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DNS-Einträge erklärtA, AAAA, CNAME, MX, TXT, SRV und TTL

Jeder DNS-Eintrag beantwortet eine bestimmte Frage über deine Domain: Auf welchen Server zeigt sie? Wohin gehen E-Mails? Welcher Dienst läuft auf welchem Port? Diese Referenz erklärt alle Record-Typen, die du im Webinterface setzen kannst - mit Beispielwerten.

A & AAAACNAMEMXTXTSRVTTL

Wofür DNS-Einträge da sind

Die Nameserver deiner Domain halten eine Zone - eine Liste von Einträgen, die Anfragen beantworten. Jeder Eintrag besteht aus vier Teilen: Name (die Subdomain oder @ für die Domain selbst), Typ, Wert und TTL.

Bei MainHoster.de setzt du diese Einträge im Webinterface. Verfügbar sind unter anderem A, AAAA, CNAME, MX, TXT, PTR und SRV.

Die Record-Typen im Überblick

TypBeantwortetBeispielwert
AWelche IPv4-Adresse?185.119.117.42
AAAAWelche IPv6-Adresse?2a01:4f8:1c17::1
CNAMEWelcher andere Name gilt?deinefirma.de.
MXWelcher Mailserver nimmt Post an?10 mail.deinefirma.de.
TXTFreitext, z. B. SPF/DKIM/DMARCv=spf1 mx -all
SRVWelcher Host und Port für einen Dienst?0 5 25565 mc.deinefirma.de.
PTRWelcher Name gehört zur IP? (Reverse)server.deinefirma.de.
NSWelche Nameserver sind zuständig?ns1.example.net.

Werte, die auf einen Namen zeigen, enden in der Zonendatei mit einem Punkt. Viele Oberflächen ergänzen ihn automatisch - wenn nicht, gehört er dazu.

A und AAAA: die Standardfälle

Der A-Record ist der Eintrag, den du am häufigsten brauchst. Er verweist von einem Namen auf eine IPv4-Adresse:

@     A     185.119.117.42
www   A     185.119.117.42

Der AAAA-Record macht dasselbe für IPv6. Beide dürfen parallel existieren - moderne Clients bevorzugen dann IPv6 und fallen bei Problemen auf IPv4 zurück. Für einen eigenen Server siehe Domain auf vServer verbinden.

CNAME: ein Name zeigt auf einen anderen

Ein CNAME ist ein Alias. Statt die IP an zwei Stellen zu pflegen, verweist www einfach auf die Hauptdomain:

www   CNAME   deinefirma.de.

Zwei Regeln, an denen es oft scheitert: Ein CNAME darf nicht auf der Domain selbst (@) stehen, wenn dort auch MX- oder NS-Einträge liegen - das verbietet der Standard. Und neben einem CNAME darf für denselben Namen kein weiterer Eintrag existieren.

MX: E-Mail zustellen

Der MX-Record sagt sendenden Mailservern, wer Post für deine Domain annimmt. Die Zahl davor ist die Priorität - kleinere Werte gewinnen:

@   MX   10 mail.deinefirma.de.
@   MX   20 backup.deinefirma.de.

Wichtig: Ein MX muss auf einen Namen zeigen, nie direkt auf eine IP-Adresse, und dieser Name braucht einen eigenen A-Record. Details im Ratgeber Domain für E-Mail nutzen.

TXT: SPF, DKIM und DMARC

TXT-Records nehmen beliebigen Text auf. In der Praxis stehen dort fast immer drei Dinge, die verhindern, dass deine Mails im Spam landen:

  • SPF - welche Server für deine Domain senden dürfen: v=spf1 mx -all
  • DKIM - der öffentliche Schlüssel, mit dem Empfänger die Signatur deiner Mails prüfen. Steht auf einer eigenen Subdomain wie standard._domainkey.
  • DMARC - was mit Mails passieren soll, die SPF und DKIM nicht bestehen: v=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:dmarc@deinefirma.de

Ein zweiter Verwendungszweck: Viele Dienste lassen dich per TXT-Eintrag nachweisen, dass die Domain dir gehört.

SRV: Dienst, Host und Port

Ein SRV-Record nennt zusätzlich zum Ziel auch den Port. Genau deshalb ist er die Lösung, wenn Spieler deinen Gameserver ohne Portangabe erreichen sollen. Der Name folgt dem Schema _dienst._protokoll:

_minecraft._tcp   SRV   0 5 25565 mc.deinefirma.de.

Die vier Werte sind Priorität, Gewichtung, Port und Ziel. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu steht unter SRV-Record für Minecraft.

TTL: warum Änderungen nicht sofort wirken

Die TTL legt in Sekunden fest, wie lange Resolver eine Antwort zwischenspeichern dürfen. Typisch sind 3600 (eine Stunde) bis 86400 (ein Tag).

  • Vor einem geplanten Wechsel die TTL auf 300 senken - und zwar mindestens die alte TTL im Voraus, damit die kurze Zeit auch wirklich überall ankommt.
  • Nach dem Wechsel ein paar Tage warten, dann wieder hochsetzen. Dauerhaft niedrige TTLs kosten unnötig Anfragen.
  • Beim Nameserver-Wechsel hilft die TTL nur begrenzt - dort greift zusätzlich die Verzögerung über die Registry, siehe Nameserver ändern.

Typische Fehler

  • MX zeigt auf eine IP-Adresse: nicht erlaubt. Erst einen A-Record anlegen, dann den MX darauf zeigen lassen.
  • CNAME auf der Hauptdomain: bricht MX und NS. Auf @ gehört ein A- oder AAAA-Record.
  • Mehrere SPF-Einträge: Pro Domain darf es nur einen geben, sonst ist die Prüfung ungültig. Mehrere Absender gehören in einen Eintrag.
  • Fehlender Punkt am Ende: Ohne abschließenden Punkt hängt der Nameserver die Domain nochmal an - aus mail.deinefirma.de wird mail.deinefirma.de.deinefirma.de.
  • Zu früh aufgegeben: Vor Ablauf der TTL liefert dein Resolver noch den alten Wert. Erst warten, dann weiter drehen.

Häufige Fragen

Verfügbar sind unter anderem A, AAAA, CNAME, MX, TXT, PTR und SRV. Gesetzt werden sie im Webinterface, jederzeit selbst und ohne Zusatzkosten.

Ein A-Record zeigt auf eine IP-Adresse, ein CNAME auf einen anderen Domainnamen. Der CNAME spart Pflege, weil sich die IP nur an einer Stelle ändert. Auf der Hauptdomain darf aber kein CNAME stehen, wenn dort MX- oder NS-Einträge liegen.

So lange, wie die TTL des bisherigen Eintrags noch läuft - typisch zwischen wenigen Minuten und 24 Stunden. Wer einen Wechsel plant, senkt die TTL rechtzeitig vorher auf 300 Sekunden.

Weil neben dem MX auch die TXT-Einträge stimmen müssen: SPF legt fest, welche Server senden dürfen, DKIM signiert die Mails, DMARC beschreibt den Umgang mit Fehlschlägen. Fehlt eines davon, stufen große Anbieter Mails schnell als Spam ein.

Ein SRV-Record veröffentlicht neben dem Ziel auch den Port eines Dienstes. Damit erreichen Spieler zum Beispiel einen Minecraft- oder TeamSpeak-Server über die reine Domain, ohne die Portnummer mit anzugeben.

Er markiert einen vollqualifizierten Namen (FQDN). Ohne ihn ergänzt der Nameserver die eigene Zone und der Eintrag zeigt ins Leere. Viele Oberflächen setzen den Punkt automatisch.

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