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Was gesichert gehört
Project Zomboid trennt Welt, Spieler und Konfiguration - alle drei gehören in eine vollständige Sicherung:
- Der Weltordner mit allen Veränderungen an der Karte: abgebaute Wände, gebaute Basen, geplünderte Häuser, Fahrzeuge.
- Die Spielerdaten mit den Charakteren samt Fertigkeiten - der Teil, dessen Verlust am meisten schmerzt.
- Die servertest.ini mit Servereinstellungen, Mods und WorkshopItems.
- Die SandboxVars.lua mit den Spielregeln.
Die letzten beiden sind klein, aber wichtig: Eine über Wochen feinjustierte Sandbox-Konfiguration und eine gewachsene Mod-Liste lassen sich nur mühsam rekonstruieren.
Beim Herunterladen fällt schnell auf, dass die Welt nicht aus einer großen Datei besteht, sondern aus sehr vielen kleinen. Project Zomboid speichert die Karte in Abschnitten und legt für jeden erkundeten Bereich eigene Dateien an. Für die Sicherung heißt das zweierlei: Der Vorgang dauert länger, als die reine Datenmenge vermuten lässt, und ein Abbruch mitten im Download hinterlässt eine unvollständige Sicherung, die im Ernstfall wertlos ist. Lade den Weltordner deshalb immer vollständig und prüfe hinterher, ob die Größe zum Serverstand passt.
Sicherung anlegen
- Sauber speichern. Per RCON ein
saveabsetzen oder den Server überquitherunterfahren - dabei wird gespeichert. - Per WebFTP oder SFTP verbinden.
- Weltordner, Spielerdaten,
servertest.iniundSandboxVars.luaherunterladen. - Lokal mit Datum benennen, etwa
pz-2026-08-09.zip. - Server wieder starten.
Am sichersten ist die Sicherung bei gestopptem Server - dann ist garantiert nichts mitten im Schreibvorgang. Wenn das nicht geht, ist ein vorheriges save das Mindeste.
Wann sichern?
- Vor jeder Mod-Änderung. Das Zwei-Schlüssel-System aus WorkshopItems und Mods ist fehleranfällig - siehe Mods installieren.
- Vor dem Branch-Wechsel auf Build 42, siehe Auf Build 42 umstellen. Ein Downgrade der Welt ist danach nicht vorgesehen.
- Vor dem Hinzufügen einer Custom Map - Kartenstapel ändern die Welt dauerhaft.
- Regelmäßig, sobald Spieler Charaktere mit vielen Stunden haben.
Project Zomboid ist unerbittlich: Ein toter Charakter ist tot. Genau deshalb ist eine Sicherung hier mehr wert als bei den meisten anderen Spielen - sie ist die einzige Möglichkeit, einen Server-Fehler auszugleichen, ohne die Spieler zu bestrafen.
Gezielt zurückspielen
Der Vorteil der getrennten Ordner: Du musst nicht alles auf einmal zurücksetzen.
| Problem | Was zurückspielen |
|---|---|
| Griefer hat Basen zerstört | nur den Weltordner |
| Charaktere durch Fehler verloren | nur die Spielerdaten |
| Mod-Update hat alles zerlegt | Konfiguration plus Welt |
| Konfiguration zerschossen | nur servertest.ini und SandboxVars |
Vorgehen: Server stoppen, den betroffenen Ordner umbenennen statt löschen, die Sicherung hochladen, starten. Prüfe dabei, dass die Ordnernamen zum konfigurierten Weltnamen passen - sonst legt der Server eine neue, leere Welt an.
Ein Hinweis: Welt und Spielerdaten getrennt zurückzuspielen kann zu Ungereimtheiten führen, etwa Charakteren in Basen, die es nicht mehr gibt. Für kleine Zeitabstände ist das unproblematisch, bei Tagen dazwischen eher nicht.
Mehrere Stände aufbewahren
Eine einzige Sicherung, die bei jedem Lauf überschrieben wird, hilft ausgerechnet dann nicht, wenn man sie am dringendsten braucht. Wer erst nach zwei Wochen bemerkt, dass ein Spieler systematisch Basen ausgeräumt hat, findet in der aktuellen Sicherung denselben Schaden wieder. Der Wert eines Backups steckt nicht in seiner Aktualität, sondern in der Auswahl:
- Ein tagesaktueller Stand für den offensichtlichen Fall - abgestürzter Server, versehentlich gelöschte Konfiguration, missglücktes Mod-Update.
- Ein wöchentlicher Stand für alles, was langsam passiert und spät auffällt.
- Ein Stand vor jedem größeren Eingriff, dauerhaft aufbewahrt und im Dateinamen gekennzeichnet, etwa
pz-2026-08-09-vor-b42.zip. Diesen löschst du nicht mit dem üblichen Rhythmus mit.
Der Platzbedarf spricht dabei nicht gegen mehrere Generationen: Der Weltordner wächst zwar mit der erkundeten Karte, aber servertest.ini und SandboxVars.lua sind nur wenige Kilobyte groß. Selbst wenn du die Welt nur in zwei oder drei Ständen vorhältst, kannst du die Konfiguration bei jeder Änderung mitsichern - sie ist der Teil, den du am häufigsten anfasst und am ehesten kaputt machst, siehe servertest.ini erklärt.
Die Sicherung einmal ausprobieren
Eine nie zurückgespielte Sicherung ist eine Vermutung, keine Absicherung. Der Test kostet zwanzig Minuten und deckt genau die Fehler auf, die sonst erst im Ernstfall auffallen - am besten zu einer Zeit, in der niemand spielt:
- Server im Panel stoppen.
- Den vorhandenen Weltordner umbenennen statt löschen - so hast du jederzeit den Weg zurück.
- Die Sicherung hochladen und den Ordnernamen exakt so setzen, wie er vorher lautete.
- Server starten und nachsehen, ob der erwartete Stand da ist. Per RCON genügt dafür ein
playersund ein kurzer Blick ins Spiel. - Danach entweder beim zurückgespielten Stand bleiben oder den umbenannten Ordner wieder aktivieren.
Der mit Abstand häufigste Fehler dabei ist ein Namensversatz. Weltordner und Konfigurationsdateien richten sich nach dem Servernamen - passt der nicht, startet der Server ohne Fehlermeldung mit einer frischen, leeren Welt. Genau dieses Bild halten viele für den eigentlichen Datenverlust, obwohl die alte Welt unangetastet daneben liegt und nur falsch benannt ist.
Und die Grenze des Verfahrens: Ein Backup stellt einen Zustand wieder her, es klärt keinen Vorfall. Wer wiederholt zurückspielen muss, hat kein Backup-Problem, sondern ein Moderationsproblem - Rollen, Sperren und die passenden Werkzeuge dafür stehen unter Admin & Server-Befehle. Ebenso wenig ersetzt eine Sicherung die Vorbereitung auf einen Branch-Wechsel: Sie erlaubt den Rückweg, macht die alte Welt aber nicht kompatibel zum neuen Build.
Häufige Fragen
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