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Zwei Backends, eine Entscheidung
Valheim betreibt dedizierte Server wahlweise über zwei verschiedene Netzwerk-Backends, und das ist der Kern der ganzen Sache. Iron Gate beschreibt den Parameter -crossplay in der offiziellen Server-Dokumentation so: Er lässt den Server über das Crossplay-Backend laufen, sodass Spieler von jeder Plattform beitreten können. Fehlt der Parameter, wird das Steam-Backend genutzt - und dann können ausschließlich Steam-Nutzer den Server sehen und betreten.
Dieser Unterschied wird gerne unterschätzt. Es ist keine Komfortfunktion, die Konsolenspielern den Beitritt erleichtert, sondern ein Sichtbarkeitsschalter. Ein Server ohne Crossplay existiert für einen PS5-Spieler schlicht nicht - egal wie oft er die Adresse eintippt oder ob er das Passwort kennt.
ohne -crossplay | mit -crossplay | |
|---|---|---|
| Backend | Steam | PlayFab |
| Wer kann beitreten | nur Steam-Spieler | alle Plattformen |
| Beitrittsweg | IP und Port | Join-Code |
Die Entscheidung fällt damit fast von selbst: Sobald jemand aus eurer Runde auf Konsole spielt, ist Crossplay alternativlos. Spielt ihr rein über Steam, könnt ihr beim Steam-Backend bleiben und über die gewohnte feste Server-Adresse aus IP und Port verbinden.
Welche Plattformen mitspielen
Mit dem 1.0-Release am 9. September 2026 ist Valheim auf einer ganzen Reihe von Systemen zu Hause, und alle davon treffen sich bei aktivem Crossplay auf demselben Server:
- PC: Steam sowie die Fassung aus dem Microsoft Store, dazu Linux und macOS.
- Xbox: Xbox One sowie Xbox Series X|S.
- PlayStation 5: neu mit 1.0 dazugekommen.
- Nintendo Switch 2: ebenfalls neu mit 1.0.
Ein Detail, das Iron Gate für Konsolen ausdrücklich festhält: Crossplay muss auf beiden Seiten aktiv sein - am Server und in den Einstellungen der Konsole selbst. Wenn ein Mitspieler trotz korrekt eingerichtetem Server nicht hereinkommt, lohnt der Blick in seine Spieleinstellungen, bevor ihr am Server weitersucht.
Den Schalter setzen
Bei uns pflegst du die Startparameter im Webinterface, ohne selbst an Skripten zu hantieren:
- Server im Webinterface öffnen und stoppen.
- In die Einstellungen mit den Startparametern wechseln.
- Crossplay aktivieren beziehungsweise
-crossplayergänzen. - Speichern und den Server wieder starten.
- Den Join-Code aus dem Webinterface an die Gruppe geben.
Ein Wechsel des Backends ist kein Eingriff in eure Welt: Die Weltdateien bleiben unberührt, gebaute Basen und Fortschritt ebenfalls. Es ändert sich nur, über welchen Weg sich Spieler verbinden. Wer trotzdem lieber auf Nummer sicher geht, zieht vorher einmal eine Kopie - wie das geht, steht in Backups erstellen.
Die übrigen Schalter, die in denselben Startparametern liegen - Kampfschwierigkeit, Ressourcen, Portal-Regeln - behandelt Welt-Modifikatoren.
Was sich am Beitritt ändert
Mit aktivem Crossplay verschiebt sich der Weg auf den Server: Statt Adresse und Port gebt ihr einen Join-Code weiter, den das Webinterface anzeigt. Für die Gruppe ist das meist bequemer, weil sich niemand eine IP merken muss.
Praktisch bewährt hat sich, den Code einmal an einer festen Stelle abzulegen - im Gruppenchat angepinnt oder in der Beschreibung eures Sprachkanals. Wer den vollständigen Beitrittsweg für beide Fälle sucht, findet ihn in Server beitreten; wenn es hakt, arbeitet Verbindungsprobleme lösen die üblichen Ursachen der Reihe nach ab.
Das Server-Passwort bleibt in beiden Fällen Pflicht: mindestens fünf Zeichen, und es darf nicht im Servernamen vorkommen. Damit ist eure Welt automatisch privat, auch mit Crossplay - Details dazu in Server privat machen.
Crossplay und Mods
Ein Punkt, der gemischte Gruppen regelmäßig einholt: Mods über BepInEx sind eine reine PC-Angelegenheit. Konsolenspieler können sie nicht installieren, und ein Server, dessen Mods das Spielgeschehen verändern, verlangt sie von allen Beteiligten.
Daraus folgt eine schlichte Regel: Crossplay-Runden fahren Vanilla. Wer eine große Mod-Sammlung fahren will, macht daraus einen reinen PC-Server. Reine Client-Mods für Optik und Komfort sind davon nicht betroffen - die betreffen ohnehin nur den einzelnen Spieler.
Beides gleichzeitig geht nicht, und das ist keine Einschränkung unserer Tarife, sondern liegt in der Natur der Sache. Wie ihr euer Paket dann sinnvoll wählt, wenn Mods wegfallen und stattdessen die Weltgröße entscheidet, steht in Wie viel RAM brauche ich?.
Wenn Konsolenspieler den Server nicht finden
Der mit Abstand häufigste Fall ist der vergessene Startparameter. Arbeitet die Liste von oben nach unten ab:
- Läuft der Server wirklich mit Crossplay? Nach dem Setzen des Parameters ist ein Neustart nötig, nicht nur ein Speichern.
- Ist Crossplay auf der Konsole an? Der Schalter existiert auf beiden Seiten.
- Stimmt der Join-Code? Nach einem Neustart lohnt der Blick ins Webinterface, statt einen alten Code aus dem Chat zu kopieren.
- Laufen alle auf derselben Spielversion? Valheim verbindet nur bei exakt gleichem Stand. Euer Server wird bei uns automatisch aktualisiert, die Clients über die jeweilige Plattform.
- Sind Mods im Spiel? Dann kommen Konsolenspieler grundsätzlich nicht herein.
Bleibt es dabei, dass ein einzelner Spieler außen vor bleibt, während der Rest der Gruppe drin ist, liegt es fast nie am Server - dann sind Version oder Plattform-Einstellungen die Ursache.
Häufige Fragen
Valheim Server für die ganze Gruppe
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