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Vorher sichern - immer
Ein Versionswechsel konvertiert die Welt. Beim Start unter einer neueren Version schreibt Minecraft die Weltdaten in das neue Format um - und dieser Schritt ist nicht umkehrbar.
Sichere deshalb vor jedem Wechsel den kompletten Weltordner sowie deine Konfigurationsdateien. Backups sind bei uns Self-Service über SFTP und WebFTP; wie das geht, steht in Backups erstellen.
Wer das überspringt, hat bei einem misslungenen Wechsel keine Rückfahrkarte - das ist der häufigste vermeidbare Totalverlust auf Minecraft-Servern.
Die richtige Reihenfolge
- Prüfen, ob deine Erweiterungen mitkommen. Gibt es die Plugins und Mods für die Zielversion? Wenn nein, ist der Wechsel vertagt.
- Java-Anforderung klären. Ab 1.20.5 ist Java 21 nötig, für 1.18 bis 1.20.4 Java 17 - siehe Java-Version ändern.
- Server stoppen und sichern.
- Version umstellen und den Server starten.
- Konsole beobachten, bis „Done" erscheint - die Weltkonvertierung kann bei großen Welten dauern.
- Erweiterungen nachziehen und einzeln prüfen.
Der erste Punkt ist der wichtigste. Ein Server, der auf der neuen Version läuft, aber ohne die Hälfte seiner Plugins, ist für die Community schlechter als einer auf der alten Version.
Erst an einer Kopie testen
Der ruhigste Wechsel ist einer, den du vorher einmal durchgespielt hast. Weil die Konvertierung nicht umkehrbar ist, gilt dabei eine einzige harte Regel: niemals an der Originalwelt testen, immer an einer Kopie.
- Weltordner per SFTP oder WebFTP herunterladen - das ist ohnehin dein Backup.
- Die Kopie auf einen zweiten Server legen, der bereits auf der Zielversion läuft.
- Starten und das Log durchsehen, statt nur auf „Done" zu warten. Warnungen zu Erweiterungen stehen dort früher als die Beschwerden im Chat.
- Die Orte besuchen, an denen ein Fehler wehtun würde: Spawn, Farmen, Redstone-Anlagen, große Bauwerke.
- Plugins und Mods einzeln nachziehen und nach jedem Neustart erneut in die Konsole schauen.
Besonders empfindlich sind automatische Farmen und Redstone-Konstruktionen. Sie verlassen sich auf Verhalten, das Mojang zwischen Versionen anpasst - eine Farm, die vorher lief, kann nach dem Wechsel schlicht stillstehen. Ein Test zeigt das in zehn Minuten; ohne Test merkt es die Community am ersten Abend.
Für einen reinen Testlauf reicht ein kleiner Server, der danach wieder wegkann. Wie du die Größe einschätzt, steht in Servergröße planen; die Preise für Minecraft findest du auf der Produktseite.
Was mit Plugins und Mods passiert
| Art | Verhalten beim Wechsel |
|---|---|
| Paper-Plugins | oft robust über kleinere Sprünge, bei großen Versionen meist Update nötig |
| Forge-Mods | strikt versionsgebunden - eine 1.20-Mod läuft nicht auf 1.21 |
| Fabric-Mods | ebenfalls versionsgebunden, Updates kommen meist zügig |
| Datapacks | abhängig von der pack_format-Nummer |
Bei Modpacks gilt: Nicht die einzelnen Mods aktualisieren, sondern das Pack als Ganzes auf eine neuere Ausgabe wechseln. Alles andere endet in einem Server, der nicht mehr startet - siehe Modpack installieren.
Downgrade: warum das heikel ist
Der Weg zurück ist ungleich schwieriger als der nach vorn. Minecraft kann Weltdaten aufwärts konvertieren, aber nicht abwärts.
- Eine unter 1.21 gestartete Welt lässt sich nicht zuverlässig unter 1.20 weiterspielen.
- Neue Blöcke und Items aus der höheren Version existieren in der älteren nicht - im besten Fall verschwinden sie, im schlechteren beschädigen sie Chunks.
- Der einzige verlässliche Weg zurück ist das Backup von vor dem Wechsel.
Genau deshalb steht das Sichern in diesem Ratgeber an erster Stelle. Wenn du unsicher bist, ob die neue Version passt: erst sichern, dann testen, notfalls das Backup zurückspielen.
Nach dem Wechsel: was die Spieler sehen
Ein Minecraft-Client verbindet sich nur mit einem Server derselben Version. Nach dem Wechsel bekommt jeder, der noch das alte Profil im Launcher stehen hat, in der Serverliste eine eindeutige Meldung: Outdated client heißt, der Spieler muss sein Launcher-Profil auf die neue Version umstellen. Outdated server heißt umgekehrt, dass der Spieler schon weiter ist als du.
Kündige den Wechsel deshalb an und nenne die Zielversion ausdrücklich - die Adresse aus IP und Port bleibt dabei unverändert, nur die Version im Launcher ändert sich. Wie Spieler ihr Profil umstellen, steht in Server beitreten; bleibt danach ein Fehler stehen, hilft Verbindungsfehler beheben weiter.
Drei Dinge prüfst du direkt nach dem ersten erfolgreichen Start:
- Ob die Datapacks der Welt noch als aktiviert gelistet sind - eine unpassende
pack_format-Nummer meldet der Server beim Start. - Ob neu erzeugtes Gelände sauber an das alte anschließt. Verändert eine Version die Weltgenerierung, entsteht an der Grenze eine sichtbare Kante - die verschwindet nicht von selbst wieder.
- Ob die Werte in der server.properties noch stehen. Neue Versionen ergänzen die Datei um zusätzliche Schlüssel, bestehende Einstellungen bleiben dabei erhalten.
Snapshots und Vorabversionen
Snapshots sind Vorabversionen, mit denen Mojang kommende Neuerungen testet. Für einen Produktivserver sind sie ungeeignet:
- Weltformate ändern sich zwischen Snapshots - eine Welt kann von einem Snapshot zum nächsten unbrauchbar werden.
- Plugins und Mods gibt es dafür praktisch nicht.
- Die Spieler brauchen exakt denselben Snapshot im Launcher.
Wer Neues ausprobieren will, nimmt dafür besser einen zweiten Server oder eine separate Welt - und lässt die Community-Welt auf einer stabilen Version.
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