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Rust Plugins installieren & konfigurierenHochladen, konfigurieren, Berechtigungen setzen

Plugins verwandeln einen Vanilla-Rust-Server in eine eigene Spielwelt. Dieser Ratgeber zeigt, wie du Oxide/uMod- und Carbon-Plugins hochlädst, ihre Config- und Data-Dateien bearbeitest und Berechtigungen über oxide.grant vergibst - inklusive einer Auswahl beliebter Plugins.

.cs-Pluginsconfig & dataoxide.grant / Permissions

Veröffentlicht am · zuletzt aktualisiert am

Voraussetzung: Framework aktiv

Plugins brauchen ein Modding-Framework. Aktiviere zuerst Oxide / uMod oder Carbon im Webinterface. Danach existiert der Plugin-Ordner (oxide/plugins/ bzw. carbon/plugins/).

Plugin hochladen

  1. Lade das Plugin als PluginName.cs von umod.org (oder aus der Carbon-Community) herunter.
  2. Verbinde dich per WebFTP im Browser oder mit einem SFTP-Client (z. B. FileZilla) mit deinem Server.
  3. Lege die Datei in den Plugin-Ordner. Das Framework kompiliert und lädt sie automatisch (Hot-Reload).
  4. Prüfe die Server-Konsole auf Meldungen wie „Loaded plugin PluginName".

Manuell neu laden: oxide.reload PluginName (Oxide) bzw. c.reload PluginName (Carbon).

Config & Data bearbeiten

Beim ersten Start erzeugt ein Plugin seine Standard-Konfiguration:

  • config/PluginName.json - Einstellungen (Preise, Cooldowns, Optionen).
  • data/ - gespeicherte Laufzeitdaten (z. B. Kits, Clans).
  • lang/de/ bzw. lang/en/ - Textbausteine für Sprachen.

Bearbeite die JSON-Datei per FTP, achte auf gültiges JSON (Kommas, Anführungszeichen) und lade das Plugin danach neu, damit die Änderungen greifen.

Ein Detail wird dabei leicht übersehen: Viele Plugins schreiben ihre Konfiguration selbst zurück - etwa wenn eine neue Fassung zusätzliche Optionen ergänzt. Bearbeitest du die Datei, während das Plugin geladen ist, kann deine Version dabei überschrieben werden. Der sichere Weg ist deshalb: Plugin entladen oder Server stoppen, Datei ändern, Plugin wieder laden.

Der Unterschied zwischen config/ und data/ ist wichtiger, als er aussieht. Die Konfiguration hast du selbst gesetzt und kannst sie notfalls in einer halben Stunde neu aufbauen. Die Daten sind gewachsen - Zonen, Punktestände, Kits, Gruppen -, und sie lassen sich nicht rekonstruieren. Wenn du nur einen von beiden Ordnern sicherst, dann diesen.

Berechtigungen mit oxide.grant

Viele Plugins arbeiten mit Berechtigungen und Gruppen. Beispiele in der Server-Konsole:

oxide.grant group default kits.use
oxide.grant user 76561198XXXXXXXXX vanish.use
oxide.group add vip
oxide.grant group vip kits.vip

So erlaubst du z. B. allen Spielern das Kit-Kommando, gibst einem einzelnen Spieler (SteamID64) Vanish-Rechte oder legst eine VIP-Gruppe an. Unter Carbon funktionieren dieselben Befehle mit dem Präfix c..

Beliebte Plugins

  • Kits - Start- und Rang-Pakete mit Items und Cooldowns.
  • Clans - Clan-System mit Tags, Friendly-Fire-Schutz und Chat.
  • ZLevels - Sammel-Skill-System mit steigenden Erträgen.
  • BetterLoot - konfigurierbare Loot-Tables.
  • Vanish - unsichtbarer Admin-Modus zur Moderation.
  • AdminRadar - Overlay mit Spielern, Basen und Loot.
  • Rust:IO - Live-Karte des Servers im Browser.

Abhängigkeiten: warum ein Plugin bei anderen läuft und bei dir nicht

Nicht jedes Plugin läuft für sich allein. Manche setzen ein zweites Plugin voraus, das Grundfunktionen bereitstellt - typisch bei Wirtschafts-, Menü- und Statistiksystemen. Fehlt dieser Unterbau, meldet die Konsole beim Laden eine fehlende Referenz und das Plugin bleibt inaktiv, obwohl die Datei völlig korrekt im Ordner liegt.

