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Wie der Mechanismus funktioniert
Wichtig zum Verständnis: Der Minecraft Server hostet das Pack nicht. Er teilt dem Client beim Verbinden nur zwei Dinge mit - eine URL, unter der die Datei liegt, und optional eine Prüfsumme. Der Client lädt das Pack dann selbst herunter.
Daraus folgt: Du brauchst einen Ort, an dem die .zip-Datei per direktem Link erreichbar ist. Es reicht nicht, sie auf den Gameserver zu legen - dessen Dateien sind nicht per HTTP abrufbar.
Geeignet ist jeder Ort, der einen unveränderlichen Direktlink liefert, etwa ein Webspace. Ungeeignet sind Freigabelinks, die auf eine Vorschauseite führen statt direkt auf die Datei.
Einträge in der server.properties
Drei Werte steuern das Verhalten - alle in der server.properties:
resource-pack=https://example.com/pack.zip
resource-pack-sha1=<SHA-1-Pruefsumme>
require-resource-pack=false
resource-pack- der Direktlink zur ZIP-Datei.resource-pack-sha1- die Prüfsumme der Datei. Ohne sie lädt der Client das Pack bei jedem Verbinden neu herunter.require-resource-pack- auftruewird das Pack zur Pflicht; wer ablehnt, kommt nicht auf den Server.
Nach Änderungen ist ein Neustart nötig. Die Prüfsumme ermittelst du lokal mit einem SHA-1-Werkzeug - unter Windows etwa über certutil -hashfile pack.zip SHA1.
Prüfsumme bei jedem Update erneuern
Der mit Abstand häufigste Fehler im laufenden Betrieb: Das Pack wird aktualisiert, die SHA-1 bleibt stehen.
Die Folge ist tückisch - Spieler bekommen weiterhin die alte, zwischengespeicherte Fassung, oder das Laden schlägt fehl, weil Datei und Prüfsumme nicht zusammenpassen. Beides sieht nach einem defekten Pack aus, ist aber nur ein veralteter Hash.
- Nach jeder Änderung am Pack die SHA-1 neu berechnen und eintragen.
- Alternativ die Datei unter neuem Namen ablegen und die URL anpassen - dann greift kein alter Zwischenspeicher.
Pflicht oder freiwillig?
Die Entscheidung über require-resource-pack hat spürbare Folgen:
| freiwillig (false) | Pflicht (true) | |
|---|---|---|
| Ablehnen | Spieler spielt mit Standardoptik | Spieler wird abgewiesen |
| Einheitliche Optik | nicht garantiert | garantiert |
| Einstiegshürde | niedrig | höher, Download vor dem Spielen |
Pflicht ist sinnvoll, wenn das Pack Spielinhalte trägt - etwa Custom-Item-Modelle, ohne die ein Server-Konzept nicht funktioniert. Für reine Texturpakete ist freiwillig die freundlichere Wahl. Halte das Pack klein: Jedes Megabyte ist Wartezeit beim ersten Verbinden.
Häufige Fehler
- Kein Direktlink - die URL führt auf eine Vorschauseite statt auf die Datei. Der Client kann damit nichts anfangen.
- Kein HTTPS - unverschlüsselte Links machen je nach Umgebung Probleme.
- Veraltete SHA-1 - der Klassiker nach einem Pack-Update.
- Falsche pack_format-Nummer in der
pack.mcmeta- dann meldet der Client das Pack als inkompatibel. - Pack zu groß - sehr große Pakete lassen den Verbindungsaufbau ins Leere laufen.
Zum Testen einmal selbst mit geleertem Client-Zwischenspeicher verbinden - so siehst du genau das, was ein neuer Spieler sieht.
Häufige Fragen
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