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Bots hinzufügen und entfernen
Die Grundbefehle funktionieren über die Konsole oder per RCON:
bot_add // Bot ins kleinere Team
bot_add_t // Bot ins Terroristen-Team
bot_add_ct // Bot ins CT-Team
bot_kick // alle Bots entfernen
bot_kick ct // nur die CT-Bots entfernen
Damit Bots überhaupt zugelassen sind, darf bot_quota nicht auf 0 stehen. Der Wert legt fest, wie viele Bots der Server anstrebt - in Kombination mit bot_quota_mode, das bestimmt, ob die Zahl absolut gilt oder die Teams auffüllt.
Schwierigkeit steuern
Die Spielstärke stellst du über bot_difficulty ein:
| Wert | Stufe | Wofür |
|---|---|---|
| 0 | Easy | reine Zielübungen |
| 1 | Normal | Bewegungsübungen |
| 2 | Hard | Duelltraining |
| 3 | Expert | ernsthafter Widerstand |
Ergänzend regelt bot_dont_shoot 1, dass Bots gar nicht schießen - genau das Richtige für Zielübungen, bei denen du ungestört treffen willst. Mit bot_stop 1 stehen sie zusätzlich still.
Bots als Trainingsziele
Die produktivste Nutzung. Eine typische Kombination für eine Aim-Session:
bot_kick
bot_difficulty 0
bot_dont_shoot 1
bot_stop 1
bot_add_t
Damit stehen unbewegliche, wehrlose Ziele auf der Karte, an denen du Crosshair-Placement und Spray-Kontrolle übst. Für Bewegungsziele lässt du bot_stop auf 0 und erhöhst die Schwierigkeit schrittweise.
Ergänzend gehören unbegrenzte Munition und Nade-Trajektorien dazu - beides liefert die Practice-Config, die du per exec lädst.
Bots im laufenden Server
Auf einem öffentlichen Server sind Bots eine zweischneidige Sache:
- Dafür: Ein leerer Server wirkt lebendiger, und Teams bleiben ausgeglichen, wenn jemand geht.
- Dagegen: Bots spielen erkennbar anders als Menschen und vertreiben auf Wettkampfservern eher Spieler, als sie zu halten.
Bewährt hat sich der Mittelweg: Bots auf Übungs- und Deathmatch-Servern zulassen, auf Match-Servern per bot_quota 0 abschalten. Auf einem MatchZy-Server übernimmt das Plugin die Steuerung ohnehin selbst.
Bots dauerhaft konfigurieren
Damit die Einstellungen jeden Neustart überleben, gehören sie in eine Config - nicht nur in die Konsole. Wegen der Ladereihenfolge schreibst du sie am besten in eine eigene Datei und lädst sie per exec nach dem Moduswechsel.
Warum die server.cfg allein dafür nicht reicht, erklärt server.cfg erklärt: Die Modus-Config wird danach geladen und setzt einen Teil der Werte zurück.
Praxistipp: Führe zwei Dateien - eine training.cfg mit stillen Bots und eine match.cfg mit bot_quota 0. Dann ist der Wechsel zwischen Übung und Ernstfall ein einziger Befehl.
Wenn keine Bots erscheinen
Der Befehl geht durch, die Konsole meckert nicht, aber auf der Karte steht niemand. Dafür gibt es eine überschaubare Zahl an Ursachen - in dieser Reihenfolge geprüft, findest du sie schnell:
bot_quotasteht auf 0. Der erste Blick. Ohne Kontingent nimmt der Server keinen Bot auf, egal wie oft dubot_addabsetzt.- Das Kontingent ist bereits ausgeschöpft. Je nach
bot_quota_modezählen menschliche Spieler mit. Dann weichen Bots automatisch, sobald jemand beitritt, und lassen sich nicht dazuholen. Erhöhe in diesem Fall die Quote, statt einzelne Bots hinzuzufügen. - Die Karte bringt keine Navigationsdaten mit. Bots orientieren sich an einem Navigationsnetz der Karte. Viele Community-Karten aus dem Workshop haben keines - dort bleiben Bots stehen oder lassen sich gar nicht erst platzieren. Auf den offiziellen Wettkampfkarten tritt das nicht auf.
- Die Modus-Config setzt die Werte zurück. Sie wird nach der
server.cfggeladen. Deine Bot-Werte gehören deshalb in eine Datei, die du danach perexecnachlädst.
Ob ein Wert tatsächlich angekommen ist, siehst du, indem du den Convar-Namen in der Konsole ohne Wert eingibst - der Server gibt den aktuellen Stand aus. Bei den Bot-Werten lohnt das besonders, weil sie an mehreren Stellen gesetzt werden können und sich gegenseitig überschreiben.
Was Bots nicht leisten
Bots sind ein Werkzeug mit einer klaren Grenze, und die zu kennen erspart die Enttäuschung nach der dritten Trainingswoche:
- Gut geeignet für Crosshair-Placement, Spray-Kontrolle, Peek-Timings und das Abgehen von Positionen - überall dort, wo einfach ein Ziel an einer bestimmten Stelle stehen soll.
- Nicht geeignet für Utility-Duelle, Fakes und alles, was von der Reaktion des Gegners lebt. Bots lesen keine Absicht, spielen Winkel anders als Menschen und lassen sich von einem Rauch nicht täuschen.
Für den taktischen Teil führt der Weg deshalb über Modi mit echten Gegenspielern: Retakes für das Nachspiel am Bombenplatz, Executes für den abgesprochenen Angriff, 1v1-Arena für das reine Duell. Bots bleiben daneben das, wofür sie taugen: geduldige Ziele, die nie absagen.
Ein sinnvoller Zwischenweg ist die Kombination aus beidem. Setz ein paar stille Bots als Platzhalter auf die Positionen, die ihr im Match angreifen wollt, und übt eure Utility dagegen. Der Ablauf ist derselbe wie im echten Execute, nur ohne Gegenwehr - und ihr seht sofort, ob der Rauch die Sichtlinie wirklich abdeckt.
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