Die kurze Empfehlung
- Deutsches Publikum, lokales Geschäft, Verein:
.de. Sie ist in Deutschland die Standarderwartung - wer eine Adresse aus dem Kopf tippt, hängt.dean. - Internationales Produkt, Software, Marke:
.com. Weltweit verständlich und die naheliegende Wahl, sobald Kunden außerhalb Deutschlands dazukommen. - Beides geplant: beide registrieren, eine als Hauptadresse betreiben, die andere per 301 dorthin weiterleiten.
Der direkte Vergleich
.de | .com | |
|---|---|---|
| Registry | DENIC eG, Frankfurt | Verisign, USA |
| Signal | deutscher Anbieter, lokale Nähe | international, kommerziell |
| Bestand | über 18 Millionen Domains | weltweit größte Endung |
| Verfügbarkeit guter Namen | knapp | sehr knapp |
| Preisniveau | günstig | mittel |
| Voraussetzungen | keine; Inhaber im Ausland brauchen ggf. einen Zustellungsbevollmächtigten | keine |
.de ist gemessen am Bestand die drittgrößte Endung der Welt und mit Abstand die größte Länderendung Europas. Für ein deutsches Publikum ist sie deshalb keine Verlegenheitslösung, sondern die stärkere Wahl.
Was die Endung für SEO bedeutet
Zwei Effekte, die häufig durcheinandergehen:
- Geografische Zuordnung: Eine Länderendung wie
.designalisiert Suchmaschinen eindeutig den Zielmarkt. Bei generischen Endungen wie.commuss dieses Signal aus Sprache, Inhalt und Verlinkung kommen. - Rankingvorteil durch Keywords in der Domain: praktisch nicht mehr vorhanden.
guenstige-server.derankt nicht besser, nur weil die Wörter in der Domain stehen. Wichtiger sind Marke, Inhalt und Verlinkung.
Die Endung ist also ein Marktsignal, kein Ranking-Hebel. Sie zu wechseln, nur um ein Keyword unterzubringen, lohnt sich nicht.
Die weiteren Endungen im Angebot
| Endung | Passt zu | Anmerkung |
|---|---|---|
.net | Technik, Infrastruktur, Communities | klassischer Ausweichkandidat, wenn .com vergeben ist |
.org | Vereine, Projekte, Non-Profit | frei registrierbar, aber mit gemeinnütziger Erwartungshaltung |
.eu | europaweite Angebote | Wohnsitz oder Sitz in der EU erforderlich |
.at / .ch | Österreich und Schweiz | keine Ansässigkeitspflicht, sinnvoll bei DACH-Zielgruppe |
.info / .biz | Informationsseiten, Zweitadressen | schwächeres Vertrauenssignal, oft für Weiterleitungen genutzt |
Wenn der Wunschname vergeben ist
Der häufigste Fall. Der Reihe nach durchprobieren, bevor du auf den Aftermarket gehst:
- Andere Endung - derselbe Name mit
.destatt.comoder umgekehrt. - Wort ergänzen - Ort, Branche oder ein Verb:
deinefirma-berlin.de,deinefirmashop.de. - Kunstwort - kurz, aussprechbar, eindeutig zu buchstabieren. Marken funktionieren so besser als beschreibende Namen.
- Aftermarket - erst wenn der Name wirklich unersetzlich ist. Gute Namen werden dort vierstellig gehandelt.
Namen, die im Alltag funktionieren
- Am Telefon diktierbar. Wenn du bei jedem Anruf buchstabieren musst, ist der Name zu kompliziert.
- Bindestriche sparsam. Einer ist in Ordnung, drei sind eine Fehlerquelle.
- Zahlen vermeiden. "4" oder "vier" - Nutzer raten falsch.
- Markenrechte prüfen. Eine Domain, die eine fremde Marke enthält, kann teuer werden. Ein Blick ins Register des DPMA kostet nichts.
- Umlaute mitdenken. Siehe Umlautdomains & IDN - meist ist die ausgeschriebene Variante die bessere Hauptadresse.
Mehrere Endungen registrieren - lohnt das?
Für Marken ja, für Projekte selten. Die zweite Endung schützt vor Tippfehler-Traffic und davor, dass jemand anderes unter deinem Namen auftritt.
Wichtig ist dann die saubere Umsetzung: eine Adresse ist die Hauptadresse, alle weiteren leiten per 301 dorthin weiter. Betreibst du dieselbe Seite parallel unter mehreren Domains, erzeugst du doppelte Inhalte und teilst deine Sichtbarkeit auf.
Häufige Fragen
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