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Deathmatch ist ein eingebauter Modus
Anders als Retake oder Surf braucht Deathmatch kein Plugin. Counter-Strike 2 bringt den Modus mit; du wählst ihn über zwei Convars aus:
game_type 1
game_mode 2
Diese Kombination steht für Deathmatch. Damit sie sauber greift, gehört sie in die Startparameter oder wird gefolgt von einem Kartenwechsel - der Moduswechsel wird erst beim Laden einer Karte vollständig übernommen.
Anschließend lädt der Server automatisch die zum Modus passende Config. Was du danach änderst, gehört in eine eigene Datei per exec - warum, erklärt server.cfg erklärt.
Die wichtigsten Deathmatch-Werte
| Convar | Wirkung |
|---|---|
mp_teammates_are_enemies | 1 = Free-for-All, jeder gegen jeden |
mp_free_armor | 2 = Weste und Helm gratis für alle |
mp_respawn_immunitytime | Schutzzeit nach dem Respawn |
mp_timelimit | Länge der Runde in Minuten |
mp_buytime | Kaufzeit - im DM meist dauerhaft |
mp_buy_anywhere | 1 = überall kaufen statt nur in der Basis |
mp_death_drop_gun | 0 = keine Waffen am Boden, hält die Karte sauber |
Ein guter Startpunkt für einen Aufwärmserver: FFA an, Free-Armor an, kurze Immunitätszeit, kein Waffen-Drop. Damit kommt jeder sofort ins Schießen, ohne Ausrüstungssuche.
Der reine Aim-Server
Für gezieltes Aim-Training willst du die Waffenauswahl einschränken. Zwei Wege:
- Über Startgeld und Kaufregeln:
mp_startmoneyundmp_maxmoneyso setzen, dass nur eine Waffenklasse erschwinglich ist. - Über eine Aim-Map aus dem Workshop: Karten wie die verbreiteten Aim-Maps bringen ihre eigenen Regeln und Spawns mit. Wie du sie einbindest, steht in Workshop-Maps & Collections.
Für sehr spezielle Regeln - etwa nur AWP oder nur Pistolen mit Zwangswechsel - führt der Weg über ein Plugin auf Basis von Metamod & CounterStrikeSharp.
Karten und Rotation
Deathmatch lebt von kleinen, dichten Karten. Bewährt haben sich die klassischen Wettkampfkarten sowie dedizierte DM- und Aim-Maps aus dem Workshop.
Eine Rotation richtest du am bequemsten über eine Workshop-Collection ein: Du pflegst die Karten in der Collection, der Server zieht sie automatisch. Der Ablauf steht in Workshop-Maps & Collections.
Praxistipp: Setze mp_timelimit nicht zu hoch. Zehn bis fünfzehn Minuten je Karte halten den Server abwechslungsreich, ohne dass Spieler mitten im Aufwärmen die Karte verlieren.
Wie viele Spieler auf eine Karte passen
Deathmatch verträgt mehr Spieler als ein Wettkampfmodus, aber nicht beliebig viele - und die Grenze hängt an der Karte, nicht am Server. Wird es zu voll, stirbt man im Spawn, bevor man die Maus bewegt hat. Genau daran verliert ein Aufwärmserver seine Spieler, und zwar ohne dass jemand etwas sagt.
- Kleine Aim-Karten haben wenige Spawnpunkte und sind schon mit einer Handvoll Spieler ausgelastet.
- Klassische Wettkampfkarten vertragen deutlich mehr, weil sich das Geschehen auf mehrere Wege verteilt.
- Free-for-All erhöht die Dichte zusätzlich, weil jeder für jeden ein Ziel ist. Mit Teams fällt derselbe Spielerkreis spürbar ruhiger aus.
Die wichtigste Stellschraube dagegen ist mp_respawn_immunitytime. Ein zu niedriger Wert bedeutet Tod beim Erscheinen, ein zu hoher lässt Spieler unverwundbar in Duelle laufen und verdirbt die Zweikämpfe. Taste dich in kleinen Schritten heran und beobachte eine volle Runde, statt den Wert nach zwei Minuten wieder zu ändern - die Wirkung zeigt sich erst, wenn der Server gefüllt ist.
Umgekehrter Fall: Die Runde ist zu klein, um den Server zu füllen. Ein paar Bots ergeben zwar keine echten Gegner, aber bewegliche Ziele - wie du sie steuerst, steht in Bots einrichten. Auf einem Match-Server gehören sie mit bot_quota 0 wieder weg.
Den Server dauerhaft im Deathmatch halten
Ein Deathmatch-Server, den du einmal von Hand eingestellt hast, ist nach dem nächsten Neustart wieder ein gewöhnlicher Server. Damit die Betriebsart hält, gehören zwei Dinge zusammen:
- Modus in die Startparameter.
game_typeundgame_modedort zu setzen ist der einzige Weg, bei dem der Server von sich aus im richtigen Modus hochkommt. - Eigene Werte in eine
dm.cfg. Diese Datei lädst du perexec, nachdem der Modus steht - sonst setzt die Modus-Config deine Einstellungen wieder zurück.
Soll der Server öffentlich sein, kommt ein gültiges GSLT dazu: Ohne Token erscheint er in keiner Liste, und Workshop-Karten liefert er dann ebenfalls nicht aus. Für eine reine Aufwärmrunde im Freundeskreis genügt die feste Server-Adresse aus IP und Port, wie sie im Webinterface steht - den Ablauf beschreibt CS2 Server beitreten.
Wer denselben Server abwechselnd für Deathmatch und für Wingman oder Wettkampf nutzt, führt am besten je eine Datei pro Betriebsart. Der Wechsel ist dann ein exec plus Kartenwechsel - und niemand muss sich daran erinnern, welche zwölf Werte zuletzt anders standen.
Deathmatch als Warmup vor dem Match
Viele Teams nutzen denselben Server erst als Deathmatch und stellen danach auf Wettkampf um. Das geht ohne Neuinstallation - du wechselst Modus und Config:
- Vor dem Match: Deathmatch-Modus und DM-Config aktiv, alle wärmen sich auf.
- Zum Match: auf Wettkampf umstellen, die Match-Config per
execladen und die Karte wechseln. - Mit MatchZy übernimmt das Plugin den Ablauf inklusive Knife-Round und Aufzeichnung.
So deckt ein einziger Server Aufwärmen, Übung und Wettkampf ab - für die meisten Teams die wirtschaftlichste Lösung.
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