Veröffentlicht am · zuletzt aktualisiert am
Plugin oder Mod - was ist der Unterschied?
Ein Plugin läuft nur serverseitig über die Bukkit-/Spigot-API (also auf Paper, Purpur oder Spigot). Spieler brauchen nichts zu installieren. Plugins liegen im plugins/-Ordner. Ein Mod dagegen greift tiefer ins Spiel ein und läuft über einen Loader (Forge, NeoForge, Fabric, Quilt). Mods liegen im mods/-Ordner und müssen meist auch vom Client installiert werden.
Daraus folgt der erste Handgriff, den viele übersehen: Ein reiner Vanilla-Server lädt keine Plugins. Er ignoriert den plugins/-Ordner schlicht - ohne Fehlermeldung, weshalb die Suche danach oft in die falsche Richtung geht. Du brauchst dafür Paper, Purpur oder Spigot. Bei uns ist das kein Umzug: Im Gameserver-Panel schaltest du unter dem Punkt Servertyp per Klick zwischen Vanilla, Paper, Spigot und Purpur um. Welt, Minecraft-Version, der plugins/-Ordner und die server.properties bleiben dabei erhalten, weil alle vier dasselbe Weltformat lesen. Ein Ticket brauchst du dafür nicht, den Fortschritt der Neuinstallation siehst du live mit.
Installation per 1-Klick
Im Panel wählst du Plugins und Mods direkt aus Modrinth und CurseForge aus - Abhängigkeiten wie die Fabric API oder benötigte Bibliotheken werden automatisch mitinstalliert. Das ist der schnellste Weg und vermeidet Versionskonflikte.
Installation per SFTP
- Lade die passende
.jar-Datei herunter - achte auf die richtige Minecraft- und Loader-/API-Version. - Stoppe den Server.
- Lade Plugins per SFTP oder WebFTP in
plugins/, Mods inmods/. - Starte den Server neu. Beim Start werden Konfigurationsdateien angelegt, die du anschließend im Config-Editor anpasst.
Beliebte Plugins sind z. B. EssentialsX, LuckPerms, WorldGuard, Vault oder Dynmap. Wichtig: Plugins und Mods lassen sich nicht mischen - ein Paper-Server nutzt Plugins, ein Forge-/Fabric-Server nutzt Mods.
Mods müssen auch die Spieler installieren
Das ist der Unterschied, der im Alltag am meisten ausmacht - und er wird oft erst nach der Installation bemerkt:
- Plugins laufen nur auf dem Server. Deine Mitspieler installieren nichts und merken lediglich das veränderte Verhalten. Sie treten mit einem ganz normalen Minecraft bei.
- Mods brauchen beide Seiten. Jeder Spieler benötigt dieselben Mods in derselben Version, dazu die passende Forge- oder Fabric-Installation. Fehlt etwas, bricht der Beitritt ab.
Für einen offenen Server sind Plugins deshalb die deutlich pflegeleichtere Wahl. Sobald Mods im Spiel sind, brauchst du eine Anleitung für deine Runde - am einfachsten über ein fertiges Modpack, das alle mit einem Klick installieren können.
Versionen zusammenbringen
Fast jedes Problem beim Installieren lässt sich auf eine nicht passende Version zurückführen. Drei Ebenen müssen zueinander passen:
- Minecraft-Version. Ein Plugin für 1.20 läuft nicht zuverlässig auf 1.21.
- Server-Software. Ein Paper-Plugin läuft auf Paper und meist auf Spigot, ein Fabric-Mod nur auf Fabric.
- Abhängigkeiten. Viele Plugins brauchen andere - Vault etwa für Wirtschafts-Plugins, Fabric API für fast jeden Fabric-Mod. Fehlt eine Abhängigkeit, lädt das Plugin nicht und meldet es nur in der Konsole.
Installiere deshalb eines nach dem anderen und starte dazwischen neu. Das klingt umständlich, spart aber die Suche, wenn nach fünf gleichzeitig hochgeladenen Dateien nichts mehr geht. Die Serverkonsole nennt beim Start jedes geladene Plugin - der Abgleich mit deinem Ordner zeigt sofort, welches fehlt.
Konfigurieren und aktualisieren
Beim ersten Start legt jedes Plugin einen eigenen Ordner mit Konfigurationsdateien an - vorher gibt es nichts zu bearbeiten. Wer die Datei sucht, bevor der Server einmal damit gelaufen ist, findet sie schlicht nicht.
Die meisten dieser Dateien sind YAML. Dort zählt die Einrückung: Leerzeichen ja, Tabulatoren nein. Ein einziger Tabulator führt dazu, dass das Plugin die Datei verwirft und mit Standardwerten startet. Nach Änderungen genügt bei vielen Plugins ein /reload confirm, sicherer ist ein Serverneustart.
Vor Updates gilt dasselbe wie überall: erst sichern, dann ändern. Backups sind bei uns durchgehend Self-Service über WebFTP oder SFTP, siehe Backups erstellen. Besonders bei Plugins, die Daten in die Welt schreiben - Grundstücksschutz, Wirtschaft, Statistiken -, ist eine Sicherung vor dem Update die Minute wert.
Häufige Fragen
Eigenen Minecraft Server mieten
Unbegrenzte Slots, 1-Klick-Modpacks, Konsole, Config-Editor und WebFTP - ab 2,95 € pro Monat, made in Germany.
Tarife & Preise ansehen