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Gameserver: Ports, Adresse und FirewallWarum die Serveradresse immer aus IP und Port besteht

Fast jede „Server nicht erreichbar"-Meldung hat mit dem Port zu tun - entweder fehlt er in der Adresse, oder er wird auf dem Weg blockiert. Dieser Ratgeber erklärt, wie sich eine Gameserver-Adresse zusammensetzt, welche Standardports die einzelnen Spiele nutzen und wo eine Firewall dazwischenfunken kann.

IP + PortTCP & UDPStandardports je Spiel

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Die Serveradresse besteht aus zwei Teilen

Ein Gameserver wird immer über IP und Port angesprochen. Die IP sagt, welcher Rechner gemeint ist - der Port, welcher der vielen Dienste auf diesem Rechner. Beides zusammen ergibt die feste Serveradresse, die du deinen Mitspielern gibst:

192.0.2.10:28015

Bei uns teilen sich mehrere Gameserver eine IP und werden über den Port unterschieden. Deine Adresse aus IP und Port ist dabei fest und ändert sich im laufenden Betrieb nicht - du findest sie im Webinterface bei deinem Server.

Daraus folgt die häufigste Fehlerquelle überhaupt: Wer nur die IP weitergibt, gibt eine unvollständige Adresse weiter. Der Client probiert dann den Standardport des Spiels und landet im Zweifel bei einem fremden Server oder ins Leere.

Standardports der Spiele

Die folgenden Ports sind die Werkseinstellung der jeweiligen Spiele. Sie helfen beim Einordnen - maßgeblich ist immer der Port, der bei deinem Server im Webinterface steht. Bei uns bekommt jeder Server eigene Ports zugewiesen, die Werkseinstellung trifft also in aller Regel nicht zu.

SpielStandardportProtokoll
Minecraft (Java)25565TCP
Minecraft (Bedrock)19132UDP
Rust28015UDP
Counter-Strike 227015UDP
DayZ2302UDP
Palworld8211UDP
Project Zomboid16261UDP
7 Days to Die26900TCP & UDP
Terraria7777TCP

Auffällig: Die meisten Spiele nutzen UDP. Das ist für Netzwerksperren relevant - manche restriktiven Netze lassen UDP grundsätzlich nicht durch, während Webseiten problemlos laden.

Query- und RCON-Ports

Viele Spiele nutzen neben dem Spielport weitere Ports für Nebenaufgaben:

  • Query-Port - über ihn melden sich Server in Serverlisten und Tools wie Serverbrowser. Er liegt oft direkt neben dem Spielport.
  • RCON-Port - für die Fernsteuerung per Konsole. Er gehört nicht in die Hände der Spieler und wird mit einem eigenen Passwort geschützt.

Wird dein Server nicht in der Serverliste angezeigt, obwohl das Verbinden per Adresse klappt, ist fast immer der Query-Port die Ursache. Für Rust beschreibt das der Ratgeber In die Serverliste eintragen.

Muss ich selbst Ports freigeben?

Bei einem gemieteten Gameserver: nein. Die für dein Spiel nötigen Ports sind serverseitig bereits erreichbar - du musst weder Portfreigaben einrichten noch eine Firewall konfigurieren.

Anders liegt der Fall bei einem vServer, auf dem du den Spielserver selbst betreibst: Dort verwaltest du die Firewall des Systems selbst und gibst die Ports frei. Wie du das absicherst, steht in vServer absichern.

Und beim Hosten auf dem eigenen Heim-PC kommt zusätzlich das Portforwarding im Router dazu - einer der Gründe, warum das in der Praxis oft scheitert. Der Vergleich steht in Mieten oder selbst hosten?.

Wenn ein einzelner Spieler nicht reinkommt

Kommen alle bis auf einen auf den Server, liegt es nicht am Server. Typische Ursachen auf Spielerseite:

  • Lokale Firewall oder Antivirus blockiert das Spiel - im Zweifel testweise eine Ausnahme setzen.
  • Restriktives Netz in Schule, Firma, Hotel oder öffentlichem WLAN - dort ist UDP häufig gesperrt. Gegenprobe über einen Mobilfunk-Hotspot.
  • VPN aktiv - manche Anbieter leiten Spieleverkehr nicht sauber weiter.
  • Veraltete Adresse - der Spieler hat noch eine alte IP oder einen alten Port gespeichert.

Der schnellste Test ist immer die Gegenprobe: Wenn ein zweiter Spieler aus einem anderen Netz problemlos verbindet, ist der Server in Ordnung.

DDoS-Schutz und Ports

Alle Gameserver bei uns laufen hinter einem DDoS-Schutz mit 250 GBit/s Kapazität. Für dich ändert das an der Adresse nichts: Du verbindest weiterhin über dieselbe IP und denselben Port.

Wichtig zu wissen: Angriffsschutz filtert auf Netzwerkebene und ist keine Firewall, die du konfigurierst. Mehr zum Standort und zur Anbindung steht auf der Seite Rechenzentrum.

Häufige Fragen

Die IP bestimmt den Rechner, der Port den Dienst darauf. Da sich mehrere Gameserver eine IP teilen, ist erst die Kombination aus beidem eindeutig. Deine feste Serveradresse aus IP und Port steht im Webinterface.

Den, der im Webinterface bei deinem Server angegeben ist. Die bekannten Standardports der Spiele - etwa 25565 für Minecraft Java oder 28015 für Rust - sind nur Orientierung und weichen bei geteilten IPs regelmäßig ab.

Bei einem gemieteten Gameserver nicht - die Ports sind serverseitig bereits erreichbar. Portforwarding im Router brauchst du nur, wenn du den Server auf dem eigenen Rechner zu Hause betreibst.

Dann liegt es auf dessen Seite: lokale Firewall, ein restriktives Netz (in Schul- und Firmennetzen ist UDP oft gesperrt), ein aktives VPN oder eine veraltete gespeicherte Adresse. Gegenprobe über einen Mobilfunk-Hotspot.

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