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Die Datei servertest_SandboxVars.lua
Die Spielregeln liegen in der servertest_SandboxVars.lua im selben Ordner wie die servertest.ini. Sie ist reines Lua und enthält zahlreiche Wertepaare. Du bearbeitest sie über den Config-Editor im Webinterface oder per WebFTP/SFTP - nach Änderungen ist ein Server-Neustart nötig.
Presets als Ausgangspunkt
Statt bei null zu beginnen, nutzt du ein Preset und feinjustierst es:
- Apocalypse - der Standard: langsame, aber tödliche Zombies, knapper Loot, echtes Survival.
- Survivor - etwas fairer: respawnende Ressourcen und mehr Spielraum.
- Builder - Fokus auf Aufbau: wenige Zombies, entspanntes Sammeln und Bauen.
Zombie-Verhalten justieren
Der spannendste Block sind die Zombie-Eigenschaften. Wichtige Werte:
Zombies- Populationsdichte (Insane bis None).Speed- Sprinter, schnelle Schlurfer oder langsame Schlurfer.Strength/Toughness- Stärke und Widerstandsfähigkeit.Sight/Hearing/Cognition- Wahrnehmung und Intelligenz.
So baust du von „gemütlich" bis „Nightmare" jedes Szenario.
Loot, XP & Zeit
Über LootRespawn und die Rarität einzelner Loot-Kategorien steuerst du, wie knapp Vorräte sind. XpMultiplier beschleunigt oder bremst den Skill-Fortschritt, und DayLength legt die Länge eines Tages fest. Für Community-Server sind moderate Erhöhungen (etwas mehr Loot, leicht erhöhte XP) beliebt, um den Einstieg angenehmer zu machen.
LootRespawn verdient dabei besondere Aufmerksamkeit, weil es den Charakter eines Servers stärker prägt als jede Zombie-Einstellung. Steht der Wert auf 0 - der Vorgabe von Apocalypse -, ist geplünderter Loot endgültig weg. Auf einem Server, der Monate laufen soll, führt das dazu, dass die Karte irgendwann leer ist und neue Spieler chancenlos bleiben. Ein Respawn alle paar Wochen hält die Welt lebendig, ohne den Survival-Charakter aufzugeben.
Was sich nachträglich noch ändern lässt
Die meisten Werte greifen nach einem Neustart auch auf einer laufenden Welt - Zombie-Geschwindigkeit, Loot-Raten, XP-Multiplikatoren, Tageslänge. Ein paar Dinge legt Project Zomboid dagegen bei der Weltgenerierung fest und rührt sie danach nicht mehr an. Dazu gehört vor allem die ursprüngliche Verteilung der Zombie-Population über die Karte.
Praktisch bedeutet das: Du kannst die Zombies jederzeit schneller oder stärker machen, aber eine bereits erkundete Gegend wird nicht rückwirkend bevölkert. Wer die Dichte grundlegend ändern will, braucht einen frischen Spielstand - der alte lässt sich vorher per WebFTP oder SFTP sichern, siehe Backups erstellen.
Beachte außerdem: Der Dateiname richtet sich nach dem Servernamen. Heißt dein Server nicht servertest, heißt auch die Datei anders. Wer die falsche Datei bearbeitet, ändert nichts - und sucht den Fehler an der falschen Stelle.
Drei Kombinationen, die funktionieren
Statt jeden Wert einzeln abzuwägen, hilft es, sich am gewünschten Spielgefühl zu orientieren:
- Feierabend-Server. Apocalypse als Basis,
XpMultiplierauf 2 bis 3, Loot leicht erhöht,DayLengthauf 2 Stunden. Wer nur zwei Abende pro Woche spielt, kommt trotzdem voran, ohne dass es sich geschenkt anfühlt. - Langzeit-Community. Apocalypse unverändert, aber
LootRespawnaktiviert und die Zombie-Population etwas unter Standard. So bleibt die Karte über Monate bespielbar und neue Mitglieder finden noch etwas vor. - Bau- und Aufbaurunde. Builder als Basis, Zombie-Geschwindigkeit auf Schlurfer, XP für handwerkliche Fertigkeiten hoch. Der Fokus liegt dann auf der Basis, nicht auf dem Überleben.
Was du dabei nicht mit den SandboxVars regelst, sind Zugang und Netzwerk - PvP, Passwort, Slots und Mods stehen getrennt in der servertest.ini. Die beiden Dateien sauber auseinanderzuhalten erspart die häufigste Verwirrung bei der Serverkonfiguration.
Häufige Fragen
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