passwort. Mit tModLoader gibt es keine Alternative, und die nötige Mod-Installation ist ohnehin eine natürliche Hürde.
- Community mit wechselnden Mitgliedern: TShock mit Whitelist und Konten.
- Offener Server: kein Passwort, dafür konsequent mit der Bannliste arbeiten - und TShock für Regionen und Grief-Schutz einplanen.
Ein praktischer Hinweis zum Schluss: Nimm das Passwort nach einer Testphase wirklich wieder heraus, wenn der Server öffentlich werden soll. Ein vergessener Eintrag ist ein häufiger Grund dafür, dass niemand auf einen frisch gestarteten Server kommt.
Häufige Fragen
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