Was beim Umzug tatsächlich passiert
Beim Domainumzug wechselt ausschließlich der Registrar - also der Anbieter, über den die Domain bei der Registry geführt wird. Der Inhaber bleibt derselbe, die Domain selbst bleibt bestehen, und die Restlaufzeit geht nicht verloren.
Bei .de heißt dieser Vorgang KK-Antrag (Konnektivitätskoordination), bei allen anderen Endungen schlicht Transfer. Technisch läuft beides über einen Autorisierungscode, den nur der bisherige Anbieter herausgeben kann.
Vorbereitung: das sicherst du vorher
Der Transfer selbst ist unspektakulär. Ärger entsteht fast immer durch Dinge, die vorher nicht gesichert wurden:
- DNS-Einträge dokumentieren. Notiere dir alle A-, AAAA-, CNAME-, MX-, TXT- und SRV-Einträge der Domain. Nach dem Wechsel legst du sie neu an - siehe DNS-Einträge erklärt.
- E-Mail prüfen. Liegen Postfächer beim alten Anbieter, verschwinden sie mit der Kündigung. Erst umziehen, dann transferieren.
- Inhaberdaten aktualisieren. Sind Name und Anschrift veraltet, kann der Transfer scheitern.
- Ablaufdatum im Blick behalten. Läuft die Domain in den nächsten Tagen aus, verlängere erst und ziehe danach um.
Schritt 1: AuthCode anfordern
Der AuthCode - je nach Anbieter auch EPP-Code, Auth-Info oder Transfer-Code genannt - ist das Passwort für den Umzug. Du forderst ihn beim bisherigen Anbieter an, meist direkt im Kundenbereich.
- Der Code ist zeitlich begrenzt gültig - typisch 30 Tage. Läuft er ab, forderst du einfach einen neuen an.
- Bei vielen Endungen musst du zusätzlich den Transfer-Lock (Registrar-Lock) deaktivieren. Solange er aktiv ist, weist die Registry den Transfer ab.
- Der bisherige Anbieter darf die Herausgabe nicht verweigern. Reagiert er nicht, hilft bei
.dedie DENIC über einen sogenannten Providerwechselantrag weiter.
Schritt 2: DNS vorbereiten
Dieser Schritt wird gern übersprungen und ist genau der, der Ausfälle verhindert. Lege die Zone vor dem Transfer bei uns an, mit denselben Werten wie beim alten Anbieter.
Sind die Einträge identisch, merkt niemand etwas vom Wechsel: Sobald die Nameserver umschwenken, beantworten unsere dieselben Anfragen wie vorher. Fehlt die Zone, zeigt die Domain nach dem Transfer ins Leere - bis du die Einträge nachträgst.
Schritt 3: Transfer beauftragen
- Im Domainbestellprozess die Domain eingeben und den Transfer auswählen.
- Den AuthCode eintragen und die Inhaberdaten bestätigen.
- Bestellung abschließen - der Betrag wird aus deinem Prepaid-Guthaben gezogen.
- Die Registry führt den Wechsel durch. Danach verwaltest du die Domain im Webinterface.
Nach Abschluss prüfst du, ob alle DNS-Einträge stehen, und lässt den alten Server noch ein paar Tage laufen, bis die letzten Resolver die neuen Werte kennen.
Wie lange dauert der Transfer?
| Endung | Ablauf | Typische Dauer |
|---|---|---|
.de | KK-Antrag über die DENIC | meist innerhalb eines Tages |
.com, .net, .org | Transfer mit Bestätigungsmail | bis zu 5 Tage |
.eu, .at, .ch | je nach Registry unterschiedlich | 1 bis 5 Tage |
Bei den generischen Endungen verschickt die Registry eine Bestätigungsmail an die hinterlegte Inhaberadresse. Wird sie nicht bestätigt, läuft der Transfer nach einigen Tagen ins Leere - prüfe deshalb, dass diese Adresse erreichbar ist.
Sperrfristen, die du kennen solltest
- 60 Tage nach Neuregistrierung: Bei generischen Endungen wie
.comist ein Transfer in den ersten 60 Tagen gesperrt. Das ist eine ICANN-Vorgabe, keine Anbieterentscheidung. - 60 Tage nach Inhaberwechsel: Nach einem Wechsel des Registranten gilt dieselbe Frist erneut.
- Kein Ausschluss bei .de: Die DENIC kennt diese Sperrfristen nicht - ein KK-Antrag ist auch kurz nach der Registrierung möglich.
Was der Umzug kostet
Der Transit zu MainHoster.de ist kostenlos. Du zahlst nur den regulären Jahrespreis der Endung, wie bei einer Neuregistrierung.
Bei den meisten generischen Endungen verlängert der Transfer die Laufzeit um ein weiteres Jahr - die Restlaufzeit beim alten Anbieter bleibt dabei erhalten und wird oben draufgerechnet. Eine Übersicht der Jahrespreise steht unter Was kostet eine Domain.
Häufige Fragen
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