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ARK Zucht, Brut und PrägungZuchtzeiten so einstellen, dass sie zum Alltag passen

Die Zucht ist der Teil von ARK, an dem die meisten Server ihre Einstellungen anpassen - und zwar aus einem einfachen Grund: Im Originalzustand brauchen große Kreaturen Tage, in denen jemand in der Nähe sein muss. Dieser Ratgeber erklärt die Werte, ihr Zusammenspiel und die Fallstricke.

ReifezeitBrutzeitPrägungGame.ini

Veröffentlicht am

Der Ablauf in vier Schritten

Wer die Werte anpassen will, sollte den Ablauf kennen, den sie beeinflussen:

  1. Paarung. Zwei gezähmte Tiere derselben Art erzeugen ein Ei oder eine Schwangerschaft. Danach greift eine Wartezeit, bevor erneut gepaart werden kann.
  2. Brut. Eier brauchen die richtige Temperatur und Zeit. Diese Phase erfordert Vorbereitung, aber keine dauerhafte Anwesenheit.
  3. Aufzucht. Das Jungtier muss gefüttert werden und darf nicht verhungern - die kritische Phase.
  4. Prägung. In festen Abständen verlangt das Jungtier Zuwendung. Jede erfüllte Bitte erhöht den Prägewert, der dem erwachsenen Tier dauerhaft bessere Werte gibt.

Alle zugehörigen Werte stehen in der Game.ini - nicht in der GameUserSettings.ini, wo die allgemeinen Raten liegen.

Die vier Stellschrauben

  • Reifezeit. Wie schnell Jungtiere erwachsen werden. Der wirksamste Wert - er entscheidet, ob eine Aufzucht eine Stunde oder einen Abend dauert.
  • Brutzeit. Wie lange Eier bis zum Schlüpfen brauchen.
  • Paarungsintervall. Die Wartezeit zwischen zwei Paarungen. Wer eine Zuchtlinie aufbauen will, senkt diesen Wert.
  • Kuschelintervall und Prägewert. Wie oft Zuwendung verlangt wird und wie viel sie bringt.

Der klassische Fehler

Es gibt einen Fehler, den fast jeder Serverbetreiber einmal macht: die Reifezeit stark beschleunigen und das Kuschelintervall unverändert lassen.

Das Ergebnis ist unangenehm: Das Jungtier wird erwachsen, bevor es genug Zuwendung einfordern konnte. Eine vollständige Prägung wird damit rechnerisch unmöglich - und gerade die Prägung ist für viele der Grund, überhaupt zu züchten.

Die Regel lautet deshalb: Beschleunigst du die Reife, verkürze auch das Kuschelintervall. Wer die Reifezeit auf ein Zehntel setzt, sollte das Intervall in ähnlicher Größenordnung anpassen. Nach der Änderung lohnt ein Test mit einer schnell wachsenden Art, bevor jemand Zeit in ein wertvolles Tier steckt.

Werte, die sich bewährt haben

SpielweiseAnsatz
OriginalAlles unverändert - Zucht als Langzeitprojekt für Gruppen mit viel Zeit.
Feierabend-ZuchtReife etwa zehnfach beschleunigt, Kuschelintervall entsprechend verkürzt, Paarungsintervall halbiert.
Zucht im VordergrundReife stark beschleunigt, Brutzeit kurz - eine Aufzucht passt in eine Spielsitzung.

Die Feierabend-Variante ist für die meisten Gruppen die richtige: Zucht bleibt ein Vorhaben, das Planung braucht, sprengt aber keinen Abend.

Was die Zucht den Server kostet

Ein Punkt, der gern übersehen wird: Jedes gezüchtete Tier bleibt dauerhaft in der Welt und wird mitberechnet. Eine ambitionierte Zuchtlinie erzeugt schnell hunderte Kreaturen - und das ist einer der Hauptgründe, warum ARK-Server mit der Zeit mehr Ressourcen brauchen, siehe Wie viel RAM braucht ein ARK Server?.

Zwei Gegenmittel haben sich bewährt: ein Limit für gezähmte Tiere pro Stamm und die Gewohnheit, misslungene Zuchtversuche nicht ewig aufzuheben. Beides lässt sich über die GameUserSettings.ini beziehungsweise über Absprachen in der Gruppe regeln.

Änderungen im laufenden Betrieb

Änderungen an den Zuchtwerten wirken sich auf laufende Aufzuchten aus - und zwar sofort. Wer die Reifezeit mitten in einer Aufzucht verkürzt, kann ein Jungtier schlagartig erwachsen werden lassen, samt verlorener Prägungsmöglichkeit.

Deshalb: Zuchtwerte am besten ändern, wenn niemand mitten in einer Aufzucht steckt - und die Änderung vorher ankündigen. Vor dem Eingriff lohnt wie immer eine Sicherung, siehe Spielstand sichern und umziehen.

Häufige Fragen

In der Game.ini. Dort stehen Reifezeit, Brutzeit, Paarungsintervall, Kuschelintervall und der Prägewert.

Weil die Reifezeit beschleunigt wurde, ohne das Kuschelintervall anzupassen. Das Tier wird erwachsen, bevor es genug Zuwendung einfordern konnte - beide Werte gehören zusammen.

Eine deutlich beschleunigte Reife mit entsprechend verkürztem Kuschelintervall und ein halbiertes Paarungsintervall. So passt eine Aufzucht in einen Abend.

Ja. Jede gezüchtete Kreatur bleibt dauerhaft in der Welt und wird mitberechnet. Ein Limit pro Stamm hält den Server schlank.

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