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Was ein Datapack kann - und was nicht
Datapacks sind Teil von Vanilla-Minecraft. Sie greifen auf Daten zu, die das Spiel ohnehin lädt, und verändern sie:
- Rezepte ändern, hinzufügen oder entfernen.
- Loot-Tabellen anpassen - was Mobs und Truhen ausgeben.
- Fortschritte (Advancements) eigener Art definieren.
- Weltgenerierung und Biome beeinflussen.
- Funktionen aus Befehlsketten bauen - die Grundlage vieler Minispiel-Packs.
Was sie nicht können: neue Blöcke, neue Items oder neue Mobs im eigentlichen Sinn einführen. Dafür brauchst du Mods - siehe Plugins & Mods installieren. Der große Vorteil bleibt: Die Spieler müssen nichts installieren, ein normaler Client genügt.
Datapack oder Ressourcenpack? Ein Blick in die ZIP
Beide heißen „Pack", liegen als .zip vor und enthalten eine pack.mcmeta - entsprechend oft werden sie verwechselt. Der Unterschied steckt im obersten Ordner innerhalb der Datei:
- Ein Ordner
databedeutet Datapack. Es gehört auf den Server, genauer in den Weltordner. - Ein Ordner
assetsbedeutet Ressourcenpack. Das gehört zum Client und wird über eine URL ausgeliefert - der Ablauf steht in Ressourcenpack einrichten.
Manche Projekte liefern beide Hälften zusammen aus, weil das Datapack eigene Rezepte mitbringt und das Ressourcenpack die dazu passende Optik. Dann brauchst du jede Hälfte an ihrem Platz: Ein Datapack allein liefert funktionierende Rezepte, aber Gegenstände in Standardoptik - und das sieht für Spieler nach einem Fehler aus, obwohl der Server alles richtig macht.
Ein Datapack, das im falschen Ordner landet, wird übrigens nicht gemeldet, sondern schlicht ignoriert. Wenn nach der Installation gar nichts passiert und auch keine Fehlermeldung im Log steht, ist das der erste Verdacht.
Installation Schritt für Schritt
Datapacks liegen innerhalb des Weltordners - das ist der wichtigste Unterschied zu Plugins und Mods:
- Server stoppen.
- Per WebFTP oder SFTP in den Weltordner wechseln - der Name steht als
level-namein der server.properties, standardmäßigworld. - Dort in den Unterordner
datapacks. Existiert er nicht, lege ihn an. - Die
.zip-Datei des Datapacks unverändert hineinlegen - nicht entpacken. - Server starten.
Ein entpackter Ordner funktioniert ebenfalls, sofern die pack.mcmeta direkt darin liegt. Der häufigste Fehler ist ein Ordner zu viel: Liegt die pack.mcmeta zwei Ebenen tief, erkennt Minecraft das Pack nicht.
Prüfen und verwalten
Nach dem Start prüfst du in der Konsole, ob das Pack geladen wurde:
/datapack list
Die Ausgabe trennt aktivierte und verfügbare Packs. Weitere nützliche Befehle:
/datapack enable "file/name.zip"- Pack aktivieren./datapack disable "file/name.zip"- deaktivieren, ohne die Datei zu löschen./reload- Datapacks neu einlesen, ohne den Server neu zu starten.
Dafür brauchst du Operator-Rechte - wie du sie bekommst, steht in OP werden & Admin-Rechte.
Zu /reload noch eine Einschränkung: Auf einem Paper- oder Spigot-Server lädt der Befehl nicht nur die Datapacks, sondern auch die Plugins neu - und das gilt dort als riskant, weil manche Plugins einen Neuladevorgang nicht sauber überstehen. Auf einem Server mit Plugins ist der geplante Neustart der ruhigere Weg. Änderungen an der Weltgenerierung greifen ohnehin erst nach einem Neustart.
Datapacks gelten pro Welt
Weil sie im Weltordner liegen, hängen Datapacks an der jeweiligen Welt - nicht am Server. Das hat Folgen:
- Erzeugst du eine neue Welt, sind die Datapacks der alten nicht mehr aktiv.
- Lädst du eine eigene Welt hoch, bringt sie ihre Datapacks mit.
- Bei mehreren Welten musst du das Pack in jeden Weltordner legen, in dem es wirken soll - siehe Mehrere Welten.
Packs, die die Weltgenerierung ändern, gehören zwingend vor der ersten Weltgenerierung installiert. Nachträglich betrifft es nur neu erzeugte Bereiche - und das Ergebnis sieht an der Nahtstelle unschön aus.
Wenn ein Datapack nicht lädt
- Falsche Ordnertiefe - die
pack.mcmetamuss direkt im Pack-Verzeichnis liegen, nicht in einem Unterordner. - Falsches Verzeichnis -
datapacksgehört in den Weltordner, nicht ins Serververzeichnis. - Versionsabweichung - die
pack_format-Nummer in derpack.mcmetamuss zur Minecraft-Version passen. Bei einer Abweichung meldet der Server das beim Start. - Pack deaktiviert - taucht es unter „available" statt „enabled" auf, aktiviere es per
/datapack enable.
Die genaue Meldung steht im Log - wo du das findest, erklärt Server startet nicht.
Ein Datapack sauber wieder entfernen
Deinstallieren ist mehr als Datei löschen. Diese Reihenfolge hinterlässt die wenigsten Reste:
- Pack im laufenden Betrieb per
/datapack disableabschalten und im Spiel kurz prüfen, ob alles Wichtige noch funktioniert. - Server stoppen.
- Die Datei aus dem
datapacks-Ordner der Welt entfernen. - Server starten und mit
/datapack listkontrollieren, dass das Pack weder unter „enabled" noch unter „available" auftaucht.
Was auch danach bleibt, ist alles, was das Pack bereits in der Welt angerichtet hat: vergebene Fortschritte, Gelände aus einem Weltgenerierungs-Pack und Gegenstände, die Spieler über geänderte Rezepte hergestellt haben. Letztere verschwinden nicht, sie verhalten sich anschließend nur wie ganz gewöhnliche Gegenstände.
Wenn ein Pack tief in die Welt eingegriffen hat, ist der saubere Rückweg deshalb nicht das Entfernen, sondern das Zurückspielen einer Sicherung von vorher - siehe Backups erstellen. Das ist auch der Grund, warum eine Sicherung vor der ersten Installation eines größeren Packs sinnvoller ist als jede spätere Reparatur. Soll die Welt ohnehin frisch starten, führt Welt zurücksetzen schneller ans Ziel.
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