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Ebene 1: Wer kommt überhaupt rein?
Der wirksamste Schutz ist der, bei dem der Griefer gar nicht erst auf den Server kommt. Zwei Bordmittel ohne jedes Plugin:
- Whitelist - nur eingetragene Namen kommen rein. Für einen Freundeskreis die einfachste und beste Lösung, siehe Whitelist einrichten.
online-mode=true- die Standardeinstellung prüft die Spieler gegen die Mojang-Authentifizierung. Wer sie abschaltet, öffnet den Server für beliebige Namen; ein gebannter Spieler kommt dann unter neuem Namen zurück.
Beide Werte stehen in der server.properties. Für einen öffentlichen Server scheidet die Whitelist naturgemäß aus - dann greifen die Ebenen 2 und 3.
Ebene 2: Protokollieren
Auf einem öffentlichen Server ist die entscheidende Frage nicht „ob", sondern „wer und wann". Dafür gibt es Protokoll-Plugins - CoreProtect ist der verbreitete Standard auf Paper-Servern.
Ein solches Plugin zeichnet auf, wer welchen Block gesetzt oder abgebaut, welche Kiste geöffnet und welches Feuer gelegt hat. Damit lässt sich im Nachhinein genau nachvollziehen, was passiert ist.
- Nachschlagen: Per Werkzeug auf einen Block klicken und die Historie sehen.
- Suchen: Alle Aktionen eines Spielers in einem Zeitraum auflisten.
- Zurücksetzen: Die Aktionen eines Spielers im betroffenen Bereich rückgängig machen.
Wichtig: Ein Protokoll-Plugin wirkt nur ab dem Zeitpunkt der Installation. Es gehört auf einen Community-Server, bevor etwas passiert - hinterher ist es wertlos.
Ebene 3: Gebiete schützen
Statt Schaden zu reparieren, lässt er sich verhindern. Gebietsschutz-Plugins definieren Regionen, in denen nur berechtigte Spieler bauen dürfen.
- Spawn-Bereich schützen - die wichtigste Einzelmaßnahme auf jedem öffentlichen Server.
- Spieler-Grundstücke, die sich die Spieler selbst beanspruchen und für Freunde freigeben können.
- Globale Regeln - etwa Feuerausbreitung und Explosionsschaden abschalten.
Die letzten beiden Punkte lassen sich teilweise sogar ohne Plugin abbilden: Die Regeln mobGriefing, fireSpread und doFireTick setzt du per /gamerule direkt in Vanilla. Das nimmt Creepern und Feuer einen Großteil ihres Zerstörungspotenzials.
Was Vanilla schon mitbringt
Bevor du Plugins installierst - diese Bordmittel wirken sofort:
/gamerule mobGriefing false // Creeper und Enderman verändern nichts
/gamerule doFireTick false // Feuer breitet sich nicht aus
/gamerule keepInventory true // entschärft Rachefeldzüge nach dem Tod
Dazu kommen die klassischen Verwaltungsbefehle: /ban, /ban-ip und /kick. Sie brauchen Operator-Rechte, siehe OP werden & Admin-Rechte.
Ein Hinweis zu OP: Vergib es sparsam. Ein Operator kann alles - auch alles zerstören. Auf Community-Servern ist ein Rechte-Plugin mit fein abgestuften Rollen die deutlich sicherere Wahl als OP für mehrere Leute.
Wenn es doch passiert ist
- Server stoppen oder den Verursacher bannen, damit nicht weiter Schaden entsteht.
- Protokoll auswerten, sofern eines läuft - Umfang und Zeitraum bestimmen.
- Gezielt zurücksetzen statt die ganze Welt zurückzuspielen.
- Nur wenn nichts anderes hilft: Backup einspielen - dann geht aber auch der Fortschritt aller anderen seit dem Backup verloren.
Genau deshalb ist die Kombination aus Protokoll und regelmäßigen Sicherungen so wertvoll: Sie erlaubt den chirurgischen Eingriff statt der Rolle rückwärts. Backups sind bei uns Self-Service, siehe Backups erstellen.
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