Was eine Subdomain ist
Eine Subdomain ist alles, was links vor deiner registrierten Domain steht. Aus deinefirma.de wird shop.deinefirma.de, blog.deinefirma.de oder mc.deinefirma.de.
Der entscheidende Punkt: Subdomains werden nicht registriert. Sie entstehen allein durch einen Eintrag in deiner DNS-Zone. Das heißt, sie kosten nichts, sind sofort verfügbar und es gibt kein Limit - auch test.staging.deinefirma.de ist möglich.
Anlegen: ein Eintrag genügt
In der DNS-Verwaltung legst du einen Eintrag an, dessen Name die Subdomain ist. Zwei Varianten sind üblich:
shop A 85.214.12.7
blog CNAME deinefirma.de.
- A-Record, wenn die Subdomain auf eine bestimmte IP zeigen soll - etwa auf einen anderen Server als die Hauptdomain.
- CNAME, wenn sie demselben Ziel folgen soll wie ein bereits gepflegter Name. Ändert sich dort die IP, wandert die Subdomain automatisch mit.
Wichtig: Neben einem CNAME darf für denselben Namen kein weiterer Eintrag stehen. Brauchst du für eine Subdomain zusätzlich MX oder TXT, nimm einen A-Record.
Der zweite Schritt: der Server muss mitspielen
Der DNS-Eintrag bringt Besucher nur bis zum Server. Was dort ausgeliefert wird, entscheidet der Server selbst:
- Webspace mit Plesk: Subdomain im Abonnement anlegen - eigenes Dokumentenstammverzeichnis, eigene PHP-Version und eigenes Zertifikat inklusive. Details unter Domain mit dem Webspace verbinden.
- vServer: Eigenen vHost beziehungsweise server block für die Subdomain anlegen, siehe Domain auf vServer zeigen lassen.
Fehlt dieser Schritt, landen Besucher auf der Standardseite oder der Hauptdomain.
Wofür sich Subdomains lohnen
| Subdomain | Zweck |
|---|---|
shop. | Shopsystem getrennt von der Hauptseite betreiben |
staging. / dev. | Testkopie der Seite, bevor Änderungen live gehen |
mail. | Hostname des Mailservers, auf den der MX zeigt |
mc. / cs. | Gameserver, kombiniert mit einem SRV-Record |
cloud. / panel. | Eigene Dienste auf dem vServer, z. B. Nextcloud oder ein Admin-Panel |
Ein Tipp für Staging-Umgebungen: Sperre sie per robots.txt und Passwortschutz, sonst indexiert Google deine Testkopie und du erzeugst doppelte Inhalte.
Wildcard-Subdomains
Ein Eintrag mit dem Namen * fängt alle nicht ausdrücklich definierten Subdomains ab:
* A 85.214.12.7
Das ist praktisch für Anwendungen, die pro Kunde eine eigene Subdomain vergeben. Es hat aber einen Preis: Auch Tippfehler und fremde Aufrufe landen auf deinem Server, und ein passendes SSL-Zertifikat muss ebenfalls eine Wildcard sein - dessen Ausstellung läuft über eine DNS-Prüfung statt über HTTP.
Subdomain oder Unterverzeichnis?
Inhaltlich lässt sich beides machen - blog.deinefirma.de oder deinefirma.de/blog. Die Entscheidung hat weniger mit SEO zu tun, als oft behauptet wird, und mehr mit Technik:
- Subdomain, wenn der Dienst technisch getrennt laufen soll - eigene Software, eigener Server, eigene Zugriffsrechte.
- Unterverzeichnis, wenn Inhalte thematisch zur Hauptseite gehören und von deren Sichtbarkeit profitieren sollen.
Suchmaschinen behandeln Subdomains tendenziell als eigenständige Auftritte. Für einen Blog, der die Hauptseite stärken soll, ist das Unterverzeichnis daher meist die bessere Wahl - für einen technisch separaten Shop die Subdomain.
Häufige Fragen
Eine Domain, beliebig viele Subdomains
Mit jeder Domain ab 6,49 € im Jahr bekommst du die DNS-Verwaltung im Webinterface - Subdomains legst du dort selbst an, ohne Zusatzkosten.
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