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Läuft meine bestehende Welt weiter?
Ja. Iron Gate hält im offiziellen 1.0-FAQ ausdrücklich fest, dass alte Spielstände dort bleiben, wo ihr sie zuletzt verlassen habt, und sich weiterspielen lassen. Charaktere sind davon ohnehin nicht betroffen: Sie liegen in Valheim immer lokal beim jeweiligen Spieler und wandern mit ihm von Welt zu Welt.
Euer Server bei uns wird nach dem Update automatisch auf die neue Version gebracht - das ist gerade bei einem Sprung dieser Größe die halbe Miete, weil Valheim nur bei exakt gleicher Version zwischen Client und Server verbindet. Ihr müsst also weder ein Paket neu bestellen noch die Welt manuell umziehen.
Der Haken: Biome entstehen nur in unerkundetem Gebiet
Hier liegt der eigentliche Punkt, und er überrascht viele Gruppen. Iron Gate formuliert es im 1.0-FAQ so: Die Biom-Erzeugung funktioniert nur in Gebieten richtig, die noch nicht erkundet wurden.
Der Grund liegt in der Art, wie Valheim eine Welt speichert. Sobald jemand ein Gebiet betreten hat, wandert das erzeugte Gelände dauerhaft in die Weltdatei. Ändert ein Update anschließend die Regeln der Weltgenerierung, greifen die neuen Regeln nur dort, wo noch nichts festgeschrieben ist. In einer lange bespielten Welt heißt das: Der neue Norden taucht am äußeren Rand eurer bekannten Karte auf, nicht mitten in eurem Stammgebiet.
Iron Gate empfiehlt für das vollständige Erlebnis deshalb einen frischen Start. Das ist eine Empfehlung, keine Bedingung - eine gewachsene Welt bleibt spielbar, ihr seht nur nicht alles.
Behalten oder neu anfangen - die Abwägung
| Alte Welt behalten | Neue Welt starten | |
|---|---|---|
| Bauten und Fortschritt | bleiben vollständig | fangen bei null an |
| Neuer Inhalt | nur am Kartenrand | vollständig |
| Aufwand | keiner | Weltname ändern |
| Rückweg | - | jederzeit |
Ein Mittelweg, den viele Gruppen wählen: die alte Welt liegen lassen und parallel eine neue anfangen. Weil ein Valheim-Server immer genau eine Welt bedient, wechselt ihr dafür schlicht den Weltnamen hin und her - beide Weltdateien bleiben dabei erhalten. Wer die Heimatbasis nicht aufgeben will, aber trotzdem alles sehen möchte, fährt damit am besten.
Wie der Wechsel im Einzelnen läuft, steht in Neue Welt starten. Wollt ihr umgekehrt eine lokal begonnene Welt auf den Server holen, erklärt Eigene Welt hochladen den Weg über die beiden Weltdateien.
Mods: erst abwarten, dann nachziehen
Der unangenehmste Teil eines großen Updates trifft modded Server. Iron Gate sagt dazu klar, dass es keine offizielle Mod-Unterstützung gibt und deshalb nicht zugesichert werden kann, dass Mods nach dem 1.0-Release funktionieren.
Praktisch heißt das: Rechnet damit, dass ein Teil eurer Sammlung zunächst nicht lädt. BepInEx selbst ist dabei kein neutraler Zuschauer, sondern hängt an der Spielversion - ein Update kann also nicht nur einzelne Mods, sondern den Start des Servers insgesamt stören.
Das saubere Vorgehen:
- Vor dem Update eine Kopie der Weltdateien ziehen.
- Den plugins-Ordner leeren beziehungsweise beiseitelegen.
- Den Server unverändert hochfahren und prüfen, dass er sauber startet.
- Mods einzeln zurückholen, sobald die Autoren eine für 1.0 passende Fassung veröffentlicht haben.
Einzeln statt alle auf einmal ist dabei kein Übervorsichtigkeitsritual: Wenn zehn Mods gleichzeitig zurückkommen und der Server nicht startet, beginnt die Sucherei von vorn. Bleibt die Verbindung anschließend hakelig, geht Verbindungsprobleme lösen die üblichen Ursachen durch.
Vor dem Update: die Kurzliste
- Weltdateien sichern. Die
.dbund die.fwlherunterladen, bevor irgendetwas passiert - Näheres in Backups erstellen. - Mod-Liste notieren. Eine schlichte Textdatei mit Mods und Versionen erspart später viel Sucherei.
- Mods deaktivieren. Vanilla starten, dann schrittweise zurückbauen.
- In der Gruppe ansagen, ob ihr die alte Welt behaltet oder neu anfangt. Nichts sorgt für mehr Unmut als eine überraschend leere Karte.
- Crossplay prüfen, wenn neue Mitspieler auf PS5 oder Switch 2 dazukommen sollen - siehe Crossplay einrichten.
Die spieleigenen Sicherungskopien zählen dabei ausdrücklich nicht als Backup: Sie liegen auf demselben Server und helfen genau dann nicht, wenn man sie am dringendsten bräuchte.
Braucht eine 1.0-Welt mehr Leistung?
Die Faustregel bei Valheim bleibt unverändert: Nicht die Spielerzahl treibt den Bedarf, sondern die Weltgröße. Jedes gebaute Objekt und jedes erkundete Gebiet landet dauerhaft in der Weltdatei, und eine über Monate gewachsene Karte braucht spürbar mehr Arbeitsspeicher als eine frisch erzeugte.
Am Spielerlimit ändert 1.0 nichts - Iron Gate beschreibt Valheim weiterhin als Spiel für 1 bis 10 Spieler. Wer mehr Wikinger auf einer Welt will, hebt das Limit nach wie vor über eine Server-Mod an, womit die Runde dann aber auf PC-Spieler beschränkt ist. Hintergründe dazu in Slots erklärt.
Wenn ihr für 1.0 ohnehin frisch anfangt, ist das ein guter Moment, das Paket zu überdenken: Eine neue Karte startet klein und wächst wieder. Richtwerte über mehrere Spiele hinweg sammelt Wie viel RAM brauche ich?, und ein Upgrade ist bei uns jederzeit möglich, ohne dass Welt oder Konfiguration verloren gehen.
Häufige Fragen
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