Privatkunde Geschäftskunde

Die Game.ini erklärtFeintuning für Zucht, Engramme und Erfahrung

Während die GameUserSettings.ini die großen Regler enthält, liegt in der Game.ini das Feintuning: Zucht- und Reifezeiten, Engramm-Punkte, Erfahrungskurven, Stapelgrößen und das Verhalten einzelner Kreaturen. Dieser Ratgeber zeigt, was sich hier lohnt - und wo Vorsicht angebracht ist.

ZuchtEngrammeStapelgrößenFeintuning

Veröffentlicht am

Wozu es eine zweite Datei gibt

Die Trennung wirkt willkürlich, hat aber Logik: In der GameUserSettings.ini steht, wie der Server betrieben wird - Passwörter, Regeln, Raten. In der Game.ini steht, wie das Spiel selbst funktioniert.

Alle Einträge gehören unter denselben Abschnitt, der wie die GameUserSettings.ini in eckigen Klammern über den Werten steht. Fehlt diese Zeile oder ist sie falsch geschrieben, wird die gesamte Datei ignoriert - der mit Abstand häufigste Fehler.

Zucht: der wichtigste Block

Für die meisten Server ist die Zucht der Hauptgrund, diese Datei überhaupt anzufassen. Im Originalzustand dauert das Aufziehen großer Kreaturen viele Stunden am Stück - unrealistisch für Leute mit Job.

  • Reifezeit - wie schnell Jungtiere erwachsen werden. Der wirksamste Wert überhaupt.
  • Brutzeit - wie lange Eier bis zum Schlüpfen brauchen.
  • Paarungsintervall - wie lange es dauert, bis erneut gezüchtet werden kann.
  • Kuschelintervall und Prägewert - bestimmen, wie oft man sich um ein Jungtier kümmern muss und wie viel eine Prägung bringt.

Wichtig ist das Zusammenspiel: Wer die Reifezeit stark beschleunigt, ohne das Kuschelintervall anzupassen, macht eine vollständige Prägung praktisch unmöglich - das Tier ist erwachsen, bevor es genug Zuwendung bekommen konnte. Ausführlich steht das in Zucht, Brut und Imprint.

Engramme und Erfahrung

Zwei weitere Blöcke, die viele Server anfassen:

  • Engramm-Punkte pro Stufe. Im Original reichen sie nicht für alle Baupläne. Wer seiner Gruppe die Punktejagd ersparen will, erhöht sie - oder gibt so viele, dass jeder alles lernen kann.
  • Erfahrungskurve. Legt fest, wie viel Erfahrung jede Stufe kostet, und damit auch das Höchstlevel für Spieler und Kreaturen.
  • Werte pro Stufe. Wie viel Leben, Gewicht oder Schaden ein Punkt bringt - für Spieler und gezähmte Tiere getrennt einstellbar.

Bei der Erfahrungskurve ist Vorsicht angebracht: Sie wird als lange Liste eingetragen, und ein Fehler darin kann dazu führen, dass Aufstiege gar nicht mehr funktionieren. Vor dem Ändern die Datei sichern.

Stapelgrößen und Ernte je Ressource

Zwei Einstellungen, die den Alltag spürbar angenehmer machen:

  • Stapelgrößen. Wie viele Einheiten eines Gegenstands in einen Slot passen. Höhere Stapel bedeuten weniger Kisten, weniger Laufwege - und ganz nebenbei weniger Objekte in der Welt.
  • Erntemenge je Ressource. Anders als der pauschale Multiplikator lässt sich hier einzeln nachjustieren - etwa mehr Metall, ohne dass Beeren überquellen.

Beides wird pro Gegenstand eingetragen, was die Datei schnell lang macht. Fang mit den Ressourcen an, die deine Gruppe tatsächlich in Massen braucht.

Kreaturen ersetzen oder abschalten

Die Game.ini erlaubt auch, das Kreaturen-Aufkommen zu verändern: eine Art durch eine andere ersetzen oder ganz aus der Welt nehmen. Der klassische Anwendungsfall sind Kreaturen, die auf einer bestimmten Karte für ständigen Ärger sorgen.

Zwei Hinweise: Änderungen wirken auf neu erzeugte Kreaturen, nicht auf bereits vorhandene. Und wer eine Art entfernt, sollte prüfen, ob sie für ein Rezept oder eine Ressource gebraucht wird.

Vorgehen und Sicherung

Wie bei der GameUserSettings.ini gilt: Server stoppen, Datei ändern, Server starten. Bearbeiten kannst du sie im Config-Editor oder per WebFTP und SFTP.

Weil die Game.ini schnell mehrere hundert Zeilen umfasst, lohnt sich hier eine Kopie besonders - siehe Spielstand sichern und umziehen. Und ändere nicht alles auf einmal: Wer zehn Werte gleichzeitig anfasst und danach ein seltsames Verhalten beobachtet, sucht lange.

Häufige Fragen

Für das Feintuning: Zucht- und Reifezeiten, Engramm-Punkte, Erfahrungskurven, Werte pro Stufe, Stapelgrößen und das Kreaturen-Aufkommen.

Fast immer an der Abschnittszeile in eckigen Klammern über den Werten. Fehlt sie oder ist sie falsch geschrieben, wird die ganze Datei ignoriert.

Weil Reifezeit und Kuschelintervall zusammengehören. Beschleunigst du nur die Reife, wird das Tier erwachsen, bevor es genug Zuwendung bekommen konnte.

Ja, pro Gegenstand. Das reduziert Kisten und Laufwege und nebenbei die Zahl der Objekte in der Welt.

ARK Server mit voller Kontrolle

Beide INI-Dateien im Config-Editor, WebFTP und SFTP, alle offiziellen Karten - prepaid, made in Germany.

Tarife & Preise ansehen