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Der Unterschied in einem Satz
Ein Gameserver ist ein fertig eingerichteter Spieleserver mit Webinterface: Du wählst das Spiel, der Rest ist vorbereitet. Ein vServer ist ein virtueller Server mit Root-Zugriff, auf dem du alles selbst installierst und betreibst.
| Gameserver | vServer | |
|---|---|---|
| Einrichtung | sofort spielbereit | Betriebssystem, Spielserver, Absicherung selbst |
| Verwaltung | Webinterface, Konsole, WebFTP | SSH und Kommandozeile |
| Spielauswahl | unsere zwölf Spiele | alles, was auf Linux läuft |
| Mehrere Dienste | ein Spiel je Server | mehrere Server und Tools parallel |
| Updates | über das Panel | selbst einspielen, auch fürs System |
| Vorkenntnisse | keine nötig | Linux-Grundlagen erforderlich |
Wann der Gameserver die richtige Wahl ist
Für die allermeisten Fälle - und das ist keine Bescheidenheitsfloskel:
- Du willst eines unserer zwölf Spiele hosten und sonst nichts.
- Du willst heute spielen, nicht am Wochenende einrichten.
- Du willst Configs im Browser bearbeiten statt per SSH.
- Du willst dich nicht um Systemupdates und Absicherung kümmern.
- Mehrere Leute sollen mitverwalten, ohne Root-Zugriff zu bekommen.
Der wichtigste Punkt ist der Aufwand nach dem ersten Tag: Ein vServer will dauerhaft gepflegt werden. Wer das nicht möchte, ist mit dem Gameserver besser bedient - das ist der ehrliche Normalfall.
Wann sich der vServer lohnt
Es gibt klare Fälle, in denen der Gameserver nicht reicht:
- Ein Spiel, das wir nicht anbieten. Auf einem vServer läuft alles, was du selbst installieren kannst.
- Mehrere Dienste auf einer Maschine - etwa Spielserver, TeamSpeak und eine Clan-Website nebeneinander.
- Eigene Automatisierung - Skripte, Cronjobs, Docker-Container. Unsere vServer sind LXC-Container mit Nesting, Docker läuft also.
- Volle Kontrolle über Versionen - eigene Java-Builds, Patches, exotische Konfigurationen.
- Du willst es lernen. Ein völlig legitimer Grund - ein vServer ist eine gute Übungsumgebung.
Wie ein Minecraft-Server auf einem vServer aufgesetzt wird, zeigt Minecraft auf dem vServer hosten.
Was du beim vServer zusätzlich übernimmst
Root-Zugriff bedeutet auch Verantwortung. Diese Aufgaben liegen dann bei dir:
- Systemupdates regelmäßig einspielen.
- Absicherung - SSH härten, Firewall setzen. Siehe vServer absichern.
- Portfreigaben selbst konfigurieren - siehe Ports & Firewall.
- Spielserver-Updates nachziehen, gerade bei Rust und DayZ regelmäßig nötig.
- Backups - wie beim Gameserver Self-Service, aber ohne vorbereitetes WebFTP.
Rechne das ehrlich gegen: Wer den Aufwand nicht einplant, hat nach drei Monaten einen ungepatchten Server im Netz.
Der Aufwand ehrlich gerechnet
Der Unterschied liegt weniger im ersten Abend als in dem, was danach kommt. Beim Gameserver ist die Einrichtung nach der Bestellung erledigt; der Server steht in rund 120 Sekunden bereit, und danach beschränkt sich die Arbeit auf das Spiel selbst - Configs anpassen, Mods hochladen, moderieren.
Beim vServer kommen drei Posten dazu, die dauerhaft anfallen:
- Die Ersteinrichtung. Betriebssystem, Abhängigkeiten, Spielserver, Autostart, Ports. Beim ersten Mal ist das ein Abend, beim zweiten Mal eine Stunde - siehe Erste Schritte auf dem vServer.
- Die Systempflege. Sicherheitsupdates gehören regelmäßig eingespielt, nicht einmalig. Das ist der Posten, den fast alle unterschätzen.
- Die Spielserver-Updates. Erscheint ein Patch, ist der Server nicht mehr beitretbar, bis du ihn nachgezogen hast. Bei Rust und DayZ passiert das regelmäßig, bei Minecraft-Modpacks nach jedem Versionswechsel.
Rechne das gegen deinen Alltag, nicht gegen dein Interesse an einem freien Wochenende. Wer Freude an der Administration hat, empfindet den Aufwand nicht als Last - wer nur spielen will, wird ihn nach zwei Monaten liegen lassen, und dann steht ein ungepatchter Server im Netz. Auch der Zugriff unterscheidet sich im Alltag: Am Gameserver können mehrere Leute mitverwalten, ohne Root-Rechte zu bekommen; am vServer teilst du entweder das Passwort oder legst getrennte Zugänge selbst an.
Der Zwischenweg: beides kombinieren
Die Frage wird meistens als Entweder-oder gestellt, ist aber in der Praxis oft keins. Eine verbreitete Aufteilung sieht so aus: Das Spiel läuft auf dem Gameserver, alles Drumherum auf einer eigenen Maschine.
- Spiel auf dem Gameserver - fertig eingerichtet, mit Webinterface, Konsole und WebFTP, ohne Systempflege.
- Voice, Bots und Automatisierung auf dem vServer - etwa ein TeamSpeak-Server, ein Discord-Bot oder Cronjobs, die sich mit dem Spielserver verbinden.
- Clan-Seite auf einem Webspace, wenn es nur um eine Website mit Mailkonten geht - dafür braucht es keinen Root-Zugriff.
Diese Aufteilung hat einen praktischen Vorteil: Ein Fehler bei der Systempflege legt dann nicht die Spielrunde lahm. Umgekehrt bleibt der Voice-Server erreichbar, wenn am Spielserver etwas hakt.
Was bei beiden Wegen gleich bleibt: Standort Frankfurt am Main, DDoS-Schutz bis 250 GBit/s und die Abrechnung über Guthaben statt Vertrag, siehe Prepaid oder Abo?. Und was der vServer nicht kann, gehört zur ehrlichen Rechnung dazu: Es sind LXC-Container, ein eigener Kernel oder verschachtelte Virtualisierung sind damit nicht möglich - die Abgrenzung erklärt LXC oder KVM.
Die schnelle Entscheidung
Drei Fragen, die die Sache meist klären:
- Ist dein Spiel bei den zwölf dabei? Wenn nein → vServer.
- Brauchst du mehrere Dienste parallel? Wenn ja → vServer.
- Willst du dich um Systempflege kümmern? Wenn nein → Gameserver.
Was ein Gameserver kostet, steht in Was kostet ein Gameserver?; die vServer-Tarife stehen auf der vServer-Seite.
Häufige Fragen
Gameserver mieten
Zwölf Spiele sofort spielbereit, mit Webinterface, WebFTP und Konsole - Prepaid ohne Kündigungsfrist, Standort Frankfurt am Main.
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