Was auf umod.org unter den Anforderungen eines Plugins steht, gehört deshalb mit heruntergeladen. In der Regel löst sich der Fehler von selbst, sobald die fehlende Datei ebenfalls im Plugin-Ordner liegt - eine einzelne Fehlermeldung direkt nach dem ersten Upload sagt also noch nichts. Lade zusammengehörende Dateien gemeinsam hoch und schau erst danach in die Konsole.

Davon zu unterscheiden ist ein Fehler beim Kompilieren: Dann nennt die Konsole eine Zeilennummer aus der .cs-Datei. Das ist kein Konfigurationsproblem, sondern ein Hinweis darauf, dass die Plugin-Fassung nicht zur installierten Framework-Version passt. Meist hilft nur die aktuelle Fassung des Plugins - oder Geduld, bis der Autor nachgezogen hat.

Plugins und der Force Wipe

Der monatliche Force Wipe ist für einen modded Server der kritischste Tag - und zwar nicht wegen der Karte, sondern wegen des Frameworks. Das Rust-Update überschreibt die Framework-Dateien; bis eine passende Fassung von Oxide oder Carbon vorliegt, lädt kein einziges Plugin. Der Server läuft dann als Vanilla-Server weiter, ohne dass im Spiel eine Fehlermeldung erscheint. Was von außen wie ein defektes Plugin aussieht, ist in Wahrheit ein fehlendes Framework.

Die Plugin-Dateien selbst und ihre Konfigurationen bleiben davon unberührt. Sie liegen außerhalb der Speicherdateien und überstehen einen Map-Wipe unverändert - du musst nach dem Wipe also nichts neu hochladen. Aufräumen musst du trotzdem an einer Stelle: Plugin-Daten mit Weltbezug - gesetzte Zonen, Marker, Ereignispunkte - zeigen nach einem neuen Seed ins Leere. Diese Einträge gehören zum Wipe zurückgesetzt, sonst löst ein Ereignis mitten im Ozean aus.

Zwei Vorbereitungen ersparen dir den größten Teil des Ärgers: Prüfe vor dem Wipe-Tag, ob es zu deinen wichtigsten Plugins aktuelle Fassungen gibt, und sichere den kompletten Plugin-Ordner samt Konfigurationen vorher. Backups sind bei uns durchgehend Self-Service über WebFTP oder SFTP, siehe Backups erstellen.

Wie viele Plugins verträgt ein Server?

Jedes Plugin kostet Arbeitsspeicher und Rechenzeit, manches davon in jedem Server-Tick. Spürbar wird das selten am einzelnen Plugin, sondern an der Summe: Ein Server mit vierzig Erweiterungen, von denen die Hälfte ungenutzt mitläuft, verliert Leistung - und für Spieler äußert sich das als Verzögerung beim Treffer. Wie du das misst und eingrenzt, steht unter Server-Performance & FPS optimieren.

Eine brauchbare Faustregel: Jedes Plugin muss ein Bedürfnis bedienen, das deine Spieler tatsächlich haben. Alles andere fliegt raus.

  • Einzeln testen statt im Zehnerpack - nur so lässt sich ein Problem später einem Plugin zuordnen.
  • Entladen statt löschen, wenn du etwas ausmustern willst. Die Konfiguration bleibt erhalten, falls du es dir anders überlegst.
  • Zum Wipe aufräumen - das ist der natürliche Zeitpunkt, um Plugins zu entfernen, die niemand vermisst hat.
  • Doppelte Zuständigkeiten vermeiden. Zwei Plugins, die beide dieselben Werte anfassen, ergeben unvorhersehbare Ergebnisse - besonders bei den Gather Rates.

Die schlanke Liste zahlt sich außerdem am Wipe-Tag aus: Je weniger Plugins du fährst, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass eines davon nach dem Monats-Update noch nicht angepasst ist und dich am Start hindert.

Häufige Fragen

Lade die .cs-Datei von umod.org herunter und lege sie per WebFTP oder SFTP in den Ordner oxide/plugins/ (Oxide) bzw. carbon/plugins/ (Carbon). Das Framework kompiliert und aktiviert das Plugin automatisch.

Meist liegt es an ungültigem JSON (fehlendes Komma oder Anführungszeichen) oder daran, dass das Plugin nicht neu geladen wurde. Prüfe die Datei und führe oxide.reload PluginName bzw. c.reload PluginName aus.

Über Berechtigungen: oxide.grant user <SteamID64> <permission> gibt einem Spieler das Recht, oxide.grant group <gruppe> <permission> einer ganzen Gruppe. Die passende Permission steht in der Plugin-Beschreibung auf umod.org.

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