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Wofür ist die servertest.ini zuständig?
Die servertest.ini ist das technische Fundament deines Project Zomboid Servers: Netzwerk, Zugang und Mods. Die eigentlichen Spielregeln - Zombie-Anzahl, Loot, XP - stehen getrennt in der servertest_SandboxVars.lua. Diese Trennung ist der häufigste Stolperstein beim Einrichten: Wer die Zombies langsamer machen will, sucht in der falschen Datei. Als Merkregel: Die .ini regelt, wer auf den Server kommt und wie er nach außen heißt - die SandboxVars regeln, was die Spieler dort erwartet.
Beide Dateien bearbeitest du über den Config-Editor im Webinterface oder per WebFTP/SFTP. Änderungen greifen erst nach einem Server-Neustart. Das sind die Werte, die du zuerst anfasst:
PVP=true # Spieler-gegen-Spieler an/aus
Public=true # im Server-Browser sichtbar
PublicName=Mein PZ Server
MaxPlayers=16 # maximale Spielerzahl
Password= # Beitritts-Passwort (leer = offen)
PauseEmpty=true # Server pausiert ohne Spieler
Open=true # Beitritt ohne Whitelist
Mit PVP=false wird der Server zum reinen Koop-/PvE-Server. Bleibt Password= leer, kann jeder beitreten. PauseEmpty=true hält die Welt an, solange niemand verbunden ist - die Spielzeit läuft dann nicht weiter.
Wie trage ich Mods und Karten richtig ein?
Workshop-Mods bindest du über das Zwei-Schlüssel-System ein: WorkshopItems nimmt die numerischen Workshop-IDs, Mods die Mod-IDs aus der jeweiligen mod.info. Beide Zeilen müssen zusammenpassen, sonst lädt der Server die Mod nicht - Details dazu im Ratgeber Mods installieren. Karten kommen zusätzlich über Map= dazu:
WorkshopItems=2200148440;2822286426
Mods=Bandits;ExampleMod
Map=EerieCountry;Muldraugh, KY
Bei Map= stapelst du mehrere Karten in Ladereihenfolge. Die Vanilla-Karte Muldraugh, KY gehört dabei als Basis immer ans Ende - sie füllt alles, was die vorgelagerten Custom-Maps nicht abdecken. Steht sie vorne, überschreibt sie die Custom-Map. Mehrere Einträge trennst du jeweils mit einem Semikolon, ohne Leerzeichen dahinter.
Auch hier greifen Änderungen erst nach einem Neustart. Wird eine Mod danach trotzdem nicht geladen, fehlt fast immer der jeweils andere Schlüssel: Die Workshop-ID lädt die Mod nur herunter, aktiviert sie aber nicht - erst der passende Eintrag unter Mods tut das.
Über welche Ports läuft der Server?
Die Erreichbarkeit steuerst du über DefaultPort - der Project-Zomboid-Standard ist 16261 - und den zugehörigen UDP-Port. Der Standardport dient dabei nur der Orientierung: Maßgeblich sind immer die Ports, die dir das Webinterface für deinen Server anzeigt. Genau diese Kombination aus IP und Port geben deine Mitspieler im Spiel ein.
Für die Fernverwaltung aktivierst du zusätzlich RCON über RCONPort und RCONPassword. Damit steuerst du den Server, ohne selbst im Spiel zu sein - und darüber verbinden sich auch Verwaltungstools und Discord-Bots, um Befehle abzusetzen oder Neustarts zu planen. Welche Befehle dir dann zur Verfügung stehen und wie du weitere Admins berechtigst, steht im Ratgeber Admin & Server-Befehle. Das RCON-Passwort solltest du nicht mit dem Beitritts-Passwort aus Password= gleichsetzen: Das eine lässt Spieler auf den Server, das andere gibt volle Kontrolle darüber. Halte beide getrennt und ändere das RCON-Passwort, sobald du den Zugriff an weitere Personen weitergibst.
Warum die Datei nicht immer servertest.ini heißt
Der Name ist keine Konstante, sondern eine Vorgabe: Die Konfiguration heißt nur so lange servertest.ini, wie der Server servertest heißt. Benennst du ihn um, heißt die Datei <Name>.ini und die zugehörige Spielregel-Datei <Name>_SandboxVars.lua. Die beiden gehören immer als Paar zusammen und tragen denselben Namensteil.
Praktisch wichtig ist die Folge daraus: Auch der Ordner mit der gespeicherten Welt richtet sich nach diesem Namen. Ein umbenannter Server findet seine bisherige Welt nicht mehr und legt eine neue, leere an - ohne Fehlermeldung, ohne Rückfrage. Für die Spieler sieht das aus wie ein Datenverlust, obwohl die alte Welt unangetastet daneben liegt. Wer den Namen ändern will, zieht deshalb vorher eine Sicherung und weiß, wie er sie zurückspielt: Backups erstellen & zurückspielen.
Der zweite Stolperstein betrifft die Bearbeitung selbst. Liegen im Verzeichnis mehrere .ini-Dateien, etwa aus einem früheren Anlauf, ändert die falsche Datei schlicht nichts - und man sucht den Fehler anschließend in den Werten statt im Dateinamen. Prüfe im Zweifel, welcher Servername im Webinterface steht, und bearbeite genau die Datei, die dazu passt. Dasselbe gilt für die SandboxVars.
Wenn eine Änderung nicht greift
Die Datei ist gespeichert, der Wert steht da, und der Server verhält sich trotzdem wie vorher. Fast immer steckt einer dieser vier Fälle dahinter - in dieser Reihenfolge geprüft, findest du die Ursache am schnellsten:
- Der Server lief beim Bearbeiten. Project Zomboid hält die Konfiguration im Speicher und schreibt sie beim Beenden zurück. Deine Änderung wird dabei überschrieben. Richtige Reihenfolge: stoppen, bearbeiten, starten.
- Es fehlt der Neustart. Die Datei wird nur beim Start gelesen. Ein laufender Server übernimmt nichts nachträglich.
- Der Schlüssel ist verschrieben. Ein unbekannter Name wird stillschweigend übergangen und der Vorgabewert bleibt aktiv. Eine Fehlermeldung gibt es nicht - deshalb lohnt der Vergleich mit einem funktionierenden Eintrag Zeichen für Zeichen.
- Es ist die falsche Datei. Alles, was das Spielgefühl betrifft - Zombies, Loot, XP, Tageslänge -, steht nicht hier, sondern in den SandboxVars.
Für RCON kommt ein Sonderfall dazu: Ohne gesetztes RCONPassword bleibt der Zugang aus, gleichgültig welcher Port eingetragen ist. Die Einrichtung samt Fehlerbildern beschreibt RCON einrichten & verbinden. Und wenn die Änderung zwar greift, aber niemand mehr auf den Server kommt, lohnt der Blick in Verbindungsprobleme lösen - Werte wie Password, MaxPlayers und die Mod-Listen wirken sich unmittelbar auf den Beitritt aus.
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